The 5th Wave

Inhalt:

After the 1st wave, only darkness remains. After the 2nd, only the lucky escape. And after the 3rd, only the unlucky survive. After the 4th wave, only one rule applies: trust no one.

Now, it’s the dawn of the 5th wave, and on a lonely stretch of highway, Cassie runs from Them. The beings who only look human, who roam the countryside killing anyone they see. Who have scattered Earth’s last survivors. To stay alone is to stay alive, Cassie believes, until she meets Evan Walker. Beguiling and mysterious, Evan Walker may be Cassie’s only hope for rescuing her brother—or even saving herself. But Cassie must choose: between trust and despair, between defiance and surrender, between life and death. To give up or to get up.

Meine Meinung:

The 5th Wave ist eines der top fünf Bücher, auf die ich mich dieses Jahr am meisten gefreut habe. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an  das Buch und ich hatte ein wenig die Befürchtung, dass sie zu hoch sind. Rick Yancey hatte mich schon mit ”The Monstrumologist’ total begeistert und nun kommt er mit einer Geschichte zu einer Alien Invasion daher. Eine Thematik, die ich total spannend finde, die ich aber bisher in Jugendbüchern noch kaum bis gar nicht zu lesen bekommen habe. Daher war auch meine Vorfreude zu diesem Buch entsprechend groß und jetzt nach dem Lesen bin ich froh sagen zu können, dass meine Erwartungen voll und ganz erfüllt wurden und mich das Buch begeistert hat.

Eine Alien Invasion, die den Tod vieler Menschen mit sich bringt, ist nichts Neues und hat man schon oft gesehen oder gelesen. Aber Rick Yancey verpasst dieser Thematik mal eine ganz andere Seite und bringt frischen Wind mit sich. Denn hier gibt es keine grünen Männchen, die in ihren großen tollen Raumschiffen zur Erde geflogen kommen und mit ihren fortgeschrittenen Waffen einfach alles platt machen, was ihnen in den Weg kommt. Stattdessen stellt Rick Yancey die ganze Invasion hier ganz anders da und auch die Aliens selbst sind nicht so, wie man sie sich standardmäßig vorstellt.
Die Idee der 5 Wellen, also 5 Geschehnisse eines großen Planes, hat mir dabei extrem gut gefallen, vor allem da man sich nicht mal sicher sein kann, wie diese fünfte Welle aussehen wird.
Auch die Darstellung seiner Aliens hat mir extrem gut gefallen. Ein klein wenig erinnerte sie mich an Stephanie Meyers ‘The Host’ (dt. Seelen), aber im Detail sieht Rick Yanceys Idee wieder etwas anders aus.

Was ich ebenfalls sehr gut fand ist, dass man die Geschehnisse dieser Alien Invasion auch beschrieben bekommt. Oft starten Bücher meist schon an einem Zeitpunkt, zu dem alles schon in Trümmern liegt und es nur noch um den Überlebenskampf der Protagonisten geht. Hier startet man zwar auch schon an einem späteren Zeitpunkt, bekommt aber durch Rückblicke alles vom ersten Moment der Invasion an mit, also auch die ersten vier Wellen. Gerade dadurch kann man sich auch nochmal ein Stück weit besser in die Protagonisten hineinversetzen und nachempfinden, wie es für sie ist, in so kurzer Zeit ihre kompletten Familien zu verlieren und plötzlich ganz alleine da zustehen.
Allgemein kommt meiner Meinung nach ziemlich gut rüber, wie aussichtslos alles erscheint und man ist die ganze Zeit mit einer ziemlich trostlosen Stimmung konfrontiert. Diese Angst des Allein seins, vielleicht nie wieder jemandem vertrauen zu können, ist leicht nachvollziehbar.

