Arcadia Awakens

To New Yorker Rosa Alcantara, the exotic world of Sicily, with its network of Mafia families and its reputation for murder and intrigue, is just that—exotic, and wholly unknown. But when tragedy strikes, she must travel there, to her family’s ancestral home, where her sister and aunt have built their lives and where centuries of family secrets await her. Once there, Rosa wastes no time falling head over heels for Alessandro Carnevare, the son of a Sicilian Mafia family, whose handsome looks and savage grace both intrigue and unsettle her. But their families are sworn enemies, and her aunt and sister believe Alessandro is only using Rosa to infiltrate the Alcantara clan. And when Rosa encounters a tiger one night—a tiger with very familiar eyes—she can no longer deny that neither the Carnevares nor the Alcantaras are what they seem.

Ich bin wohl wirklich eine der Letzten, wenn es darum geht die Arkadien Bücher zu lesen. Und es ist auch sicher nicht so, dass sie mir vorher nie aufgefallen wären, ganz im Gegenteil, man hat ja überall nur Gutes gehört und vor allem als vor nicht ganz so langer Zeit der dritte Teil raus kam, war die Reihe wieder voll im Gespräch. Und trotzdem sind die Bücher irgendwie an mir vorbei gegangen, ich hab mir nicht mal den Klappentext durchgelesen, fragt mich nicht wieso. Und dann hab ich eines Tages das Cover der englischen Ausgabe gesehen. Nicht dass die deutschen schlecht wären, aber besonders fand ich sie nicht, dagegen hat mich das Englische auf Anhieb angesprochen. Schnell den Klappentext gelesen und schon war das Buch vorbestellt und nun sitze ich hier, bin hin und weg und könnte heulen, dass der US Verlag die nächsten Bände nicht schneller übersetzt. (Ich weiß ich könnte auch zu den deutschen greifen, aber wer mich kennt, der weiß wieso ich das nicht tun werde…)

Ich glaube, mal abgesehen von ‘Der Pate’ und vor allem im Jugendbuchbereich ist Arcadia Awakens das erste Buch über Mafia, das ich gelesen habe. Eigentlich finde ich das Thema schon immer interessant, aber mir sind bisher noch nicht die richtigen Bücher darüber in die Hand gefallen (vor Kurzem erst hat für mich ‘Tod oder Liebe ‘total gefloppt). Und ich kann begeistert sagen: Kai Meyer hat die Geschichte unheimlich gut umgesetzt und mich von der ersten Seite an gepackt.

Auf diesen Seiten lernt man nämlich Rosa, die Protagonistin kennen, die schon nach 2 Seiten einfach zum Schreien und total sympathisch fand. Ich wusste direkt: ihre Geschichte wird mich fesseln.
Aber auch alle anderen Charaktere haben voll und ganz gepasst.
Vor allem mochte ich, dass keine Person so wirkte, als würde aus ihr ein Held gemacht. Weder ist Alessandro ein Kerl, der Rosa immer wieder beschützen muss, denn sie weiß sich selbst zu helfen. Andererseits zeigt auch sie mal ihre Schwächen und lässt sich helfen. Für mich waren die beiden einfach ein perfektes Team.

Man merkt schon sehr, dass es sich hierbei um den ersten Teil einer Reihe handelt, in der man anfangs völlig unwissend ist und es so einiges zu entdecken gibt. Aber Langeweile kam bei dieser langen Einleitung in eine wunderbare aufregende Welt sicher nie auf. Ich bin durch die Seiten gerauscht, so wie Rosa mit dem Auto durch die Gegend brauste. Mit Vollgas rauschten an mir die Geschehnisse vorbei, wie an Rosa die Häuser und Menschen. Ich wollte immer mehr wissen und selbst wenn ich Rosa mit dem Wissen von Vornherein voraus war, war ich trotzdem gespannt auf dem Moment, an dem sie endlich erfährt, was los ist. Und selbst dann wenn man glaubt alles zu wissen, ergeben sich immer wieder neue Dinge, die es zu entdecken gibt.

Natürlich spielt auch die Liebesgeschichte eine ganz große Rolle und auch wenn sie mit im Zentrum steht, kam sie mir nie so vor, als würde sie sich zu sehr in den Vordergrund drängen. Für mich gab es hier genau die richtige Portion verbotene Liebe, wie ich sie mag. Hier ein bisschen, da ein bisschen und im Hintergrund immer anwesend, aber nie störend und erst recht nicht schnulzig oder erzwungen.

Gestaltenwandler und die Mafia, zwei Themen die jeweils allein schon für eine ordentliche Portion Spannung, Nervenkitzel und absolut gelungene Unterhalten hätten sorgen können, ergeben hier zusammen ein rundum gelungenes Abenteuer, dass mich nicht mehr losgelassen hat.


