All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Don’t Stop Now

On the first day of Lillian’s summer-before-college, she gets a message on her cell from her sort-of friend, Penny. Not only has Penny faked her own kidnapping, but Lil is the only one who figures it out. She knows that Penny’s home life has been rough, and that her boyfriend may be abusive. Soon, Penny’s family, the local police, and even the FBI are grilling Lil, and she decides to head out to Oregon, where Penny has mentioned an acquaintance. And who better to road-trip across the country with than Lil’s BFF, Josh. But here’s the thing: Lil loves Josh. And Josh doesn’t want to “ruin” their amazing friendship.
Josh has a car and his dad’s credit card. Lil has her cellphone and a hunch about where Penny is hiding. There’s something else she needs to find: Are she and Josh meant to be together?

Julie Halpern war eine DER Autorinnen die mit ihrem negativen Verhalten auf GR auffällig geworden ist. Und anfangs dachte ich mir genau aus dem Grund auch, dass man eine solche Autorin nicht weiter unterstützen braucht und sich lieber anderen Büchern/Autoren zuwendet.
Dann habe ich das Buch allerdings durch einen Tausch bekommen und dachte mir, was solls, das Buch war vor der ganzen Aktion schon auf meinem Wunschzettel, wieso also jetzt darauf verzichten.
Und nachdem ich es jetzt gelesen habe, weiß ich auch, dass ich mir wegen sowas kein Buch entgehen lassen werde. Klar, es gibt auf jeden Autor der sich mies gegenüber Rezensenten verhalten hat wieder hunderte nette Autoren die man stattdessen lesen könnte, aber mir hat Julie Halperns Geschichte gefallen, ich hatte ein paar unterhaltsame Stunden mit dem Buch.

Es gab an der ganzen Geschichte eine eigentlich gar nicht so kleine Sache, die ich ziemlich doof fand. Genervt hat sie mich nicht, ich hab es eigentlich ziemlich schnell und einfach ignoriert und für nebensächlich erklärt: der Grund für den Road Trip, eine vorgetäuschte Entführung.
Erst einmal fand ich den Grund für diese angebliche Entführung von Penny schon leicht daneben und es hätte weit mehr Sinn gemacht, das Mädel wäre einfach weg gelaufen, was weit weniger Schwierigkeiten mit sich gebracht hätte. Aber diese etwas idiotische Idee passte allerdings auch irgendwie zu ihrem Charakter, daher konnte ich das noch irgendwie wegstecken. Was ich jedoch auch etwas lächerlich fand war, dass gleich das FBI voll dabei ist. Nach wenigen Stunden vermisst sein und einer ziemlich offensichtlich gefakten Entführung kommt das FBI? Als hätten die nichts Besseres zu tun.
Aber auch das war etwas, dass man gut und schnell wieder vergessen hat und mich eher zum Schmunzeln gebracht hat.
Womit ich dann schon eher ein Problem hatte, waren Pennys Probleme, die sie zu dieser Tat bringen. Meiner Meinung nach ein ziemlich heftiges Thema, das hier auf eine Weise eingebunden wird, die mir nicht wirklich gefallen hat. Auf der einen Seite dreht sich hier alles um diesen spaßigen Road Trip und mittendrin und nur sehr selten liest man dann mal die Gedanken Pennys über vorherige Ereignisse, über diese schlimme Situation in ihrem Leben. Irgendwie wird das Thema so einfach mal hier und da zwischen die Seiten geschubst, aber es wird sich dem nicht wirklich angenommen. Es ist total nebensächlich und es wird nicht wirklich nach einer Lösung dafür gesucht.
Daher habe ich wie gesagt diesen Teil des Buches eher verdrängt, weil er einem doch leicht den Spaß am restlichen Buch nehmen kann, da er so im krassen Gegensatz zu den anderen Ereignissen steht und völlig ernste Dinge beinhaltet.

Aber mal zu den guten Dingen, die den Großteil des Buch ausmachen und mir wirklich Spaß gemacht haben:
Erst einmal sind Lillian und Josh einfach ein super Pärchen, nicht im Sinne von Liebespaar, sondern rein freundschaftlich. Die Gespräche zwischen den beiden, das gegenseitige Necken und einfach ihr ganzes Miteinander sind purer Spaß. Die beiden verbindet irgendwie etwas Besonderes und sie bereiten einem ein paar aufregende Stunden mit ihrem Trip.

Hinzu kommt der Road Trip selbst, der meiner Meinung nach einfach nur genial ist. Völlig ohne Plan fahren die beiden los und entdecken die verrücktesten Orte. Nicht von einem einzigen dieser Orte habe ich bisher auch nur gehört, da sie nicht die altbekannten Sehenswürdigkeiten besuchen, sondern zum Beispiel eine Nacht in einem total verrückten Hotel verbringen.

Auch die angedeutete Liebesgeschichte hat mir super gefallen. Denn mehr als das war sie eigentlich nicht. Hier geht es vordergründig erst einmal um Freundschaft und man bekommt nicht den Eindruck, dass hier ständig was dazwischen funkt. Klar, Jillians Gefühle spielen schon eine Rolle und werden nicht ignoriert und werden stellenweise zum Thema, aber es bleibt realistisch und nicht aufdringlich. Außerdem sind ihre Gefühle nachvollziehbar, nicht kitschig und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir ständig aufgedrängt wird, wie toll Josh ist. Das ist er zwar, aber das merkt man durch die Handlung einfach selbst.
Dabei mochte ich vor allem auch, dass es immer mal zu kleinen Streitereien kommt, aber dass daraus kein Drama gemacht wird, sondern zwei Sätze später schon wieder alles okay ist.

Der Antrieb für diesen Road Trip mag völlig an den Haaren herbeigezogen sein und hier und da schleiche sich ein bitterer Beigeschmack in die Geschichte ein, alles in allem hat mir dieser Trip durch einige Staaten Amerikas jedoch viel Spaß gemacht, was zum Großteil an einem tollen Team aus Charakteren lag und zum anderen an Julie Halperns Humor, der sich sowohl in den Charakteren als auch in den Schauplätzen widerspiegelt. Außerdem fand ich es super, wie der Titel sich in der Handlung des Buches wiederfindet. Julie Halpern mag sich nicht immer so verhalten, wie sie das als anständige Autorin tun sollte, schreiben kann sie meiner Meinung aber auf jeden Fall, auch wenn sie die Finger von ernsten Themen lassen sollte.