Death Watch

They say the dead should rest in peace. Not all the dead agree.One night, Silas Umber’s father Amos doesn’t come home from work. Devastated, Silas learns that his father was no mere mortician but an Undertaker, charged with bringing The Peace to the dead trapped in the Shadowlands, the states of limbo binding spirits to earth. With Amos gone, Silas and his mother have no choice but to return to Lichport, the crumbling seaside town where Silas was born, and move in with Amos’s brother, Charles.
Even as Silas eagerly explores his father’s town and its many abandoned streets and overgrown cemeteries, he grows increasingly wary of his uncle. There is something not quite right going on in Charles Umber’s ornate, museum-like house—something, Silas is sure, that is connected to his father’s disappearance. When Silas’s search leads him to his father’s old office, he comes across a powerful artifact: the Death Watch, a four hundred year old Hadean clock that allows the owner to see the dead.

Ari Berks ‘Death Watch’ wollte ich im Oktober lesen, weil ich passend zu Halloween düstere, gruselige Bücher lesen wollte. Bücher die unter die Haut gehen, die mich mit ihrer Geschichte packen und Gänsehaut verursachen.
The Death Watch hat mich zwar auch schwer begeistert, gefesselt und ist mir unter die Haut gegangen, aber auf ganz andere Art und Weise als ich es erwartet hatte.

Die Geschichte hinter Death Watch ist keine, die vor Spannung platzt, keine Geschichte, in der ihre Protagonisten ständig in Lebensgefahr geraten, fürchterliche, grausame Dinge erleben, die selbst dem Leser Angst machen, oder irgendeinen anderen Nervenkitzel erleben, bei dem die Zeit zu rennen scheint, bei dem man die Uhr ständig ganz laut ticken hört.
Stattdessen bleibt hier die Zeit geradezu stehen. Death Watch ist eine sehr langsame Geschichte, auch wenn sie sich über einen sehr langen Zeitraum erstreckt. Ganz langsam, mit viel Gefühl, begleitet man Silas auf seinem Weg, hinter das Geheimnis seines Vaters zu kommen und sein Verschwinden aufzudecken.
Gerade dieses langsame Vorankommen hatte mich schon in The Monstrumologist von Rick Yancey auf faszinierende Art und Weise begeistert.

Und dabei gibt es so viel zu entdecken, dass es trotz fehlender Spannung einfach nie langweilig für mich wurde.
Ari Berk hat eine sehr detailreiche Welt geschaffen, seine Idee der Death Watch ist so umfangreich, dass die über 500 Seiten wirklich nötig sind, um nach und nach das Wissen darüber zu vermitteln und zusätzlich noch ein paar Nebenhandlungen einzubauen. Nicht eine Seite habe ich als zu viel empfunden und ich habe jedes Detail, das Silas neu entdeckt, geradezu aufgesogen.
Ari Berks Idee ist sicher weder neu, noch besonders ausgefallen, jedoch die Ausarbeitung davon für meinen Geschmack einfach nur perfekt.

Dass diese Geschichte kaum Spannung enthält und eher langsam erscheint, muss meiner Meinung aber auch genau so sein, weil sie so auf gewisse Weise das Thema das ganzen Buches perfekt vermittelt:
Von der ersten bis zur letzten Seite dreht es sich immer und immer wieder um den Verlust geliebter Menschen, ob durch den Tod, oder wie in Silas Fall, durch das Verschwinden seines Vaters.
Ari Berk hat sich auf eine wirklich besondere Art diesem Thema gewidmet und kann jemandem, der selbst einen geliebten Menschen verloren hat, ganz bestimm ein wenig Hoffnung und Mut geben, mit dem, was er mit dieser Geschichte vermittelt.
Da das Thema selbst eine gewisse Schwere mit sich bringt passt da also sehr gut, dass die ganze Geschichte leicht drückend ist und nur langsam voran kommt.

