You Against Me

If someone hurts your sister and you’re any kind of man, you seek revenge, right? If your brother’s been accused of a terrible crime and you’re the main witness, then you banish all doubt and defend him. Isn’t that what families do? When Mikey’s sister claims a boy assaulted her at a party, his world of work and girls begins to fall apart. When Ellie’s brother is charged with the crime, but says he didn’t do it, her world of revision, exams and fitting in at a new school begins to unravel. When Mikey and Ellie meet, two worlds collide.

Dass ich zwei Anläufe für dieses Buch gebraucht habe, spricht ja schon einmal eher nicht sehr für die Geschichte, zeigt aber auch, dass es einen erheblichen Unterschied macht, mit was für einer Erwartung man an das Buch geht.
Das erste Mal habe ich You Against Me im Februar angefangen und mich durch die erste Hälfte gequält bis ich dann wirklich irgendwann keine Lust mehr hatte. Das lag vor allem daran, dass ich eine Liebesgeschichte zwischen Ellie und Mikey erwartet habe, die eben durch die Umstände so ihre Ecken und Kanten hat. Dass die Geschichte sich aber nur nebensächlich mit dieser Liebesgeschichte beschäftigt entsprach so gar nicht meinen Vorstellungen von dem Buch und dadurch war es für mich eher enttäuschend.

Sandra: Lustig. Ich habe genau das Gegenteil erwartet und hätte mir gewünscht, dass die Autorin auch mehr in der Ecke geblieben wäre.

Beim zweiten Versuch wusste ich dann worauf ich mich einlasse und fand die Geschichte selbst dann auch weit besser als beim ersten Mal. Eigentlich mag ich genau solche Geschichten auch total gerne und deshalb hat es mir auch beim zweiten Mal Lesen weit besser gefallen, vom Hocker gerissen hat es mich aber leider immer noch nicht.

Besonders gut gefallen hat mir das Thema an sich, dass Jenny Downham aufzeigt, dass nicht nur Opfer und Täter selbst mit einer solchen Sache wie einer Vergewaltigung/eine Anschuldigung einer Vergewaltigung zu kämpfen haben, sondern auch viele Personen um sie rum, vor allem ihre Familie ebenfalls damit auf ihre Weise umzugehen haben. Wie die komplette Familie unter einer solchen zu leiden hat ist für mich etwas, über das ich selbst nie groß nachgedacht habe, wenn ich mich mit so einem Thema beschäftigt habe und daher mochte ich es, dass Jenny Downham hier nicht den Schwerpunkt auf Opfer und Täter legt, sondern auf die Familien dieser.

Sandra: Mhh, ich weiß nicht. Es war schon interessant, wie die beiden Familien mit ins Geschehen gerückt wurden, nur sind mir dabei die eigentlichen „Opfer“ und „Täter“ viel zu sehr in den Hintergrund geraten. Tom und Karyn tauchen so selten auf, reden ja so gut wie gar nicht und wenn dann niemals oder kaum über das, was passiert ist.

Eine weitere Sache die ich sehr mochte, ist die Frage danach, wer eigentlich Täter und Opfer ist. Gerade am Anfang kann man sich in dieser Hinsicht überhaupt nicht richtig sicher sein und ich fand es interessant zu verfolgen, wie ich mich selbst durch gewisse Handlungen schnell auf eine Seite eingeschlagen habe und die andere nur noch als die Bösen angesehen habe, ohne mit hundertprozentiger Sicherheit zu wissen, ob es denn so ablief, wie ich vermutete.

So toll diese Dinge aber auch alle waren, ich hatte trotzdem noch ein großes Problem, dass mir den Spaß am Lesen verdorben hat und das der Geschichte einen bitteren Beigeschmack verliehen hat: Die Charaktere selbst.
Hier und da gab es schon die ein oder andere Szene die ich wirklich mochte und in der die Charaktere sympathisch und toll waren, meistens war das aber leider nicht der Fall.

Sandra: Echt? Die Szenen muss ich wohl überlesen haben ^.^

Nicht dass ich nachempfinden könnte, wie es für jeden einzelnen sein muss, in solch einer Situation zu stecken, aber es gab einfach keine einzige Person von der ich sagen könnte, dass ich genauso gehandelt hätte wie diese. Auf mich wirkten sie alle total egoistisch, jeder denkt bei dem was er tut einfach nur an sich und dass er gut davon kommt, ohne vorher darüber nachzudenken, wie sich andere dabei fühlen könnten.
Vor allem Ellie als eine der Protagonisten konnte ich von Anfang an überhaupt nicht leiden. Sie war mir einfach viel zu beeinflussbar und wurde ständig nur von allen anderen gelenkt, ohne wirklich einen eigenen Willen zu haben. Manchmal kam es mir so vor, als würde sie hier die Opferrolle einnehmen, da sie sich teilweise genauso ängstlich anstellte, wie Mikeys Schwester.

Sandra: Das klingt schon ehr nach dem Buch, dass auch ich gelesen habe hehe Mit Ellie hatte ich auch riesige Schwierigkeiten. Sie wirkt einfach nur dumm und beeinflussbar, was sich absolut jeder andere Charakter im Buch zu Nutze macht.

Jenny Downham hat ein ernstes Thema zur Hand genommen und dieses auf eine für mich wirklich gelungene Art und Weise dargestellt. Dass sie den Schwerpunkt nicht auf Opfer und Täter legt, sondern auf die Familien hat mir super gefallen. Auch ihren Schreibstil mochte ich. All das hilft aber leider nicht, wenn man die Charaktere überhaupt nicht leiden kann. Das Buch war damit keinesfalls schlecht und wer mit den Charakteren klar kommt, wird hier sicher seinen Spaß haben, mir hat es leider nicht wirklich zugesagt. Trotzdem würde ich der Autoren aber jederzeit nochmal eine zweite Chance geben, da ich die Wahl ihrer Themen sehr mag.

Sandra: Bevor ich sterbe wollte ich eigentlich auch unbedingt lesen. Jetzt bin ich mir allerdings nicht mehr ganz so sicher. Das Thema ist ja mindestens genauso brenzlig wie dieses hier. Mit You against me hat Jenny Downham nicht wirklich bewiesen, dass sie mit solchen Themen gut und nachvollziehbar umgehen kann. Aber vielleicht sind wenigstens die Charaktere glaubwürdiger, daher würde ich ihr wahrscheinlich auch noch eine zweite Chance geben.

Komplette Rezension von Sandra

Lieblingszitate:

“It was strange how words meant something when they came out of your mouth. Inside your head they were safe and silent, but once they were outside, people grabbed hold of them.”

“Funny how when life was that simple, you never realized how lucky you were.”

“I think people lose something to do with simple happiness when they grow up.”

“Sometimes if you want something badly enough, you can make it happen. If you miss someone so desperately that it wrecks your insides, you say their name over and over until you conjure them. It’s called sympathetic magic and you just have to believe in it to make it work.”


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