All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Soulstice

Inhalt:

Six month…
Since Reggie first discovered the existence of the Vours in a tattered journal. Since she learned to overcome her fear and destroyed a Vour to save Henry.
Now as the summer solstice approaches, the Vours still haunt Reggie, but only in her dreams – until one night, when an unexpected visitor turns her nightmares into reality.

Meine Meinung:

Wow. Ich hätte es nicht gedacht, aber mir hat Soulstice tatsächlich nochmal einen Ticken besser gefallen als The Devouring, das erste Buch in der Trilogie. Und das war schon top.

Der Vorteil am zweiten Buch ist, dass man nun über die Vours Bescheid weiß und es direkt zu Beginn des Buches schon wieder spannend los geht. Durch einen Zeitsprung von einem halben Jahr zu den Ereignissen aus dem ersten Buch muss man sich nicht mit einer langen Vorbereitung auf das nächste große Abenteuer, das nächste Grauen rumschlagen, sondern kann wird gleich auf Anhieb ins Getummel gedrängelt und erlebt von der ersten bis zur letzten Seite jede Menge Spannendes.

Reggie, ihr Bruder Henry und ihr bester Freund Aaron leiden auch jetzt noch unter den vergangenen Ereignissen und ich fand es klasse darüber zu lesen, wie sie versuchen damit umzugehen wobei sie gleichzeitig ihre Probleme vor ihren Eltern verstecken müssen und niemand haben, mit dem sie über die Dinge reden können. Ich mag es, wie die Charaktere von den Ereignissen gezeichnet sind und sich dadurch alle unterschiedlich entwickelt haben.

Besonders gut gefällt mir auch, dass Simon Holt hier keine schnulzige Liebesgeschichte einbaut. Zwar gab es in der Richtung etwas im ersten Teil, aber lange nicht so, wie man sie heute viel zu oft in Jugendbüchern erlebt.
Stattdessen geht es hier um Freundschaft und Familie. Die Beziehung zwischen Aaron und Reggie ist genau das, was man in einem guten Buch gerne sieht. Beide gehören sie zu der eher unbeliebteren Sorte an Schülern und haben kaum bis keine anderen Freunde. Dadurch stellen sie wieder diesen typischen Außenseiter-Charakter da, den ich so sehr mag. Vor allem auch Aarons Leidenschaft zB. für Serienkiller macht ihn zu einem Nerd, genau nach meinem Geschmack.
Aber auch das Verhältnis zwischen Reggie und ihrem kleinen Bruder Henry ist einfach nur bezaubernd und der kleine Henry löst bei mir immer wieder diese ‘aaaaaaaw’-Momente aus.
Ich mag dass SImon Holt sich viel auf dieses Miteinander konzentriert und ein paar tolle Beziehungen geschaffen hat.

Auch der Gruselfaktor konnte mich wieder überzeugen. Die Vours sind ein super gelungenes Thema. Zwar hat es auch SImon Holt noch nicht geschafft bei mir Gänsehaut zu verursachen, aber das hat bisher ja leider noch kein Autor. Dafür mochte ich aber sehr, welche Richtung die Geschichte dieses Mal eingeschlagen hat und dass es wieder mehrere Besuche des Fearscapes verschiedener Personen gibt, da ich gerade das als sehr geniale Idee empfinde. Außerdem lernt man doch auch noch ein wenig mehr über die Vours und darf sich so auf eine Menge spannende Seiten einstellen.

Simon Holt konnte mich mit dem zweiten Buch der Trilogie über die Vours noch mehr überzeugen, als schon mit seinem ersten. Wo das erste Buch noch als abgeschlossene Geschichte dastehen konnte, behält dieser Band ein eher fieses Ende bereit, so dass man gleich den dritten Band lesen möchte. Simon Holt hat tolle Charaktere geschaffen, deren Entwicklung eine rundum realistische Richtung eingeschlagen hat und deren Miteinander einfach Spaß macht, zu lesen.