All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Plague

Die Inhaltsangabe kann Spoiler zu vorherigen Bänden enthalten, die Rezension selbst beinhaltet aber keine!

Inhalt:

It’s been eight months since all the adults disappeared. Gone.

They’ve survived hunger. They’ve survived lies. But the stakes keep rising, and the dystopian horror keeps building. Yet despite the simmering unrest left behind by so many battles, power struggles, and angry divides, there is a momentary calm in Perdido Beach.

But enemies in the FAYZ don’t just fade away, and in the quiet, deadly things are stirring, mutating, and finding their way free. The Darkness has found its way into the mind of its Nemesis at last and is controlling it through a haze of delirium and confusion. A highly contagious, fatal illness spreads at an alarming rate. Sinister, predatory insects terrorize Perdido Beach. And Sam, Astrid, Diana, and Caine are plagued by a growing doubt that they’ll escape—or even survive—life in the FAYZ. With so much turmoil surrounding them, what desperate choices will they make when it comes to saving themselves and those they love?

Meine Meinung:

Nach dem meiner Meinung nach etwas schwächerem dritten Teil ‘Lies’ zieht Plague wieder voll an und bringt wieder alles mit sich, was ich an der vorherigen Bänden so geliebt habe. Wie der Name schon sagt, stehen die Kids mal wieder vor einem neuen Problem.
Genial finde ich daran einfach, dass das ‘normale’ Probleme sind, die aufkommen, wenn eine Gesellschaft plötzlich so zusammenbricht und ein Chaos entsteht, wie hier. Doch natürlich wären wir nicht in der Welt von der FAYZ, wenn es nicht noch Duzende anderer Probleme geben würde.

Und deshalb ist Plague bisher auch für mich mit das beste Buch der Reihe bisher. Sowohl eine ordentliche Portion Gewalt, als auch einen großen Bissen Ekel ist man von der Reihe eigentlich schon gewohnt, aber hier zieht Michael Grant nochmal ganz schön an, übertrifft die zuvor erreichten Level. Die Zahlen der Toten sind hoch, die Gewaltausbrüche extrem und die ekelerregenden Momente nicht selten. Dagegen erscheint die Plage, die die Kinder ihre Innereien raus husten lässt, noch als harmlos. Also alles genau nach meinem Geschmack.

Eine Sache die mich an der Reihe immer wieder besonders begeistert und von Buch zu Buch zunimmt, ist die geniale Charakterentwicklung. Was die Kinder hier so alles durchmachen müssen ist kein Zuckerschlecken und ich finde es rundum gelungen, wie Michael Grant seine Charaktere daran sowohl leiden als auch wachsen lässt. Vor allem die Unterschiede, wie extrem verschieden die Kids mit den Ereignissen umgehen, ist das, was die Geschichte so real wirken lässt. Hier wird sicher jeder mindestens einen Charakter finden, mit dem er sich identifizieren kann, von dem er sagen kann: so hätte ich auch gehandelt, so würde es mir nun auch ergehen. Erschreckend sind dabei natürlich wieder diejenigen, deren gewalttätige Seite zum Vorschein kommt. Von Buch zu Buch überrascht es mich immer wieder aufs Neue, zu was manche der Kinder so fähig sind. Was dabei aber das erschreckendste ist, ist dass es so nachvollziehbar ist. Dass man nicht eine Minute daran zweifelt, dass es sich genau so abspielen könnte.
In Plague fand ich dies wieder besonders gelungen. Vor allem auch, weil es manche Kids gab, die bisher immer irgendwie zurechtkamen und bei denen plötzlich das Fass überlief. Auch die Beziehungen zwischen manchen der Kids entwickeln sich super. Ob Freunde oder Liebespaar, jede Beziehung leidet und wächst unter den Geschehnissen und ich könnte mir nicht vorstellen, dass diese sich anders hätten entwickeln können, als Michael Grant sie beschrieben hat.

Was mich an diesen Büchern außerdem immer wieder aufs Neue fasziniert: Dass alles so extrem aussichtslos erscheint. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es bei dieser Masse an Problemen je eine Lösung geben soll, dass diese Reihe jemals zu einem (beruhigendem) Abschluss kommen soll, der nicht einfach den Tot aller beinhaltet. Zwar gibt es auch hier wieder ein paar neue Entwicklungen und ein paar Hinweise, worauf es hinaus laufen könnte, ich bleibe aber trotzdem weiterhin im Dunkeln und werde immer nervöser, je näher ich dem Ende komme.

Plague hat mich wieder voll von den Socken gehauen. Ein würdiger Band dieser genialen Reihe, der fast schon mein Liebling dieser ist.