All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Partials

Inhalt:

The human race is all but extinct after a war with Partials–engineered organic beings identical to humans–has decimated the population. Reduced to only tens of thousands by RM, a weaponized virus to which only a fraction of humanity is immune, the survivors in North America have huddled together on Long Island while the Partials have mysteriously retreated. The threat of the Partials is still imminent, but, worse, no baby has been born immune to RM in more than a decade. Our time is running out.

Kira, a sixteen-year-old medic-in-training, is on the front lines of this battle, seeing RM ravage the community while mandatory pregnancy laws have pushed what’s left of humanity to the brink of civil war, and she’s not content to stand by and watch. But as she makes a desperate decision to save the last of her race, she will find that the survival of humans and Partials alike rests in her attempts to uncover the connections between them–connections that humanity has forgotten, or perhaps never even knew were there.

Meine Meinung:

Als ich das erste Mal davon hörte, dass das nächste Buch von Dan Wells SciFi/Post-Apokalyptisch werden soll, war ich etwas skeptisch und habe das Lesen lange hinaus gezögert.
Mit seiner ersten Trilogie hatte er mich mit seinem ganz besonderen Charakter John Cleaver sofort in den Bann gezogen. Dabei machten das Besondere dieser Bücher eben genau diesen und seine Gedankengänge aus, sein Inneres. Die Spannung durfte dabei gerne mal auf der Strecke bleiben. Ob das aber auch bei diesem Genre funktionieren würde? Ich hatte so meine Zweifel.

Doch Dan Wells hat es wieder geschafft mich zu begeistern, wenn auch dieses Mal weniger durch sehr ungewöhnliche Charaktere, sondern durch eine sehr interessante, Medizin-lastige Idee einer Geschichte. Auch wenn sie im Großen und Ganzen sicher nichts Neues ist und teilweise voraussehbar erscheint, so stecken doch auch viele neue, spannende und unerwartete Details darin.

Wie schon von Dan Wells gewohnt, bleibt auch hier erst einmal wieder die Spannung auf der Strecke. Doch meiner Meinung nach aus einem sehr guten Grund: Partials ist kein Auftakt, der gleich mit Nervenkitzel einsteigt und nach dessen Ende man sich fragt, wieso da jetzt noch ein Folgeband kommen soll. Stattdessen ist es eben das was es ist: ein Einstieg.

Die Geschichte beginnt ganz gemächlich und bietet einen sehr detaillierten Einblick in die aktuelle Lage und die Hintergründe. Ich mochte, dass man schnell auf den Wissenstand ALLER Menschen gestellt wird, nicht nur auf den einer einzigen Person, deren Wissen sehr lückenhaft ist.
Dabei leben diese Menschen ein sehr geregeltes, weniger spektakuläres Leben, was dem einen oder anderen Leser anfangs zu langweilig werden könnte.

Doch Durchhalten lohnt sich, denn Dan Wells kann auch anders. Denn wenn er einmal anzieht, dann richtig und plötzlich bin ich durch die Geschichte gehetzt und mit einem tollen (Cliffhanger freiem) und bedrückendem Ende belohnt worden.

Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Liebesgeschichte die hier drin steckt, wenn man es denn so nennen will und das aus gleich mehreren Gründen:
1. Sie ist absolut untypisch im Vergleich zu den meisten anderen die man in Jugendbüchern so findet. Vor allem deshalb, weil die Beziehung(en) schon am Anfang des Buches besteht/bestehen
2. Sie macht hier von der Thematik her einfach Sinn und ist eine Sache, die hier meiner Meinung nach einfach rein musste.
3. Es gab mehrere Situationen mit verschiedenen Charaktere bei denen absolut die Möglichkeit bestand, ein Dreiecks-Ding daraus zu machen, woraus aber nie eines wurde.

Außerdem haben mich die Charaktere mal wieder voll und ganz überzeugt. Dabei vor allem aber, dass es hier nicht um ein oder zwei Personen geht, die alleine versuchen die Welt zu retten und alles besser zu machen, sondern dass es hier ganz klar eine ganze Gruppe gibt, die alles tut, um das Beste aus der Situation zu machen, wenn auch jeder auf sehr unterschiedliche Weise. Sehr gelungen fand ich daher, wie die verschiedenen Sichtweisen und Ansichten immer wieder durch ganz unterschiedliche Persönlichkeiten vertreten werden, die man allesamt auf gewisse Weise nachvollziehen kann.

Alles in allem hat mich Dan Wells wieder vollauf begeistert und gespannt auf das zweite Buch gemacht.
Ein sehr langsamer, detaillierter, jedoch interessanter Start, über einen packenden Mittelteil, hin zu einem nervenzerreißendem Ende, ergab für mich ein unterhaltsames Ganzes.
Dazu kamen rundum gelungene Charaktere und schon hatte er mich und ließ mich einfach nicht mehr los.