All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Fieber

Nach der Trennung von seiner Frau ist Hunt Jackson gerade dabei sich ein neues Leben aufzubauen und alles scheint wunderbar zu laufen. Er hat eine neue Wohnung und lernt eine neue Frau kennen, mit der er sein restliches Leben verbringen möchte. Doch dann schließt er eine neue Versicherung ab und genau das war sein Fehler und es verändert sich alles.Er hat es mit einem aufdringlichen Versicherungsvertreter von der übelsten Sorte zu tun, und sollte er mal nicht auf ein Angebot zu einer neuen Versicherung eingehen, so hat das schlimme Folgen. Und nicht zu vergessen, das alle abgeschlossenen Versicherungen auch ein wenig Kleingedrucktes enthalten. So ist es dem Versicherungsvertreter zum Beispiel, auf Grund der Haushaltsversicherung, jeder Zeit gestattet in das Haus einzutreten und eine Inspektion durchzuführen, was für Hunt uns seine Freundin noch höchst unangenehm wird. Und auch seine Freunde und Arbeitskollegen haben die gleichen Probleme und müssen schlimme Dinge über sich ergehen lassen.

Dadurch, dass Bentley Little aus ganz alltäglichen Dingen eine Horrorgeschichte macht, macht das Ganze nur noch spannender und furchteinflößender. Während dem Lesen bangt man die ganze Zeit davor, einem Versicherungsvertreter zu begegnen und solch grausame Dinge zu erleben wie Hunt und seine Freunde. Der Vertreter bietet ihnen die unmöglichsten Versicherungen an, zu Dingen, die auch uns jeder Zeit zustoßen könnten, wodurch es einem beim Lesen eiskalt den Rücken runter läuft.

Die verschiedenen Charaktere haben mir alle gut gefallen, es viel keiner negativ raus, bis auf den Vertreter natürlich. Alle sind super realistisch beschrieben und man kann sich super in sie hineinversetzen und fühlt ihre eigene Angst selbst auch.

Leider wird aber ziemlich schnell offensichtlich, worauf alles hinausläuft und kann sich somit schon vieles im Voraus denken. Und auch wenn Little oft nochmal alles auf die Spitze treibt und noch einen Knüller oben drauf packt, wird somit doch etwas die Spannung gemildert.

Ich habe allerdings auch noch nie ein Buch aus dem Horror-Genre gelesen und wollte es hiermit endlich mal versuchen, musste aber feststellen, dass mir die Aspekte von unnatürlichen Dingen, die hier vorkommen, nicht zusagen. Und auch wenn es mir bei der Vorstellung, mir würden diese Sachen selbst zustoßen, ganz schön unter der Haut gekribbelt haben, fand ich das Buch für Horror eher lahm. Es hätte wohl eher einen verbleibenden Eindruck vermittelt, wenn ich danach Angst gehabt hätte die Haustür aufzumachen, aus Befürchtung, es könne ein Versicherungsvertreter sein.