All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Mr. Monster

I killed a demon. I don’t know if it was really, technically a demon, but I do know that he was some kind of monster, with fangs and claws and the whole bit, and he killed a lot of people. So I killed him. I think it was the right thing to do. At least the killing stopped.

Well, it stopped for a while.

Dass es sich bei ‘I am not a Serial Killer’ nicht um ein Standalone handelt, hatte mich nach dem Lesen extrem gefreut, denn ich wollte unbedingt mehr von John Cleaver.

Und endlich bin ich dazu gekommen, den zweiten Band der Trilogie zu lesen. Meine Befürchtung ist ja gewesen, dass es nicht mehr mit dem ersten Band mithalten kann, vor allem weil ich es für unrealistisch halten würde, wenn in einem so kleinen Ort, wie in dem, wo John wohnt, schon wieder ein Serienkiller unterwegs wäre. Jedoch hat mich auch dieses Buch wieder vollauf begeistern können und meine Befürchtungen konnte ich über Bord werfen.

Was mir schon im ersten Band und auch hier wieder am besten gefallen hat, sind die Charaktere die Dan Wells geschaffen hat, ganz besonders natürlich John. Mit diesem Kerl hat Dan Wells einen richtig starken Charakter geformt, den man so noch nicht zu lesen bekommen hat.

Dan Wells schafft es, dem Leser unheimlich gut zu vermitteln, wie es sein muss, mit seinem inneren Selbst zu kämpfen. Man kann John und seine Angst zum Serienkiller zu werden richtig gut nachempfinden und stellenweise dachte ich mir oft, wenn John hart an der Grenze ist, dass ich es ihm sofort verzeihen würde, wenn er nachgeben würde.

Hinzu kommen aber auch die wieder gelungene Geschichte und ein Mörder, mit dem sich John auseinandersetzen muss. Trotz Kleinstadt bleibt der Aspekt eines weiteren Mörders realistisch, hat jedoch wie auch schon der erste Band der Trilogie einen paranormalen Anteil.

Besonders toll finde ich hier, dass es nicht nur eine Entwicklung in Johns Leben gibt und man sich nun damit befassen darf, wie er mit den Geschehnissen aus dem ersten Buch zu leben und umzugehen hat, sondern auch, dass die Ereignisse eine Verbindung zum ersten Band haben, statt wieder ein völlig neuer Fall zu sein, so dass es in einem sinnvollen Rahmen bleibt, was die Morde betrifft.

Und auch wenn lange Zeit der Anziehungsfaktor in Johns Charakter und seinem Kampf mit seinem inneren Monster liegt, so wird man plötzlich gepackt und landet in einer Situation, die einem Gänsehaut beschert. Der Paranormale Aspekt ist wieder mehr als gelungen, hat mir hier sogar noch besser gefallen, als im ersten Buch, mich vollauf begeistert und mir nur noch mehr Lust auf das dritte Buch gemacht.

Mit John, einem ganz besonderem Charakter, und einem etwas anderem Serienkiller, als man es aus anderen Thrillern kennt, hat Dan Wells wieder einen gelungenen Roman geschrieben, der mich von der ersten bis zur letzten Seite packen, überzeugen und gespannt auf das nächste und letzte Buch machen konnte.