All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Hold Me Closer, Necromancer

 Sam leads a pretty normal life. He may not have the most exciting job in the world, but he’s doing all right—until a fast food prank brings him to the attention of Douglas, a creepy guy with an intense violent streak.
Turns out Douglas is a necromancer who raises the dead for cash and sees potential in Sam. Then Sam discovers he’s a necromancer too, but with strangely latent powers. And his worst nightmare wants to join forces . . . or else. 
With only a week to figure things out, Sam needs all the help he can get. Luckily he lives in Seattle, which has nearly as many paranormal types as it does coffee places. But even with newfound friends, will Sam be able to save his skin?

Ist gibt solche Bücher, da bin ich mir schon vorher verdammt sicher, dass sie mir gefallen werden. Hold Me Closer, Necromancer ist auch eines dieser Bücher, da mich der kurze Auszug auf der Rückseite schon direkt davon überzeugt hat, dass dieses Buch genau mein Ding sein würde.
Und meine Vermutung hatte sich ziemlich schnell, sogar schon nach nur wenigen Seiten bestätigt. Denn erstens lernt man ganz schnell Sam kennen und ich wusste gleich, er ist genau die Art Charakter die ich richtig gerne mag und zweitens dauert es auch nicht lange und schon ist man mitten drin im Getümmel. Einem Getümmel aus super Charakteren, einem tollen Thema und einer spannenden Story.

Sam hat mich deshalb so begeistert, weil er diese Art Kerl darstellt, die einerseits total chaotisch, tollpatschig und teilweise eher ängstlich und schüchtern sind, aber andererseits auch total witzig sind und die doch auch Stärke zeigen können, wenn es die Situation verlangt.

Necromancer sind ein Thema, von dem ich mittlerweile schon einige Bücher gelesen habe, aber da ich dieses so sehr mag, wird es für mich nie langweilig. Und wie es zu jeder guten Geschichte gehört, muss ein solches Thema natürlich erst einmal eingeführt und erklärt werden. Und obwohl ich viele dieser Details schon kannte, wurde es hier niemals langweilig, da diese auf eine solche Art in die Geschichte eingeflochten werden, ohne dass es einem dabei vor kommt, dass einem gerade Fakten um die Ohren geschmissen werden. Da Sam selbst total unwissend ist, lernt man diese Dinge mit ihm zusammen, so dass man sich nochmal genauso ahnungslos wie er selbst fühlt und gespannt darauf ist, wann er welche Details erfährt.

Besonders gefallen hat mir hier auch wie Lish McBride die Geschichten verschiedenen Personen erzählt. Der Großteil dreht sich zwar um Sam und wird deshalb auch aus seiner Sicht in der 1. Person erzählt, es gibt aber auch unabhängige Handlungsstränge, in denen er nicht anwesend ist, die dann in der dritten Person erzählt werden.
Hinzu kamen dann aber auch noch gewisse Stellen, in der einer Person ein vergangenes Erlebnis von einer anderen Person erzählt wird. Diese werden dann nicht wie üblich in die Rede der jeweiligen Person eingeflochten, sondern mehr wie eine Art Rückblick, als eigenständigen Erzählstrang dargestellt, so dass man sich fühlt, als würde man kurz mal einen Trip in die Vergangenheit an einen anderen Ort machen.

Eine weitere Sache die mich total begeistert hat sind die Kapitelüberschriften. Die sind eigentlich etwas, worauf ich selten achte, beziehungsweise keinen größeren Wert lege, falls es denn mal welche gibt. Hier aber sind es immer Auszüge aus Songtexten die genau zum Inhalt passen. Daher versorgte mich Hold Me Closer, Necromancer während dem Lesen mit einigen Ohrwürmern.

Letztlich hat mir dann auch noch die Geschichte super gefallen, da sie einerseits noch weitere paranormale Wesen enthält, statt nur der Necromancer und außerdem einfach durch und durch spannend ist. Mehrere Male schlägt die Handlung Wege ein, die mich sehr überrascht und für mich die Spannung noch erhöht haben. Das Ende hielt sogar einen richtigen Showdown bereit, bei dem man den Atem anhält und immer schneller lesen möchte.

Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil um den Necromancer Sam zu lesen, einem super sympathischen Charakter, der zusätzlich so vielen tollen Leuten begegnet, von denen ich noch weit mehr lesen möchte. Lish McBride hat ein Thema gewählt, dass für mich nie langweilig wird und das mich auch hier wieder begeistern konnte.

Lieblingszitate:

“Mistakes are our best teachers.”

“I tried not to watch the news. Too depressing. They just don’t make very good episodes of it anymore.”

“I’m not sure where to begin.” – “Begin at the beginning,” I said, “and go on till you come to the end. Then stop.”