All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Passenger

Inhalt:

Best friends Jack and Conner can’t stay away from Marbury. It’s partly because of their obsession with this alternate world and the unresolved war that still wages there. But it’s also because forces in Marbury—including the darkest of the dark, who were not revealed in The Marbury Lens—are beckoning the boys back in order to save their friends . . . and themselves.
The boys try to destroy the lens that transports them to Marbury. But that dark world is not so easily reckoned with. Reality and fantasy, good and evil—Andrew Smith’s masterpiece closes the loop that began withThe Marbury Lens. But is it really closed? Can it ever be?

Meine Meinung:

Passenger gehörte zu einem der Bücher, auf die ich mich am meisten in 2012 freute und daher sehr große Erwartungen hatte, die Gott sei Dank auch erfüllt wurden. Trotzdem weiß ich nicht wirklich was ich über das Buch sagen soll, was ich daran jetzt eigentlich so toll fand und wie ich dazu eine Rezension schreiben soll in der mehr steht als: Kauf das verdammte Buch!

Passenger war irgendwie sehr anders als The Marbury Lens. Im ersten Buch der Reihe hat sich noch viel mehr auf Jacks richtiges Leben konzentriert, wie sich Marbury in sein Leben stielt, dieses beeinflusst und Probleme verursacht. Außerdem auch, wie er mit seiner Entführung umgeht, einer ersten Freundin und dem Drang danach, nach Marbury zurück zu kehren.
Aber in Passenger geht es zu 99% nur noch um Marbury selbst, Jack und seine Freunde halten sich nur noch an verschiedenen Orten und in verschiedenen Zeiten von Marbury auf. Und genau das mochte ich wirklich, auch wenn mir auf der anderen Seite das Privatleben von Jack etwas gefehlt hat, so werden seine alltäglichen Probleme trotzdem auch in Marbury sichtbar. Außerdem wurde die Geschichte dadurch noch abgefahrenen, verwirrender und verrückter als die im erste Buch. Genau wie Jack hatte ich die ganze Zeit absolut keine Ahnung was eigentlich los ist und selbst nach Beenden des Buches bin ich wohl nicht viel schlauer als vor dem Lesen, bis auf eine Sache, die diese Geschichte ganz klar vermittelt: Leg dich nicht mit Marbury an.

Jack ist dazu ein wirklich ungewöhnlicher Charakter und nicht wirklich liebenswert. Genau so wirkt er aber echt, denn er handelt genau so, wie ich es von einem Kerl in seinem Alter mit den Erfahrungen die er gemacht hat, erwarten würde. Selbst wenn ich ihn die meiste Zeit nicht wirklich mochte, so hat mir das hier einfach nichts ausgemacht, weil es richtig so war und passt.

Passenger ist genauso wie The Marbury Lens eine sehr düstere Geschichte. Jack und seine Freunde erleben ein paar abgefahrene Sachen und treffen Leute, denen ich lieber nicht über den Weg laufen wollen würde.
Aber ich liebe die von Andrew Smith geschaffene Welt, ganz besonders die Idee hinter der Marbury Lens und das damit verbundene Reisen zwischen verschiedenen Welten und Zeiten, selbst wenn die Brille sie in ein paar wirklich beschissene Welten transportiert.

Ich denke Passenger und The Marbury Lens sind beides sehr spezielle Bücher. Bücher, bei denen man wirklich wissen sollte, worauf man sich einlässt und bei denen man sich auf eine düstere Geschichte einstellen muss, denn diese ist sicher nicht für jeden was. Man muss wirklich düstere und grausame Welten mögen, etwas brutalere Handlungen, viel Gewalt und Gefluche (jede Seite ohne ein ‘Fuck you Jack’ fühlte sich schon fast komisch an^^) und insbesondere eher unsympathische Charaktere. Und genau das ist etwas, das ich mag und gerne lese, weil es so anders ist. Ich liebe, wie chaotisch hier alles ist, dass irgendwie alles keinen Sinn zu machen scheint, aber wenn man doch mal einen tieferen Blick hinein wirft, macht es doch auf wirre Weise Sinn. Und selbst wenn es das nicht tat, liebe ich es verwirrt zu werden, vor allem dann, wenn ich dadurch die Charaktere so gut nachvollziehen kann.
Auf der einen Seite habe ich zwar Jacks reales Leben ein Bisschen vermisst, auf der einen Seite mochte ich aber auch, dass man so viel mehr über Marbury erfährt und noch mehr in dieses irren Sog gezogen wird. Ich kann es kaum erwarten, noch viel mehr in einem dritten Buch darüber zu lesen.

Weitere Rezensionen:
+ The Marbury Lens (Marbury Lens #1) von Andrew Smith