All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Just One Day

Inhalt:

When sheltered American good girl Allyson “LuLu” Healey first meets laid-back Dutch actor Willem De Ruiter at an underground performance of Twelfth Night in England, there’s an undeniable spark. After just one day together, that spark bursts into a flame, or so it seems to Allyson, until the following morning, when she wakes up after a whirlwind day in Paris to discover that Willem has left. Over the next year, Allyson embarks on a journey to come to terms with the narrow confines of her life, and through Shakespeare, travel, and a quest for her almost-true-love, to break free of those confines.

Meine Meinung:

Just One Day ist eines der Bücher die mir bei Lesen gleichzeitig total viel Spaß bereiten, bei denen ich mich teilweise fühle, als würde ich die Charaktere auf ihrer Reise begleiten und die mich andererseits aber auch auf eine gewisse Weise deprimieren, weil ich eben wirklich gerne dabei wäre, wirklich das erleben möchte, was die Charaktere gerade tun und in mir mal wieder den Wunsch auslösen, auf der Stelle ins Auto zu steigen und einfach loszufahren. Und doch muss ich auf der Couch sitzen bleiben und den Charakteren weiter dabei zusehen, wie sie eine wunderschöne Reise erleben.

Und die Reise, auf die man sich mit Just One Day begibt ist meiner Meinung nach eine ganz Besondere.
Bei den Handlungsorten fängt es schon an: Anfangen tut die Geschichte in London und schon bin ich wieder gedanklich selbst in dieser Stadt, die mich schon bei zwei Besuchen sehr begeistert hat. Und schnell darauf folgt Paris, wo ich selbst auch schon einen Tag verbringen durfte. Und schließlich folgt auch noch Amsterdam, eine Stadt, der ich selbst gerne nochmal einen Besuch abstatten würde.
Doch das besondere an dieser Geschichte ist, dass man diese Orte nicht auf die gewöhnliche Art und Weise besucht und erkundet, wie es für Touristen so üblich ist, wie man es wahrscheinlich selbst getan hat. Stattdessen lernt man ganz andere spontan entdeckte Seiten dieser Städte kennen, die diesen nochmal einen ganz besonderen Scharm verpassen, fernab von den üblichen Sehenswürdigkeiten.

Diese Spontanität, mit der die Charaktere hier durchs Leben gehen hat mir super gut gefallen und bringt richtig viel Spaß mit sich, da man selbst von Städten, die man selbst schon bereist hat, so noch viele neue Ecke und Kanten entdecken kann.

Die Handlung zu Beginn wirkte auf mich einfach nur spontan, aufregend und mitreißend. Allerdings gibt es für meinen Geschmack viel zu früh einen ziemlich krassen Umschwung, von dem ich erst einmal befürchtet hatte, dass ich das Buch nach so einem tollen Start nicht mehr mögen würde.
Dann ergibt sich aber doch noch eine ziemlich schöne Entwicklung und im restlichen Teil mochte ich vor allem, wie Allyson anhand der Geschehnisse wächst und sich entwickelt, zu sehen, wie diese sie selbst und ihr Leben beeinflussen. Außerdem kommt das Ende einer ziemlichen Schnitzeljagd gleich, bei der ich richtiggehend aufs Ende hin gefiebert habe.

Was die Charaktere angeht, bin ich mal wieder sehr begeistert gewesen, wie greifbar und real Gayle Forman diese geschaffen hat. Sie waren mir schnell sympathisch und ich konnte mich ganz ohne Probleme in sie hineinversetzen. Dabei sind sie beiden nicht mal wirklich sympathisch, beide haben ihre Macken und gerade Allyson kann mit ihrer Art stellenweise etwas nerven. Aber es machte trotzdem Spaß über sie zu lesen, weil sie mit dieser Art eben realistisch rüber kam.
Dabei fand ich besonders interessant, wie man Willem nur durch Allyson kennen lernt und durch ihre Meinung beeinflusst wird. Man sieht ihn nur durch ihre Augen und nur in den Moment, die er mit ihr verbringt.

Genau dadurch wollte ich nach beenden des Buches auch am liebsten auf der Stelle ‘Just One Year’ lesen. Ich will seine Sicht auf die Dinge sehen, seine Meinung zu bestimmten Geschehnissen lesen und vor allem wissen, was aus ihm geworden ist, als sein und ihr Weg auseinander gingen.

Mit Just One Day schickt Gayle Forman uns sowohl auf eine wunderschöne Reise durch London, Paris und Amsterdam, aber auch auf eine interessante Entdeckungsreise in das Innere von Allyson, deren Gefühle, Wünsche und Ängste nach diesem einen Tag.
Ich kann es kaum erwarten, von Willems zu lesen und nochmal seine Sicht auf die Ereignisse zu erfahren, die sicher genauso interessant sein werden, wie die von Allyson.