All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

The Mad Scientist’s Daughter

There’s never been anyone – or anything – quite like Finn.
He looks, and acts human, though he has no desire to be. He was programmed to assist his owners, and performs his duties to perfection. A billion-dollar construct, his primary task is to tutor Cat.
When the government grants rights to the ever-increasing robot population, however, Finn struggles to find his place in the world.

Anmerkung: Ich habe das Buch nicht komplett gelesen, nur etwa bis zur Hälfte. Ich war wirklich gespannt auf das Buch und wollte es mögen, aber es war wohl einfach nichts für mich. Dabei ist das Cover so toll und auch die Inhaltsangabe klang nach einer Geschichte genau nach meinem Geschmack. Ich dachte die Geschichte wäre ganz anders. Selbst wenn der Titel schon vermittelt dass es hier um die Tochter geht, hatte ich doch gedacht, dass es weit mehr auch um den Jungen geht. Dass er viel mehr darin vor kommen würde, als er es dann tat. Außerdem war die Rolle die er dann in ihrem Leben spielt etwas unerwartet und absolut nicht das, was ich erwartet hatte.

Das Buch fängt wirklich super an und während ich den Anfang am lesen war, war ich der Meinung, es könnte eine super Geschichte werden. Man lernt Cat als kleines Kind kennen und verfolgt wie sie selbst Finn zum ersten Mal begegnet. Es ist einfach nur süß, was für einen Eindruck sie anfangs von ihm hat und wie sie auf ihn reagiert und ganz langsam nach und nach einen Freund in ihm sieht.
Danach brauchte es aber nicht lange bis die Geschichte für mich ganz steil bergab ging und ich sie nicht mehr mochte.

Die Story geht über einen extrem großen Zeitraum, sie fängt mit Cat als Kind an und an der Stelle, an der ich abgebrochen hatte, war sie schon 28 Jahre alt. Dadurch gibt es sehr viele Kapitel die mit einem ‘3 Jahre später’ oder Ähnlichem beginnen. Dadurch hatte ich das Gefühl, Cat nicht wirklich kennen zu lernen. Es fühlte sich mehr an, als würde ich einen Film im Schnelldurchlauf gucken, ohne dabei viele Details aufnehmen zu können und die die man mitbekommt, waren leider nicht wirklich interessant.
Und in all dem ist nicht wirklich viel über Finn. Er taucht immer mal wieder auf, wenn sie ihn gerade vermisst oder seine Hilfe braucht.

Dabei dachte ich eigentlich, dass sich die ganze Geschichte um ihn drehen würde, was vielleicht später auch noch mehr der Fall ist, mir in der ersten Hälfte aber absolut nicht ausgereicht hat. Er ist nur eine Maschine, aber trotzdem deutete die Inhaltsangabe meiner Meinung darauf hin, dass man erfährt, wie es für ihn ist, wie die Leute auf ihn reagieren. Stattdessen dreht sich aber alles nur um Cat, wie sie damit umgehen muss, dass er nur eine Maschine ist und nicht wie sie es gern hätte, eine richtige Person. Und dazu kommt auch das ganz große Problem: Ich konnte sie einfach nicht nachvollziehen, ich konnte ihre Gefühle nicht verstehen. Für mich fühlte sich alles einfach nur falsch und seltsam an. Und plötzlich schlägt die Geschichte eine Richtung ein, die mich doch ein wenig schockiert und große Augen machen lassen hat.

SPOILER (anklicken zum Lesen): ˙uǝqɐɥ nz xǝS ɯɥı ʇıɯ ɯn ‘uǝɹǝıpuɐɯɯoʞ nz ıǝqɹǝɥ lɐɯ ɹǝpǝıʍ ɹǝɯɯı pun uǝzʇnunzsnɐ puǝɥǝƃƃıʇɥɔıɹ uɥı uɐ lɐM uǝʇsɹǝ ɯǝsǝıp ɥɔɐu ʇƃuäɟ pun ɯɥı ʇıɯ xǝS ǝıs ʇɐɥ uuɐʍpuǝƃɹI

Allgemein wirkte das Ganze auf mich auch etwas emotionslos. Es kommt zu einem Ereignis, das eigentlich sehr traurig sein sollte, was bei mir aber absolut nicht ankam und stattdessen ist alles eher flach, es werden keine Gefühle vermittelt.

Hinzu kommt noch, dass ich etwas verwirrt war, über die Welt in der das ganze Spielt. Dass das Ganze in der Zukunft spielt wird immer wieder durch ein paar Kleinigkeiten angedeutet. Aber es gibt überhaupt keine Details. Zum Beispiel nutz Cat ein Gerät, mit irgendeiner neuen Bezeichnung, aber was das ist, außer dass es einem Smartphone gleich kommt, erfährt man zum Beispiel nicht wirklich. Auch wird irgendein wichtigeres Ereignis angedeutet, über welches man nichts weiter erfährt. Kann zwar sein, dass auch dazu noch mehr in der zweiten Hälfte kommt, aber ich persönlich bevorzuge es, ein paar Details darüber zu wissen, wo ich mich eigentlich gerade befinde mit der Geschichte.

Die Idee hinter der Geschichte war wirklich super. Cat ist ein ziemlich kaputter Charakter, beeinflusst dadurch wie sie aufwuchs, was man sehr stark an ihrem Verhalten merkt. Allerdings hätte ich mir einen sehr viel tieferen Blick in sie hinein gewünscht, um besser zu verstehen, wieso sie so ist, wie sie ist. Dadurch dass ich das nicht konnte, mochte ich sie nicht, was wiederum zur Folge hatte, dass ich die Geschichte einfach nur als langweilig empfunden habe. Ich wünschte Cassandra hätte sich mehr auf eine engere Zeitspanne von Cats Leben konzentriert und dadurch einen besseren Einblick in deren Gefühlswelt gegeben.