Hinzu kommt dass die ganze Geschichte sich irgendwie alt anfühlt. In Gedanken befand sich Silas für mich immer gerne mal 100 Jahre von uns entfernt, weil das ganze Geschehen und vor allem auch der Handlungsort vermittelt, als befände man sich gar nicht im Heute. Und gerade das hat mir unheimlich gut gefallen. Dass man einerseits eine moderne Geschichte hat, aber trotzdem immer wieder in die Vergangenheit zurück versetzt wird, was sich wunderbar mit den Ereignissen verbinden lässt, da Silas viel über die Vergangenheit des Ortes und dessen Anwohner, insbesondere auch seiner Verwandtschaft erfährt.

Damit verbunden kommt eine weitere Sache, die mir super gefallen hat, mich gleichzeitig teilweise aber auch gestört hat: Silas liest sehr viele alte Schriften und davon sind Abschnitte immer mal wieder in die Geschichte eingebunden und abgedruckt und um es besonders authentisch zu machen, sind diese in alten Schriften gedruckt. So etwas mag ich wirklich gerne. Der Nachteil war jedoch, dass ich mich für die hier ausgewählten Fonts und deren Größe manchmal ganz schön anstrengen musste, diese Teile zu lesen.

Allgemein ist die Aufmachung des ganzen Buches rundum gelungen. Eine Karte des Ortes zieren die Innenseiten der Buchrücken und auch die Kapitel sind mit super schönen Überschriften bestückt.

Für alle die, die keine Lust auf eine weitere Reihe haben: Death Watch ist auf jeden Fall trotzdem einen Blick wert, denn die Geschichte ist an sich abgeschlossen und nur wer so begeistert vom Inhalt ist wie ich, will anschließend gleich das zweite Buch lesen, welches ansonsten absolut nicht nötig ist.
Ari Berk hat mich vollauf begeistert, wie er mit dem Thema des Verlusts eines Menschen umgeht. Auf eine leichte, sanfte Art und Weise greift er das Thema auf und bietet einem mit ein wenig Fantasy und der Idee der Death Watch eine wunderbare Sichtweise darauf und lässt einen nochmal über die eine oder andere Sache in Bezug darauf nachdenken. Mit Silas hat er einen wunderbaren Protagonisten geschaffen, den man schnell ins Herz schließt und mit dem man zusammen ein paar wunderbare Lesestunden verbringt und viele Sachen im kleinen Örtchen Lichport entdeckt.

Lieblingszitate:

“Quiet was safer. […] Who knew what might happen when you said something awful to someone else? It was hard to take some words back. Some words stuck and you couldn’t shake them off. Silence was better than those kinds of words.”

“Old pain was heavy in the heart, hart to move.”

“I am a book also, words and thoughts and stories held together by flesh. We open and close ourselves to the world. We are read by others or put away by them. We wait to be seen, sitting quietly on shelves for someone to bother having a look inside us.”

“Life flies away, as does the hour.”

“How it never stops. How the pain of missing people never stops. When you burn a finger in a fire, it hurts, but it only hurts one way because you know what caused the pain and why the pain is there, and you know that it will settle, in a bit. But heart pain has facets, Silas. A thousand different sides, sharp and hard; most of them you don’t even know they exist, even when you’re looking straight at them. When someone leaves, or dies, or doesn’t love you in return, well, you may think you know why your heart hurts. But wrapped in there are a hundred kinds of fear all tangled in a knot you can’t untie. Nobody wants to be alone. We all fear being left alone, being left behind.”

“But you must learn to see death as something more than loss, more than absence, more than silence. You must learn to make mourning into memory. For once a person takes leave of his life, that life becomes so much more a part of ours. In death, they come to be on our keeping. The dead find their rest within us. Thus, in remembrance, wer are never alone.”

Du könntest das Buch mögen, wenn dir diese gefallen haben:
+
 The Monstrumologist von Rick Yancey (Der Monstrumologe) 


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