All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

A Clash of Kings

A comet the color of blood and flame cuts across the sky. And from the ancient citadel of Dragonstone to the forbidding shores of Winterfell, chaos reigns. Six factions struggle for control of a divided land and the Iron Throne of the Seven Kingdoms, preparing to stake their claims through tempest, turmoil, and war. It is a tale in which brother plots against brother and the dead rise to walk in the night. Here a princess masquerades as an orphan boy; a knight of the mind prepares a poison for a treacherous sorceress; and wild men descend from the Mountains of the Moon to ravage the countryside. Against a backdrop of incest and fratricide, alchemy and murder, victory may go to the men and women possessed of the coldest steel…and the coldest hearts. For when kings clash, the whole land trembles.

Ich weiß nicht wie George R.R. Martin es macht. Aus irgendeinem Grund kann ich zu seinen Büchern greifen, fange an zu lesen und würde am liebsten gar nicht mehr damit aufhören. Und dabei gibt es so verdammt viele Dinge die eigentlich alle dafür sprechen, dieses Buch nicht zu mögen, geschweige denn es so zu verschlingen, wo es doch so ein fetter Schinken mit winzig kleiner Schrift ist, der so schwere Kost beinhaltet.

Politik und Krieg und das in einer Welt von Königen, Vergewaltigungen und mystischen Wesen wie Drachen und Riesen, sind etwas, dass mich lange Zeit davon abgehalten hat, die Bücher der Song of Ice and Fire Reihe zu lesen. Überraschenderweise kam ich dann im ersten Buch aber trotzdem super damit klar. Doch im zweiten Buch gab es doch einen kleinen Dämpfer. Die vielen Kapitel die sich nur mit dem Krieg beschäftigen, die mit allerhand Details schildern, wer wen wo angreifen wird/es gerade tut, waren doch etwas ermüdend, teilweise anstrengend und konnten nicht so richtig mein Interesse wecken. Am Ende kommt es zu ein paar wirklich spannenden Abschnitten darüber, aber im Großteil des Buches hätte ich mir in Bezug darauf doch ein klein wenig mehr Action gewünscht.

Am schlimmsten am ganzen Buch fand ich allerdings damit zusammenhängend den Abschnitt, in dem es zu Kämpfen zwischen den Menschen auf einer Menge Schiffe kommt. Bisher hatte ich Gott sei Dank kein Problem damit, mit den Namen der wichtigsten Charaktere klarzukommen und diese zuzuordnen, sprich auf welcher Seite sie im Krieg stehen. Doch hier werden einem dann plötzlich auch noch die Namen von Schiffen um die Ohren geknallt, so dass ich zum ersten Mal wirklich richtig verwirrt war und mehrere Seiten gelesen habe ohne dass ich eigentlich verstanden habe, was gerade passiert.

Mal abgesehen davon waren meine Lieblingscharaktere mal wieder voll in ihrem Element und ich habe auf jedes Kapitel über sie hin gefiebert.
Gott sei Dank sind viele der Erzählperspektiven aus dem ersten Buch beigeblieben und nur ein paar neue (von der mich keine sonderlich interessiert hat) mussten ein paar alte ersetzen.
Überrascht war ich auch, wie gut ich von Anfang wieder rein kam und noch genau wusste, wer welcher dieser Personen ist. Durch gewisse Handlungen wurde das für mich immer gleich auf Anhieb durch nur wenige Sätze direkt am Anfang des Kapitels klar.

Super hat mir auch gefallen, dass die Handlung haargenau an dem Moment ansetzt, wo sie im ersten Buch aufgehört hat und so auch gleich mit der Geschwindigkeit und der Spannung weitermacht, die am Ende des ersten Buches nie wirklich abgeklungen ist.

George R.R. Martin hat mich sonderbarerweise schon wieder begeistert können, wenn auch ein bisschen weniger als mit seinem ersten Buch. Trotz ständiger detaillierter Beschreibungen von Essen und Trinken, einem weniger ansprechendem Thema und teilweise auch ein paar unnötigen, heftigen Nebenhandlungen, wie eine 50-fache Vergewaltigung mit anschließender Schwangerschaft eines jungen Mädchens, so war ich trotzdem aus mir unerklärlichen Gründen durch und durch ans Buch gefesselt. Die tollen alten Charaktere hielten ein aufregendes Wiedersehen bereit und auch bei diesem Ende durfte man wieder bangen: wer wird es wohl ins nächste Buch schaffen und wer auf immer in diesem begraben sein?

Lieblingszitate:

“Fear cuts deeper that swords.”

“When we speak of the morrow nothing is ever certain.”