All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Every You, Every Me

In this high school-set psychological tale, a tormented teen named Evan starts to discover a series of unnerving photographs—some of which feature him. Someone is stalking him . . . messing with him . . . threatening him. Worse, ever since his best friend Ariel has been gone, he’s been unable to sleep, spending night after night torturing himself for his role in her absence. And as crazy as it sounds, Evan’s starting to believe it’s Ariel that’s behind all of this, punishing him. But the more Evan starts to unravel the mystery, the more his paranoia and insomnia amplify, and the more he starts to unravel himself.

‘Every You, Every Me’ ist das vierte Buch das ich von David Levithan gelesen habe und jedes Mal wenn ich eines seiner Bücher in die Hand genommen habe, war ich aufs Neue ein klein wenig geschockt, was für Heftchen seine Bücher sind.
Auch bei diesem Buch war das wieder nicht anders bis auf einen Unterschied: bei all seinen bisherigen von mir gelesenen Büchern fand ich es total schade, dass sie so schnell vorbei sind und David Levithan einen nicht ein paar Stündchen länger mit seiner Schreibe fesselt. Doch bei diesem Buch war ich eigentlich ganz froh am Ende angekommen zu sein.

David Levithan hat mit ‘Every You, Every Me’ zusammen mit Jonathan Farmer eine wahnsinnig gute Idee umgesetzt, die mich auf Anhieb begeistert hat. Schon bei Miss Peregrine’s Home For Peculiar Children von Ransom Riggs fand ich die Idee eine Geschichte um Bilder zu spinnen super interessant, bei diesem hier wurde das ganze nochmal auf eine andere Art umgesetzt, nämlich dass Jonathan Farmer ihm nach und nach Bilder gab, ohne zu wissen, was David Levithan über die vorherigen geschrieben hat, wodurch auch gleichzeitig David Levithan nie wusste, was für ein Bild als nächstes kommt.
Dass dabei eine vollkommen stimmige Geschichte zusammen gekommen ist,  fasziniert mich jetzt noch.

So toll diese Idee auch war, was mir ein klein wenig Schwierigkeiten gemacht hat war die Geschichte selbst. Langweilig war sie nicht, stattdessen beschäftigt sie sich sogar mit einem Thema dass ich 1. bisher noch nicht in einem Contemporary Buch gelesen habe und 2.auch eines, das mir auf jeden Fall zugesagt hat.
Aber an der einen oder anderen Stelle sollte es wohl etwas mysteriöser werden. Man sollte sich Gedanken machen, wer hinter den Bildern steckt, die Evan findet und was es mit Ariel auf sich hat, was mit ihr passiert ist.
Aber all diese Sachen, die eher rätselhaft sein sollten, die einen an gewissen Personen hätten zweifeln lassen können, waren mir viel zu offensichtlich und ich hatte so schnell eine Ahnung was los war, so dass ich die Vermutungen der verschiedenen Charaktere in Bezug auf manche Dinge leicht nervig fand.

Dabei ist Evans Geschichte und seine Beziehung zu Ariel etwas, über das ich gerne noch weit mehr gelesen hätte. Ich hätte nur zu gerne noch einen tieferen Einblick in seine leicht verwirrte Gefühlswelt bekommen, die David Levithan hier so wunderbar wiedergibt, in dem einem immer wieder durchgestrichene Textstücke begegnen. Diese Selbstzweifel und das Vermissen dass ihn beherrschen, diese Sehnsucht die er empfindet, waren etwas, über das ich gerne gelesen habe und von dem ich gerne auf tieferer Ebene mehr gehabt hätte.

‘Every You, Every Me’ hat mir gut gefallen, aber so richtig umgehauen hat es mich trotz super Thema, tollen Charakteren und einer genialen Umsetzung leider doch nicht. Ich hatte es zwar schnell gelesen und David Levithans Schreibstil ließ sich auch trotz der vielen durchgestrichenen Sätze angenehm lesen, aber irgendwo hat so ein wenig der Reiz, das gewisse Etwas gefehlt um mich vollauf zu begeistern.

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