The Hollow City

Inhalt:

Michael Shipman is paranoid schizophrenic; he suffers from hallucinations, delusions, and complex fantasies of persecution and horror. That’s bad enough. But what can he do if some of the monsters he sees turn out to be real?

Who can you trust if you can’t even trust yourself?

Meine Meinung:

Bücher wie ‘The Hollow City’ gefallen mir super gut, können mir aber gleichzeitig auch verdammt viel Angst machen und mich regelrecht gruseln. Das liegt aber absolut nicht daran, dass es hier im einen besonders heftigen Serienkiller geht (okay eigentlich schon, aber das ist nicht das, was mir Gänsehaut bereitet^^) und es gibt auch sonst keine typischen Horrorszenarien. Was es mir eiskalt den Rücken runter laufen lässt, sind Gedanken und Grauenvorstellungen die aufkommen, wenn ich Sätze wie den Folgenden lese:

“I am a mental patient; I don’t get to make my own choices anymore”

In eine psychiatrischen Anstalt gegen den eigenen Willen verfrachtet zu werden, mal mit diesen Pillen und mal mit solchen vollgestopft zu werden, wie ein Versuchskaninchen, weil die Ärzte eben nicht wissen, was am besten hilft und dabei mit nicht gerade unglimpflichen Nebenwirkungen klar zu kommen, ist eine Sache, die mich teilweise wirklich erschauern lässt.

Besonders extrem war daher dieses Buch, denn mal liest alle Ereignisse aus Michaels Sicht. Man steckt in seinem Kopf und bekommt ein sehr genaues Bild davon, wie das alles für ihn ist. Das besonders Schlimme daran: dass er natürlich vollkommen von seinen eigenen Gedanken überzeugt ist und man weiß als Leser einfach selbst nicht, was man glauben kann und soll, weil durch diese Sicht einfach alles wirklich real wirkt.

Ich war dadurch immer wieder hin und her gerissen was ich glauben sollte. Michael weiß dass er krank ist und er war lange in Behandlung und zeitgleich gibt es Dinge, die er für vollkommen real hält, seine Ärzte aber als Hirngespinste abtun.
Und ich begann mich wirklich zu wundern, ob jemand, der weiß dass er krank ist und ständig darüber nachdenkt, wirklich so tiefgründige Probleme haben kann, wie es die Ärzte ihm einreden wollen. Manchmal erschienen die Hinweise einfach viel zu klar, dass es so sein könnte. Aber andererseits hört man dann die Argumente der Ärzte und erlebt seine Episoden und glaubt vielleicht doch lieber den Fachkräften.
Und Michaels Sicht der Dinge zu glauben, macht einen solchen Aufenthalt in einer Anstalt noch um einiges schlimmer.

Ich hatte immer wieder Vermutungen, was Realität ist und was nicht, aber diese wurden ständig wieder über den Haufen geworfen und ich machte mir wieder ein neues Bild.

The Hollow City überzeugt durch und durch mit seiner außergewöhnlichen Sichtweise. Besonders begeistert bin von der Tatsache gewesen, dass man sich auf Michaels Erzählungen einfach nicht verlassen kann.

Hinzu kommt ein Mordfall, der so viel mehr mit sich bringt, als man anfangs erwartet. Aber nicht nur dabei gibt es Überraschungen, sondern den Weg den die ganze Geschichte einschlägt ist mehr als unerwartet. Mit dem Ende und der ‘Lösung’ des Problems habe ich wirklich absolut nicht gerechnet.

Ich bin schon seit ‘I am not a serial killer’ ein Fan von Dan Wells, aber The Hollow City ist nun mein absoluter Liebling. Von ihm bin ich es gewohnt, dass er außergewöhnliche, problemgeladene Charaktere beschreibt, aber mit Michael hat er sich wirklich selbst übertroffen. Bitte mehr davon!

[spoiler title=”Spoiler”]Ich habe aus den Daten zum Buch extra die Angabe es eines Genres ausgelassen, da dies das komplette Buch spoilern würde. Denn dieses Buch ist nicht nur ein einfacher Thriller, sondern hat auch einige SciFi Elemente zu bieten, wenn man mal dahinter kommt, was mit Michael los ist.[/spoiler]


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Comments:

  • Das hört sich echt spannend an, ich hab mir das Buch direkt mal bei TBD bestellt (noch darf ich ja online einkaufen ;-))

    Danke für den Tipp!

    Gruß,
    Sebastian

  • Das klingt echt gut. Genau das hab ich aber auch bei “Ich bin kein Serienkiller” gedacht und dann fand ich es nur so lala :-/
    Sehr faszinierend übrigens, dass die Originalausgabe erst neun Monate nach der deutschen erschienen ist o_O

    • Das ist mir gar nicht aufgefallen. Ist ja komisch.

      • Hättet ihr das nicht mal eher sagen können? Dann hätte ich mir doch nicht die teurere englische Ausgabe bestellt :D (ich hätte natürlich auch nach dem deutschen Titel suchen können, aber naja^^)

        Ähnliches ist mir übrigens letztens auch schon bei “Der Wolf” von John Katzenbach aufgefallen.

        Die deutsche Ausgabe gibt es seit Anfang Oktober 2012, die Originalausgabe erscheint erst im Frühjahr 2013…

        • Tse! Wie wärs mal mit aufmerksamer lesen. Der deutsche Titel steht doch oben schon bei den Daten dabei :P

          • Ich hab’s ja auch gelesen, aber beim Bestellen gar nicht erst nach der deutschen Ausgabe geguckt.

            Da beim Erscheinungsdatum der Originalausgabe Juli 2012 angegeben war, hatte ich noch nicht unbedingt mit der übersetzten Fassung gerechnet und mir gar nicht erst die Mühe gemacht, danach zu gucken. Wer rechnet denn auch damit, dass die deutsche Ausgabe zuerst veröffentlicht wurde… :D

            Naja, Faulheit muss bestraft werden ;-)

            • achso…
              Aber ich finde die englische Ausgabe sowieso viel cooler :D

              • Allein betrachtet auf jeden Fall, aber insgesamt passen die englischen Dan-Wells-Ausgaben doch überhaupt nicht zusammen, oder?

                Bei den deutschen Versionen ist die Gestaltung schön einheitlich, das macht sich doch besser im Bücherregal ;-)

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