All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Doll Bones

Inhalt:

Twelve-year-old Zach is too old to play with toys. Or at least, that’s what his father thinks.

But even though he stops hanging out with Poppy and Alice, stops playing with his action figures, it’s no good. There’s one toy that still wants to play with him. A doll that’s made from the bones of a dead girl.

The only way to end the game is to lay the doll to rest forever. It’s time for a journey to Spring Grove cemetery. It’s time to grow up.

Meine Meinung:

Seit Holly Black mich letztes Jahr mit ihrer Curse Worker Reihe vollauf begeistert hat, bin ich großer Fan von ihr und jedes ihrer neuen Bücher ist für mich ein Sofort-Kauf. Dass Doll Bones dann auch noch ein Middle Grade Buch in Richtung Horror sein sollte, hat mich nur noch neugieriger auf das Buch gemacht.

Doll Bones war dann allerdings doch ganz anders als ich erwartet hatte. Ich hatte mir eine ganz andere Stimmung vorgestellt, als wie sie hier letztlich war. Und auch das Hauptaugenmerk, auf den sich das Buch konzentriert, war ein ganz anderes, als ich vor dem Lesen gedacht hatte.
Das bedeutet aber wiederrum nur, dass Holly Black mich positiv überrascht und letztlich auch wie erwartet begeistert hat.

Die Schwierigkeit die Autoren für mich in Middle Grade Bücher meistern müssen ist, dass ich mich oft nur schwer in 12-Jährige hineinversetzen kann. Ich glaube oft traue ich diesen einfach zu wenig zu oder stelle sie mir umgekehrt viel älter vor. Doch Holly Black ist es hier hundertprozentig gelungen, dass ich mich ohne Probleme in die drei Kinder hineinversetzen konnte. Alle drei sind dabei ganz unterschiedlich, aber jeder von ihnen hatte etwas an sich, bei dem ich mich ein Stück weit an meine Kindheit erinnert fühlte. Besonders aber Zachs Gefühlswelt war mir sehr einleuchtend und ich konnte ihn richtig gut nachvollziehen.

Zusammen ergeben die drei Kids eine bunte, lustige kleine Truppe, deren kleines Abenteuer eigentlich nur spannend werden konnte. Super gefallen hat mir dabei vor allem, wie die drei mit ihren Erlebnissen wachsen und sich mit dem Erwachsen werden beschäftigen. Für alle drei stellt dies ganz unterschiedliche Dinge in Aussicht.

Von Geistergeschichten für Kinder erwarte ich zwar nicht, dass sie mich gruseln, das hat bisher leider noch kein Buch geschafft, aber sie sollen trotzdem die Stimmung einer Horrorgeschichte rüber bringen können. Und das hat Holly Black durchaus geschafft. Die Geschichte dieser besonderen Puppe bringt allein deshalb schon für mich einen gewissen Reiz mit sich, da ich solchen Porzellanpuppe noch nie etwas abgewinnen konnte. Diese Puppe bringt aber auch den ein oder anderen schaurigen Moment mit sich und lässt einen vor allem immer wieder daran zweifeln, ob man innerhalb dieser Geschichte an Geister glauben soll, oder sich die Geschehnisse anderweitig weg erklären möchte.

Holly Black hat mit Doll Bones wieder bewundernswert tolle Charaktere geschaffen, deren Geschichte ich gespannt verfolgt habe und auf deren Aufdeckung zum Geheimnis über diese gruselige Puppe ich neugierig gewartet habe. Holly Black bringt hier noch einen für mich unerwarteten Aspekt ganz stark in der Vordergrund, der mir total gut gefallen hat und der die Geschichte noch interessanter macht und die Charaktere noch liebenswerter und echter.