All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Mockingbird

Inhalt:

Miriam is trying. Really, she is.
But this whole “settling down thing” that Louis has going for her just isn’t working out. She lives on Long Beach Island all year around. Her home is a run-down double-wide trailer. She works at a grocery store as a check-out girl. And her relationship with Louis–who’s on the road half the time in his truck–is subject to the piss and vinegar Miriam brings to everything she does.
It just isn’t going well. Still, she’s keeping her psychic ability–to see when and how someone is going to die just by touching them–in check. But even that feels wrong somehow. Like she’s keeping a tornado stoppered up in a tiny bottle.
Then comes one bad day that turns it all on her ear.

Meine Meinung:

Ich bin immer noch richtig froh darüber, dass ich irgendwann mal durch Zufall über das super Cover zu Blackbirds gestolpert bin, dachte dass es ein super Jugendbuch sein könnte und nicht lange mit dem Kaufen gefackelt habe. Denn anders wäre ich vielleicht nie auf Chuck Wendig und seine genialen Bücher aufmerksam geworden.

Blackbirds hat mich mit seiner düsteren, brutalen Geschichte noch schwer überrascht, bei Mockingbird war ich dieses Mal auf die vielen ‘Fucks!’ und ähnliche Ausdrücke bestens vorbereitet bzw. habe mich schon wieder richtig darauf gefreut Miriam Black wieder zu begegnen und sie auf ihrem nächsten knallharten ‘Abenteuer’ zu begleiten.

Viel Gefluche, Mord und Totschlag, Serienkiller, eine übellaunige, eher unsympathische und dauerfluchende Protagonistin und der Mangel an liebenswerten Menschen die man auf längere Zeit ins Herz schließen kann, sind die Dinge, die die Miriam Black Reihe ausmachen, die es hier wieder in Mengen geboten gibt und die mich vor allem wieder genauso gefesselt und begeistert haben wie schon im ersten Band.

Vor allem Miriam ist ein Charakter ganz nach meinem Geschmack. Ihr sollte man sich besser nicht in den Weg stellen und auch am besten gar nicht versuchen ihr näher zu kommen, denn dadurch stellt man nur sein eigenes Leben aufs Spiel und wird am Ende nur verletzt, egal ob am Körper oder nur in einem drin, am Herzen, den Gefühlen.
Eigentlich stellt sie eine Person dar, um die man wohl einen großen Bogen machen würde, sollte man ihr je im realen Leben begegnen. Aber auch im zweiten Band erfährt man wieder ein paar Dinge aus ihrer Vergangenheit und kann ziemlich schnell nachvollziehen, wieso sie so ist, wie sie ist. Ein unsympathisches Mädchen, das gegen alles etwas entgegenzusetzen hat, der nie ein freundliches Wort über die Lippen kommt, und trotzdem mag ich sie total.

Außerdem mochte ich hier auch wieder die Mischung sowohl an verschiedenen Genres als auch an Gefühlen, die die Geschichte mit sich bringt.
Miriams paranormale Gabe ist auch hier wieder mehr der Mittel zum Zweck, der gewisse Ereignisse auslöst, im Großen und Ganzen hat man es aber auch wieder mit einem Thriller zu tun. Denn auch wenn man denkt, Miriam Black interessiert sich nur für sich selbst, so nutzt sie doch auch ihre Gabe und macht es sich wieder zur Aufgabe, das Leben mancher Menschen zu retten. Dass sie dabei wieder allerhand grausamer Leute begegnet, die vor nichts zurück schrecken, bringen dann noch die Aspekte mit sich, die jeder gute Dark Fiction Roman verspricht.

Ein kleines Extra dass mir außerdem super gut gefällt: die Vögel, die nicht nur im Titel und im Cover zu finden sind, sondern auch eine bedeutende Rolle im Buch spielen. Ich bin jetzt schon gespannt darauf, welcher Vogel wohl das dritte Buch ausmachen wird.

Chuck Wendig hat mich mit diesem blutspritzenden, knallharten Buch wieder begeistert, so dass ich es gar nicht erwarten kann zu einem seiner anderen Bücher zu greifen. Miriam Black lebt ihr Leben mal wieder am Limit, läuft allerhand Killern und üblen Leuten über den weg und muss so einiges einstecken, teilt aber auch wieder genauso hart aus, wie sie das schon in Blackbirds getan hat, egal ob mit Worten oder ihren Händen.

Lieblingszitate:

“Whatever. Fuck it. Fuck it all to hell.”

“People don’t change, Uncle Jack. They just put a new face on old problems.”

“Each song of an album, each page of a book, every panel of every comic, they’re all doorways, little escape hatches where Miriam can flee the sad shadows of this life.”

Weitere Rezensionen:
+ Blackbirds (Miriam Black #1) von Chuck Wendig