All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Rezension: You von Austin Grossman

Inhalt:

When Russell joins Black Arts games, the hottest studio in the game industry, he meets an eccentric crew of nerds hacking the frontiers of both technology and entertainment. But when their revolutionary next-gen game is threatened by a mysterious software glitch, Russell finds himself in a race to save both his job and the people he has grown to care about.

Meine Meinung:

 Nachdem ich Anfang des Jahres Ready Player One gelesen hatte, bin ich immer wieder auf der Suche nach ähnlichen Büchern. You hörte sich zumindest teilweise nach einem solchen Buch an. Diesen nerdigen Scharm hat es auch auf jeden Fall und man bekommt es in Sachen Charakteren mit ein paar typischen Geeks zu tun, im Gesamten ist die Art des Erzählens aber ganz anders und leider nicht ganz so bombastisch wie RPO.
Wenn einem You gefallen soll, dann muss man sich für Spiele interessieren. Man muss nicht mal unbedingt selbst Spieler sein, ich selbst habe weder eine Konsole noch spiele ich PC-Spiele, aber bin im Studium mit der Entwicklung in Kontakt gekommen und finde genau diesen Aspekt super interessant. Hat man super viel Spaß am Spielen, interessiert man sich aber nicht für die Entwicklung, ist You wohl nicht das Richtige.
Das besondere an You ist, dass es sich ein bisschen liest wie ein Non-Fiction Buch. Denn Austin Grossman hat so viele Details in dieses Buch gesteckt, dass ich nach dem Lesen erst einmal nachgeguckt habe, ob es diese Sachen nicht wirklich alle gibt. Der Verlauf des Buches von vorne bis hinten ist eigentlich nichts anderes, als der Ablauf eines Projektes, von Anfang bis Ende mit all den Problemen die dabei auftreten, plus hier und da ein paar Rückblicke in die Schulzeit der Beteiligten.

Das steckt drin:

+ ein paar sehr unterschiedliche, interessante Nerds
+ eine Geschichte der Spiele, mit interessantem Blick auf die 80er
+ ein Projekt, dessen Ablauf im Detail beschrieben wird
+ ein interessanter Blick hinter die Kulissen der Spiele-Entwicklung
+ eher langweilige Beschreibungen von Spiel-Sequenzen
+ Rückblicke auf die Charaktere als Teenager

Das steckt nicht drin:

+ besonders viel Spannung
+ ein tieferer Blick in den Protagonisten
+ Vermittlung von Gefühlen/Stimmungen 

Es gab Stellen die waren eher langweilig (wenn Russell gerade spielt und dies beschrieben wird wie eine Geschichte), andere waren dafür umso interessanter. Schwierig fand ich aber manchmal dabei die Übergänge. 
Mir persönlich hat You gut gefallen, aber an jeden würde ich es nicht weiter empfehlen.