Room

Inhalt:

Jack is five, and excited about his birthday. He lives with his Ma in Room, which has a locked door and a skylight, and measures eleven feet by eleven feet. He loves watching TV, and the cartoon characters he calls friends, but he knows that nothing he sees on screen is truly real – only him, Ma and the things in Room. Until the day Ma admits that there’s a world outside…

Meine Meinung:

Room habe ich angefangen zu lesen, ohne mir groß Gedanken darüber zu machen, was damit eigentlich für eine Geschichte auf mich zukommt. Ich wusste zwar grob worum es geht, aber was genau damit verbunden ist, darüber habe ich gar nicht nachgedacht.
Umso mehr wirkte das Buch dann auch auf mich. Seine Charaktere haben mich einfach umgehauen und seine Geschichte hat mich ganz schön bedrückt.

Das ganz besondere an diesem Buch, dass auf den ersten Seiten ganz extrem auffällt, dass aber überraschenderweise schnell in den Hintergrund rutscht und gar nicht mehr bemerkbar ist, ist der einzigartige Schreibstil. Die komplette Geschichte wird nicht nur einfach aus der Sicht des Fünfjährigen Jacks geschrieben, sondern auch in seiner sehr fehlerhaften Wortwahl. Anfangs stolpert man daher zwar mal über ein paar Sätze, aber ich habe mich extrem schnell daran gewöhnt und nach der Hälfte war es sogar so weit, dass  ich irgendwann dachte: ‘Sind die Satzbildungen eigentlich gar nicht mehr so falsch oder merk ich es nur nicht mehr?’ und die Stelle nochmal las.
Dieser Stil macht die Geschichte unheimlich authentisch und bringt einen noch näher an Jack ran.

Jack selbst hat sich auch ganz schnell sehr beliebt bei mir gemacht. Ich hätte das kleine Kerlchen einfach ständig knuddeln und knutschen können. Selbst wenn er teilweise auch mal unerträglich erschien, konnte man ihm in seiner Situationen einfach alles verzeihen.
Ganz besonders beindruckend dabei fand ich aber seine Mum. Ich wäre stolz auf mich, könnte ich von mir behaupten auch nur eine halb so starke Persönlichkeit zu sein, wie sie. Erstaunlich fand ich bei ihr vor allem, dass man über sie und ihre Gedanken fast genauso viel erfährt wie über Jack und das obwohl man seiner eingeschränkten Sicht liest, mit seinem sehr eingeschränkten Wissen.

Das Thema des Buches hat es in sich und manchmal machten Jacks kindliche, unerfahrene Beschreibungen die Sache nur noch schlimmer. Die wohl mit heftigste Sache an der ganzen Situation kam an mich viel weiter ran und bedrückten mich noch weit mehr, als wenn ich sie  zum Beispiel aus der Sicht seiner Mum hätte lesen müssen, und hat mich mehrmals schwer schlucken lassen.

Dass so eine Geschichte zum Nachdenken anregt ist klar. Besonders gut gefallen hat mir deshalb auch, wie weit die Geschichte geht, wie viel man zu dem Thema erfährt. Denn es werden einige Sachen aufgegriffen, an die ich selbst so gar nicht gedacht hätte, vor allem was die Folgen einer solchen Sachen betrifft, wie weit so etwas einen Menschen und dessen Leben beeinflussen und verändern kann, wie viele kleine Dinge des normalen Alltags dadurch gar nicht mehr alltäglich sind.

Room ist eine alles andere als leichte Lektüre, die zwar durch den niedlichen kleinen Jack auch einige unterhaltsame, zum Lachen bringende Seiten hat, die aber im Ganzen einfach nur bedrückend ist.
Emma Donoghue hat mit diesem Buch etwas wirklich Besonderes geschaffen und gezeigt, wie ein Mensch gleichzeitig Stärke und Schwäche beweisen kann. Jack und seine Mum werden sicher noch eine ganze Weile in meinem Kopf schwirren.


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Comments:

  • Oho. Auf den ersten Blick hatte ich mir unter dem Titel etwas ganz anderes vorgestellt. Gut, dass ich mal ein paar Blogs durchforstet habe und zufällig auf deine Rezension gestoßen bin.

    Das klingt auf jeden Fall nach einem Buch für mich. Nach einem gefühlten Dutzend Vampirromane und unzähligen Erotikgeschichten hätte ich schon noch einmal Lust auf etwas Anspruchsvolleres :-)

    Vielen Dank für den Tipp!

    LG
    Norah

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