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Comments:

  • Ich finde es immer noch zu gut, dass du das Buch auf Englisch gelesen hast :-D Bezüglich des Covers kann ich dir nur zustimmen…das Cover von Carlsen ist nicht hässlich, aber mich hat die englische Ausgabe auch viel mehr angesprochen. Aber für alle, denen es genauso geht und die die Bücher noch nicht gelesen haben, naht ja bald die Rettung vom Piper Verlag ;-)
    Mir ging es während des Lesens übrigens genauso wie dir! Mich hat auch die gesamte Mafiageschichte auf Anhieb fesseln können und Rosa und Alessandro fand ich auch ganz wunderbar!
    Ich kann dir schon einmal sagen, dass ich persönlich den zweiten Band ja noch besser fand. Der Dritte subbt bei mir immer noch :-(
    Dann bin ich mal gespannt, ob du die Wartezeit bis zum Erscheinen von ‘Arcadia burns’ gut überstehst ;-). Da finde ich aber leider das Cover nicht mehr ganz so gelungen!
    LG

  • Ellie Loredan • July 27th, 2012

    Hey :) !

    Ich an deiner Stelle hätte das Buch auf Deutsch gelesen. Ich finds zwar wirklich superklasse, dass die Bücher auch übersetzt werden und somit ein größeres Publikum erreichen, aber beim Vergleichslesen der ersten Kapitel hats mich stellenweise wirklich gegraust. Im Englischen geht da so furchtbar viel von Kais wunderbarem Schreibstil verloren, weil die Sprache nunmal doch eher statisch ist und mit dem vielfältig variablen Deutsch einfach nicht mithalten kann. Das fängt beim Satzbau an und hört bei Wortbildungen auf. In vielen englischen Reviews wird eben auch die Sprache angesprochen, die oft als “stilted” angesehn wird, was zwar meist auf die Übersetzung geschoben wird, aber dennoch negativ auffällt. Dem muss ich leider zustimmen.

    Liebe Grüße,
    Ellie

    • Da ich aber nun mal die deutsche Sprache nicht sonderlich mag und das was du als so toll beschreibst nicht wirklich teilen kann, hätte ich das Buch wahrscheinlich in einem Jahr noch nicht gelesen gehabt. Ist Geschmackssache und mir gefällt die englische Sprache besser.

      • Ellie Loredan • July 27th, 2012

        Versteh ich nur allzu gut! Bevor ich den Arkadien-Vergleich gemacht hatte, hat mir Englisch auch um einiges besser gefallen. Da ist mir dann aber bewusst geworden, dass sich Deutsch einfach bescheiden übersetzten lässt und ich deswegen bei deutschen Originalen doch lieber bei Deutsch bleibe.
        Alles andere versuche ich aber auf Englisch zu lesen, weil da dann die deutsche Übersetzung sowieso nicht rankommt (und so manches mal das Buch auch ganz fürchterlich schändet, wie z.B. bei ASoIaF – ich konnte mir noch nicht mal die Serie auf Deutsch antun).

        Auf jeden Fall ist es klasse, dass du die Möglichkeit hast, die Bücher auf Englisch zu genießen. Ich hoffe, dass du die Wartezeit auf den nächsten Band gut überbrücken kannst. Aber Vorfreude soll ja bekanntlich die schönste Freude sein ;) !

  • Bei mir subbt das immer noch und ich weiß nichtmal wieso – jeder den ich kenne und dessen Meinung ich schätze, fand es gut. Aber wahrscheinlich steht irgendwann auf meinem Grabstein “… und sie hat Kai Meyer nie gelesen”.

    Zu der englisch/deutsch-lesen Geschichte mag ich gar nich mehr viel sagen, zumal du ja auch weißt, wie ich dazu stehe ;-) Mir ist nur aufgefallen, dass in den letzten Jahren Übersetzungen ins deutsche ziemlich gelitten haben. Nimm beispielsweise Tod oder Liebe – ich glaube, dass viele Sätze im Original (also italienisch) anders geklungen hätten – aber bei der dt. Übersetzung hab ich zT nur gedacht: WTF will mir die Autorin damit jetzt sagen?

    Meistens ist es ja bei mir so, dass ich das englische Original gelesen habe und irgendwann das dt. bekomme (zum rezensieren für FF) – wenn ich da rein schaue, stell ich fest, dass ich selbst vieles anders übersetzen würde. Sprache hat auch viel mit Gefühl zu tun und das geht nunmal verloren, wenn ich zu technisch an die Sache rangehe – denke ich. Und ich glaube, das ist das Problem. Heute hat das viel mehr mit Zeitdruck und allem zu tun, Übersetzer verdienen auch nicht die Welt. Wozu sich also die Mühe machen, neben den Inhalt auch noch das richtige Gefühl zu vermitteln?

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