Besonders toll fand ich mal wieder die Tatsache, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und man dadurch ganz unterschiedliche Sichtweisen und Erlebnisse zu lesen bekommt. Außerdem wird dadurch auch gleich mit gewährleistet, dass es keine zähen Handlungsstränge gibt. Die Geschichte zieht sich über einen Zeitrahmen von mehreren Wochen, die durch diese Weise des Erzählens immer mit interessanten Erzählungen ausgebaut sind, so dass man zeitgleich auch als Leser wirklich das Gefühl hat, dass es Wochen und nicht nur wenige Tage sind.
Dazu kommt, dass diese Protagonisten aber auch super gestaltet sind. Eines haben sie alle gemeinsam: sie sind stark und geben nicht auf. Denn das ist das, was Rick Yancey hier immer wieder betont: die letzten Überlebenden sind die Starken. Am liebsten mochte ich dabei Cassie, mit ihrer ironischen, sarkastischen Art, die das ganze immer etwas auflockert. So schlimm eine Situation auch war, durch ihre Kommentare musste ich oft lächeln.

Eine weitere Sache die mir hier sehr gut gefallen hat, ist dass die Geschichte oft sehr offensichtlich ist. Aber das ist hier ganz klar Absicht. Durch eine ganz gewisse Erzählperspektive erfährt man zum Beispiel ziemlich schnell von einem Feind. Aber auch allgemein ist man durch die verschiedenen Sichtweisen den Protagonisten immer voraus, da man einen Blick über die kompletten Dinge hat. Erlebt der eine Protagonist, wie Person X andere Menschen töten, so weiß ein anderer Protagonist jedoch davon nichts, und vertraut dieser Person. Gerade diese Frage des Vertrauens spielt hier eine große Rolle und dass man immer weit mehr Wissen hat als die Charakteren, machte die Geschichte für mich noch um einen großen Teil interessanter. Ich war immer wieder total angespannt und nervös, weil ich auf den großen Knall gewartet habe.
Aber nicht alles ist total offensichtlich. Es gibt immer noch viele kleine Details über die man sich nie ganz im Klaren sein kann und ich habe vor allem immer wieder mal daran gezweifelt, ob eine gewisse Person überleben wird oder ob bestimmte Personen sich je wiedersehen werden und vor allem auch immer wieder an Personen und ihren Absichten zweifelt.

Vor allem das Ende hat dann nochmal richtig angezogen in Sachen Spannung. Denn im großen Ganzen ist die Geschichte trotz des durchgehenden Überlebenskampfs doch eher ruhig, auch wenn es immer mal wieder zwischendurch  Momente des Nervenkitzels gibt. Beruhigend war dann auch, dass das Buch an einer guten Stelle aufhört und uns nicht mit einem Cliffhanger bestraft.

Kurz:

+ Man erlebt die Alien Inavsion von Anfang an, nicht nur das Danach

+ sarkastische, echte, starke Charaktere

+ mehrere Erzählperspektiven -> verschiedene, interessante Erlebnisse/Sichtweisen

+ absichtlich offensichtlich -> mehr Nervenkitzel

+ Alien Invasion ganz anders als die Standard-Ideen

+ Alien selbst auch weit weg vom typischen Bild

+ Aussichts- und Trostlosigkeit kommt gut rüber

+ der lange Zeitrahmen wird gut vermittelt ohne dass es langweilig wird

Lieblingszitate:

“It’s hard to plan for what comes next when what comes next is not something you planned for.”

“…but sooner or later you have to choose between running and facing the thing you thought yould not face.”

“Even the most sensitive perso can get used to even the most insensitive thing.”

“Cruelty isn’t a personality trait. Cruelty is a habit.”

“There’s more than one kind of bullshit. There’s the bullshit you know that you know; the bullshit you don’t know and know you don’t know; and the bullshit you just think you know but really don’t.”

“We’re here, and then we’re gone, and it’s not about the time we’re here, but what we do with the time.”


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Comments:

  • Wow, das klingt wirklich gut. Mich konnte der Monstrumologe auch sehr begeistern, und deshalb wandert das Buch sofort auf den Wunschzettel. Ich hatte schon befürchtet dass gleich kommt “Leider wurden meine hohen Erwartungen enttäuscht”. Schön dass es nicht so ist :-)

  • Hey, gerade deinen wundervollen Blog entdeckt. Ich folge dir nun. Würde mich freuen, wenn auch auch mal auf meinem Bücher- und Filmblog vorbeischaust ;)

    LG,
    Reni
    http://www.eastsideavenue.wordpress.com

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