All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

The Forsaken

As an obedient orphan of the U.N.A. (the super-country that was once Mexico, the U.S., and Canada), Alenna learned at an early age to blend in and be quiet—having your parents taken by the police will do that to a girl. But Alenna can’t help but stand out when she fails a test that all sixteen-year-olds have to take: The test says she has a high capacity for brutal violence, and so she is sent to The Wheel, an island where all would-be criminals end up.

Auch wenn mich der Klappentext total angesprochen hat, habe ich meine Erwartungen an das Buch ziemlich weit runter geschraubt, denn wegen diesem absolut genialen Cover wollte ich es unbedingt mögen.
Gott sei Dank hat es mir dann tatsächlich auch bis auf eine Ausnahme total gut gefallen, so dass ich mich schon auf den zweiten Teil freue, vor dessen Cover ich jetzt schon Angst habe.

Im ganzen Buch gab es nur eine Sache die mir bitter aufgestoßen ist und das waren anfangs die Charaktere. Instalove wäre hier wirklich noch nett ausgedrückt und die Liebesgeschichte wird hier wirklich übertrieben dargestellt und wirkt einfach nicht realistisch. Allerdings erfährt man gegen Ende des Buches wiederrum Dinge, die dem ganzen wieder etwas mehr Sinn geben, so dass im Rückblick die Sache nicht mehr ganz so gestellt wirkt, wie noch während dem Lesen.
Allerdings sind die Charaktere an sich auch nicht immer der Knüller. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Lisa M. Stasse beim Schreiben selbst erst nach und nach warm mit ihnen wird und sie dadurch auch für den Leser erst mit der Zeit zu greifbaren Personen werden.

Sieht man aber mal davon ab, hatte das Buch so einiges, was mir richtig gut gefallen hat und das mich fesseln konnte.

Richtig gut gefallen hat mir vor allem, dass von Anfang an ziemlich detailliert beschrieben wird, was es mit der aktuellen Gesellschaft auf sich hat, wann und wie diese entstanden ist, ohne dass man dabei auf gewisse Ereignisse warten muss um erst nach und nach alles zu erfahren.
Aber eine solche Gesellschaft hat natürlich auch irgendwo immer ihre Geheimnisse und eine wirklich negative Seite, hinter die man erst nach und nach kommen kann und die Idee, die sich Lisa M. Stasse sich hier ausgedacht hat, fand ich total super und hat einige neue Details beinhaltet, über die ich bisher noch in keiner Dystopie gelesen hatte.

Damit verbunden ist natürlich die Insel, auf die die angeblich zur Kriminalität neigenden Jugendlichen geschickt werden und wo sie ein hartes Leben erwartet, ein ständiger Kampf ums Überleben.
Und genau diese Insel hat mich am meisten an diesem Buch beeindruckt, weil sie genau das bereit hielt, was mir richtig gut gefällt.
Zum einen ist die Geschichte durch und durch spannend, weil sich ein Ereignis ans andere reiht, in dem Alenna einer neuen Gefahr ausgesetzt ist. Man kommt so wie sie nie dazu sich einzuleben oder mal auszuruhen, denn Action gibt es immer und meist steht dabei das Leben auf dem Spiel.
Zusätzlich fand ich die Geschehnisse auf der Insel außerdem auch deshalb spannend, weil man ganz genau weiß, dass sie einige Geheimnisse trägt, hinter die man unbedingt kommen möchte. Schnell ist klar, dass die Regierung die Jugendlichen nicht aus den Gründen auf die Insel schickt, wie sie behauptet, sondern dass es da ganz andere gibt und genau diese möchte man natürlich herausfinden.

Lisa M. Stasse erfindet das Gerne sicher nicht neu und greift zu ein paar Dingen, die man auch schon in anderen Büchern gelesen hat, doch genau hier kommt ein weiterer Aspekt den ich an diesem Buch so mochte.
Nicht nur dass sie bekannte Dinge nochmal auf ihre Weise gelungen darstellt, sondern sie hat sich vor allem an denjenigen bedient, die ich so liebe. Zum einen wäre da dass die Insel von der Grundidee an die Arena aus The Hunger Games erinnert, in der es um den Kampf ums eigene Leben geht. Das war der Part, der mich in THG am meisten fasziniert hat und so gefiel es mir hier auch wieder total gut.
Außerdem hat mich The Forsaken mit seinen Science Fiction Elementen auch an The Maze Runner erinnert. Die Geheimnisse des Labyrinths waren genauso spannend herauszufinden, wie hier die der Insel. Und das ganz große Plus: Technische Wesen, die das eigene Leben bedrohen und gegen die man keine Chance zu haben scheint. Solche fand ich schon in The Maze Runner absolut genial und diese haben mich auch hier direkt bei der ersten Begegnung vom Hocker gerissen.

Hinzu kam noch eine weitere Sache, die für mich die Spannung noch angehoben hat: Man kann sich nie sicher sein, wen es als nächstes erwischt. Hier erwischt es so einige Jugendlichen und bei manchen hätte ich es wirklich nicht erwartet, dass es ausgerechnet sie trifft, weil ich den Eindruck hatte, dass sie eine zu wichtige Rolle spielen und noch weiter die Dinge beeinflussen müssten.

Lisa M. Stasse ist für meinen Geschmack eine super Dystopie gelungen. Die Reise auf diese geheimnisvolle Insel war für mich ein spannendes Abenteuer bei dem ich zwar anfangs Schwierigkeiten hatte, mich mit den Charakteren anzufreunden, aber das mich durch und durch faszinieren konnte. Sie greift genau zu den Dingen, die mir in anderen Dystopien schon so gut gefallen haben und macht ihre ganz eigene Geschichte, mit einer neuen interessanten Idee für die fiesen Absichten einer Gesellschaft, daraus. Außerdem brauchte es keinen fiesen Cliffhanger, damit ich am Ende gleich den nächsten Band in die Finger bekommen wollte.

Lieblingszitate:

“If you control your fear, then you keep your mind clear.”

“Because as long as you were alive, there was hope. That’s all people need in order to do amazing things. Hope is the great human motivator. It always has been.”

 

Du könntest das Buch mögen, wenn dir diese gefallen haben:
+ The Hunger Games (The Hunger Games #1) von Suzanne Collins
+ The Maze Runner (The Maze Runner #1) von James Dashner