Zombies Vs. Unicorns

Als ich zum ersten mal von der Anthologie Zombies Vs. Unicorns gehört habe war ich direkt Feuer und Flamme. Zwar waren Einhörner bisher kein Thema, dem ich hinterher gelaufen bin, den Zombies dagegen aber umso mehr. Ich fand es zwar schade dass Holly Black für die Seite der Einhörner ist, aber da so viele tolle Autoren an dieser Anthologie geschrieben haben, machten das Buch für mich zu einem Muss.

Die einzelnen Geschichten haben mich dann mal weniger und mal mehr begeistert, die ein oder andere war auch dabei, die ich eher schlecht fand, aber allein die kurzen Diskussionen von Holly Black und Justine Larbalestier zu jeder einzelnen haben mich insgesamt vom Buch überzeugt.

Besonders interessant war vor allem, wie unterschiedlich die jeweiligen Autoren an die beiden Themen heran gehen beziehungsweise was sie daraus machen. Dadurch werden einem die unterschiedlichsten Geschichten geboten, manche eher spannend und düster, andere bringen einen dagegen zum Lachen.

Was die Länge der Geschichten angeht, so viel meine Meinung ganz unterschiedlich aus. Ich lese allgemein gerne mal eine Kurzgeschichte zwischendurch und finde, auch auf nur 50-80 Seiten kann man gut  unterhalten werden. Den Autoren dieser Anthologie ist das manchmal gut, manchmal weniger gut gelungen, aber dazu mehr zu den einzelnen Geschichten:

 

The Highest Justice von Garth Nix (Unicorn)
So toll die Idee des Killer Einhorns auch ist, die Geschichte ist mit seinen gerade mal 18 Seiten leider so kurz, dass sie ohne richtigen Anfang und ohne richtiges Ende irgendwie aus dem Kontext gerissen zu sein scheint. Ein bisschen mehr Drumherum hätten hier eine super Geschichte draus gemacht. 

Love Will Tear Us Apart von Alaya Dawn Johnson (Zombie)
Besonders toll fand ich an dieser Geschichte, dass man als Leser direkt angesprochen ist, da sie in der 2.Person geschrieben ist. Außerdem fand ich die Länge super. Man bekommt genug Hintergrundinformationen, so dass sie Tiefgang bekommt.

Purity Test von Naomi Novik (Univorn)
Selbst für eine Kurzgeschichte ist dieser eher kurz, brachte aber ein paar Lacher mit sich.

Bougainvillea von Carrie Ryan (Zombie)
Zombie-Piraten? Volltreffer! :D
Und diese Kurzgeschichte hatte von allen das beste Ende, dass für mich am ehesten den Eindruck einer durch und durch abgeschlossenen Geschichte machte. 

Thousand Flower von Margo Lanagan (Unicorn)
Leider eine Geschichte, die mir überhaupt nicht zugesagt hat. Ich fand sie eher langweilig und sogar bescheuert (Spoiler: ¡uɹoɥuıE uıǝ ɥɔɹnp ʇɟɐɥɔsɹǝƃuɐʍɥɔS + ƃunɹǝɟƃunɾʇuE). Außerdem gab es einen Wechsel des Erzählers, der mich total verwirrt hat, weil man es gar nicht richtig auf Anhieb merkt.

The Children of The Revolution von Maureen Johnson (Zombie)
Diese Geschichte war genau so wie ich es von der Autorin erwartet habe. Eine tolle Idee zum Thema Zombies gemischt mit einem guten Spritzer Humor. Auch ihre Darstellung war mal wieder etwas Neues.

The Care and Feeding of Your Baby Killer Unicorn von Diana Peterfreund (Unicorn)
Auf diese Geschichte war ich besonders gespannt, weil ich schon länger ihre Killer Unicorn Bücher auf der Wunschliste habe und neugierig war, was sie so aus dem Thema macht. Und jetzt bin ich sicher: Ich muss unbedingt die Bücher haben! Diese Geschichte hat mir eigentlich als einzige von den Einhorngeschichten richtig gut gefallen. Vor allem auch, weil sie auf so wenigen Seiten so viel Tiefgang hat und es geschafft hat, so viele Dinge einzubauen, sogar eine kleine Liebesgeschichte.

Incolulata von Scott Westerfeld (Zombie)
Und wieder eine gelungene Ansicht zum Thema Zombies: Kids, die aus gewissen Gründen freiwillig zu welchen werden.  Vor allem die Möglichkeit die ein Überleben unter den Zombies ermöglicht fand ich hier neu und gelungen.

Princess Prettypants von Meg Cabot (Unicorn)
Diese Geschichte kam mir mehr wie Contemporary vor mit einem Einhorn als kleines Extra, das aber keine allzu große Rolle spielt. Es gibt auch viel Drumherum. Ich mag die bösen Einhörner jedoch weit lieber als die bezaubernden, wie es hier eines gibt, muss aber zugeben, ich habe mehrmals laut auflachen müssen.
Princess Prettypants let out a delicate fart, filling the barn with rainbows and the scent of night-blooming jasmin.” 

Cold Hands von Cassandra Clare (Zoombie)
Na hey, die Dame kann wohl auch doch noch über etwas anderes schreiben, als die Shadow Hunters. Hätte mich nicht gewundert, wenn mir ganz plötzlich doch noch einer über den Weg gelaufen wäre.^^
Leider konnte mich die Geschichte aber auch nicht sonderlich überzeugen. Zwar war die Story an sich nicht schlecht, aber ich mochte ihre Darstellung von Zombies einfach nicht, die auf mich viel mehr den Eindruck von Vampiren gemacht haben.

The Third Virgin von Kathleen Duey (Unicorn)
Wenn man schon eine Anthologie zu Einhörnern hat, dann muss natürlich auch eine Geschichte her, die aus der Sicht eines Einhorns geschrieben ist. Die Idee war nicht schlecht, die Geschichte aber eher bedrückend und alles andere als spannend da sie der Story eines Abhängigen gleich kam, der immer wieder Selbstmordversuche unternimmt. 

Prom Night von Libba Bray (Zombie)
Neben vielen tollen neuen Ansätzen zum Thema Zombies sollte auch eine gute anständige Post-Apokalypse nicht fehlen, bei der ich es schade fand, dass sie schon so schnell vorbei war. Sehr gelungen fand ich das Ende: Man weiß was anschließend kommt, aber man muss sich die Dinge selbst ausmalen.

 

Nicht, dass ich es nicht schon vorher gewusst hätte, aber dieses Buch hat es nochmal bestätigt:
Ich bin eindeutig Team Zombie!
Denn wie Justine es so schön ausdrückt: “Unicorns? What are they good for? ABSOLUTELY NOTHING.”


Warning: Invalid argument supplied for foreach() in /www/htdocs/w00e036f/wp-content/plugins/AllAboutBooks/reviewExtras.php on line 9

Leave a reply:

Name*
Email*
Website
© 2010-2017 All About Books
TOP
Site Notice