All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Rezension: Imaginary Girls

Inhalt:

Chloe’s older sister, Ruby, is the girl everyone looks to and longs for, who can’t be captured or caged. When a night with Ruby’s friends goes horribly wrong and Chloe discovers the dead body of her classmate London Hayes left floating in the reservoir, Chloe is sent away from town and away from Ruby.

But Ruby will do anything to get her sister back, and when Chloe returns to town two years later, deadly surprises await. As Chloe flirts with the truth that Ruby has hidden deeply away, the fragile line between life and death is redrawn by the complex bonds of sisterhood.

Meine Meinung:

Wer Bücher mag, die sehr lange ihr Geheimnis hüten und einen tief bis in die Nacht grübel lassen, für den ist dieses Buch genau das Richtige. Wer dagegen aber schnell genervt ist, dass man nur winzig kleine Happen von Hinweisen hingeworfen bekommt, der sollte hiervon besser die Finger lassen.

Imaginary Girls ist auf jeden Fall ein Buch, dass ich weiterempfehlen würde und an dem man sich mal versuchen sollte. Es hat etwas ganz Besonderes an sich und zeichnet sich vor allem damit aus, dass es mit seiner Art völlig aus dem Grundschema all der Bücher ausbricht, die ich bisher im Jugendbuchgenre gelesen habe.

Ich kann nicht mal wirklich viel dazu sagen, was jetzt eigentlich genau so toll an dem Buch ist. Es ist auf jeden Fall eine ungewöhnliche Geschichte, die sehr zum Nachdenken anregt und immer wieder für tiefe Grübeleien gesorgt hat. Aber nicht nur dieses Rätselhafte hat mich fasziniert, sondern der Erzählstil selbst auch. Eigentlich bekommt man hier nur ein wenig Alltag der beiden Schwestern erzählt, es passiert nichts sonderlich spannendes oder etwas, das extremen Nervenkitzel hervorruft. Stattdessen wirft fast jeder kleiner Handlunsfetzen dieses Hä? Gefühl aus, bei dem man denkt, man sollte die letzte Seite nochmal lesen, weil man was falsch verstanden hat.

Was ich ganz sicher über das Buch sagen kann ist:

+ ich hatte nie das Bedürfnis das Buch zur Seite zu legen, geschweige denn abzubrechen. Stattdessen wollte ich immer wissen was los ist und bin aufs Ende zugerast um endlich die Lösung zu bekommen

+ ich mochte die Charaktere nicht. Was nicht unbedingt etwas schlechtes sein muss, Es gibt auch unsympathische Charaktere, über die man trotzdem gerne liest. Grund dafür, dass ich die Charaktere nicht mochte, war dass sie alle in ihrem Verhalten einfach zu extrem waren und ich sie immer mal wieder gerne entweder von etwas abgehalten hätte oder ihnen mal in den Arsch getreten hätte, damit sie etwas bestimmtes endlich mal tun. Damit wäre ich auch noch zurecht gekommen. Aber irgendwie waren mir die Charaktere einfach egal. Sie hätten allesamt zusammen die Klippe runter springen können und mir hätte es nichts weiter ausgemacht. Das Ende des Buch hätte auch recht emotional und bedrückend sein können und das darauf Zulaufen, wenn man schon merkt, was kommt, hätten ein ungutes Gefühl hervorrufen können, aber bei mir kam einfach nichts davon an. So interessant die ganze Geschichte auch war, die Charaktere waren dabei wirklich nur Mittel zum Zweck.

+ das Ende fand ich super, wird aber sicher bei dem ein oder anderen zur Verzweiflung führen.

Imaginary Girl ist ein Buch, das einen lange nach dem Lesen noch beschäftigen kann. Ein Buch bei dem man lange auf Hinweise warten kann, dass einen immer und immer wieder zum Grübeln bringt und ein paar seiner Geheimnisse für sich behält. Wer mal wieder was ganz anderes lesen möchte und sich nicht daran stört, nicht alles erklärt zu bekommen, was hier so merkwürdiges vor sich geht: zugreifen! Ein Buch der ganz besonderen Art, wenn auch teilweise sehr merkwürdig.