All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Wake

For seventeen-year-old Janie, getting sucked into other people’s dreams is getting old. Especially the falling dreams, the naked-but-nobody-notices dreams, and the sex-crazed dreams. Janie’s seen enough fantasy booty to last her a lifetime.
She can’t tell anybody about what she does they’d never believe her, or worse, they’d think she’s a freak. So Janie lives on the fringe, cursed with an ability she doesn’t want and can’t control.
Then she falls into a gruesome nightmare, one that chills her to the bone. For the first time, Janie is more than a witness to someone else’s twisted psyche. She is a participant.

Die Bücher von Lisa McMann laufen mir immer wieder über den weg und allesamt landen sie auf der Wunschliste und nie werden sie gelesen. Und dabei sind ihre Bücher doch auch eher dünne Heftchen, die man mal schnell an einem Abend gelesen hat.

Genau deshalb hatte ich jetzt auch endlich mal mit Wake zu einem ihrer Bücher gegriffen: weil ich etwas locker Leichtes für Zwischendurch brauchte, das man schnell gelesen hat und mit wenigen Seiten gut unterhalten kann.

Anfangs hatte ich allerdings meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Er ist schon sehr anders, ungewohnt und gewöhnungsbedürftig, so dass ich mir nicht sicher war, ob das mit der Reihe und mir was werden würde, auch wenn es solch kurze Geschichten sind. Bei 240 Seiten auf die Idee zu kommen eventuell abzubrechen ist doch irgendwie daneben.
Nach einer Weile hatte ich mich dann doch dran gewöhnt und gerade im Rückblick auf das ganze Buch ist der Schreibstil schon wirklich besonders. Besonders gut. In diesem Buch geht es von vorne bis hinten um Träume, viele Handlungsteile sind die Inhalte von Träumen und genau das spiegelt der Schreibstil wieder. Genau wie in einem Traum ist das große Ganze eher verschwommen, man bekommt nur wenig davon mit, erlebt nur das was direkt vor einem ist und sieht nur das, was man sehen will. Daher mangelt es der Geschichte sehr an Details, es gibt selten bildliche Beschreibungen der Umgebung. Stattdessen lebt das ganze Buch fast nur durch Gespräche und kleine Handlungsabschnitte, die durch viele Zeitsprünge verbunden sind.
Im Nachhinein finde ich genau das wirklich super und werde die anderen beiden Bücher auch ganz bald lesen um nicht wieder aus dem Stil heraus zu kommen und mich vom Neuen dran gewöhnen zu müssen.

Auch die Idee der Geschichte fand ich super. Die ganze Sache mit den Träumen, die für Janie eine starke Belastung ist, war spannend zu verfolgen. Hinzu kommt dann noch eine Liebesgeschichte, die in genau dem richtigen Maß das Buch hier und da ein bisschen schöner macht, aber nicht aufdringlich ist und vor allem eine realistische Entwicklung durchmacht.
Und dann schlägt die Story auch noch einen Weg ein, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte (was wohl daran liegt, dass es schon sehr lange her ist, dass ich den Klappentext gelesen habe). So ein klein wenig mysteriös wird es, Janie lernt neue Dinge in Bezug auf ihre Gabe und diese kommt sogar mal auf gute Weise zum Einsatz.

Wake ist ein netter Zeitvertreib für zwischendurch, der mir anfangs kleine Schwierigkeiten bereitet hat, der mich aber soweit begeistern konnte, dass ich auf jeden Fall auch die anderen zwei Bücher der Reihe lesen möchte. Ein sonderbarer Schreibstil, eine interessante Geschichte und tolle Charaktere, die man nach und nach durch ihre Träume näher kennen lernen darf, ergeben zusammen ein Paket, das für ein paar wenige Stunden gut unterhalten kann.