All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Taken

Inhalt:

There are no men in Claysoot. There are boys—but every one of them vanishes at midnight on his eighteenth birthday. The ground shakes, the wind howls, a blinding light descends…and he’s gone.

They call it the Heist.

Gray Weathersby’s eighteenth birthday is mere months away, and he’s prepared to meet his fate–until he finds a strange note from his mother and starts to question everything he’s been raised to accept: the Council leaders and their obvious secrets. The Heist itself. And what lies beyond the Wall that surrounds Claysoot–a structure that no one can cross and survive.

Climbing the Wall is suicide, but what comes after the Heist could be worse. Should he sit back and wait to be taken–or risk everything on the hope of the other side?

Meine Meinung:

Taken hatte ich vor allem deshalb lesen wollen, weil sich der Inhalt danach anhörte, als gäbe es einige Parallelen zur Gone Reihe von Michael Grant, die ich sehr mag. So zu denken, war dann leider von Nachteil, da ich vollkommen falsche Erwartungen an das Buch hatte und daher anfangs etwas enttäuscht von der Geschichte war. Mich wundert es jetzt noch, dass es mir alles in allem recht gut gefallen hat, obwohl es einiges gab, was mir nicht gefallen hat.

Dir könnte das Buch gefallen, wenn…

…du kein Problem mit Love-Triangles hast
Diese müssen ja nichts Schlechtes sein, ich hab auch schon Geschichten gelesen, da fand ich sie passend und es wurde gut damit umgegangen. Aber hier war ich davon leider schwer genervt, vor allem weil es sehr in die Richtung ‘ich kann mich nicht für eine entscheiden’ zu gehen scheint, also ein langes, zähes Hin und Her. Dass es hier mal zu dem seltenen Fall von einem Kerl und zwei Mädels kommt (hatte ich bisher so auch erst einmal und da war es gut) machte es hier leider auch nicht besser.

…du gerne aus der Perspektive eines Kerls mit geringem Selbstbewusstsein liest
Eine Sache, die für mich ja immer einen großen Pluspunkt ausmacht, weil Kerle meiner Meinung meist viel realistischer beschrieben werden als die Mädels. Leider war ich von Gray aber stellenweise etwas genervt. Er ist auf jeden Fall ein sympathischer Charakter, aber gerade am Anfang vergleicht er sich ständig mit seinem Bruder und mitten drin gab es einen Part, in dem er andere Personen viel zu viel Vertrauen schenkt und sich einfach nur rumschubsen lässt, statt einfach mal kurz nachzudenken und die Arschbacken zusammen zu kneifen.

…dir viele glückliche Zufälle nichts ausmachen
Davon gab es hier meiner Meinung einfach zu viele. Alles was Gray tut und ihm passiert hängt immer wieder damit zusammen, dass er durch Zufall auf Informationen oder Leute trifft, die genau das ermöglichen.

…du ein Buch spannend findest, trotz seiner oft offensichtlichen Handlung
Ich liebe es zum Beispiel, wenn man einigen Charakteren begegnet von denen man selbst als Leser nicht weiß, ob man ihnen trauen kann oder nicht. Hier war eher genau das Gegenteil der Fall. Man merkt (im Gegensatz zu Gray) einfach sofort, wer nicht seiner Seite zu steht. Und bis auf die Details rund um das ‘Heist’, die Mauer und das Dorf ist die Handlung selbst auch sehr vorhersehbar, was mich selbst aber weniger gestört hat.

…du gerne Dystopien mit einer interessanten Idee liest
Zwar ist die Idee der Mauer, die keiner Überbrücken kann ohne zu sterben, keine neue Idee an sich, die Begründungen und Hintergrunde dafür waren es für mich aber auf jeden Fall. Daher war die Geschichte auch wieder super interessant und ich hab mich über jedes neue Detail gefreut. Außerdem mochte ich den Dystopie-Aspekt, der ja auch immer eine Auflehnende Gruppe mit sich bringt. [spoiler title=”Spoiler:”]Die Handlung spielt nur am Anfang im Dorf innerhalb der Mauer und plötzlich hat man es mit einer typischen Dystopie zu tun, in der eine Gruppe von Leuten sich gegen das bestehende System auflehnen und es fast schon wie im Krieg zugeht.[/spoiler]

Auch wenn ich viel zu kritisieren habe, so hat mir das Buch insgesamt trotzdem gefallen. Es gibt auch überraschende Wendungen und nachdem ich mich das ganz Buch über gefragt hatte, was in einem weiteren Buch noch kommen könnte, liefert das Ende auch dafür eine Erklärung und vor allem einen angenehmen Abschluss für das erste Buch.