Category: Rezension

Rezension: You von Austin Grossman

Inhalt:

When Russell joins Black Arts games, the hottest studio in the game industry, he meets an eccentric crew of nerds hacking the frontiers of both technology and entertainment. But when their revolutionary next-gen game is threatened by a mysterious software glitch, Russell finds himself in a race to save both his job and the people he has grown to care about.

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If I Should Die

Inhalt:

I will not lose another person I love. I will not let history repeat itself.

Vincent waited lifetimes to find me, but in an instant our future together was shattered. He was betrayed by someone we both called a friend, and I lost him. Now our enemy is determined to rule over France s immortals, and willing to wage a war to get what they want.

It shouldn t be possible, none of it should be, but this is my reality. I know Vincent is somewhere out there, I know he s not completely gone, and I will do anything to save him.

After what we ve already fought to achieve, a life without Vincent is unimaginable. He once swore to avoid dying – to go against his nature and forsake sacrificing himself for others – so that we could be together. How can I not risk everything to bring my love back to me?

Meine Meinung:

Mit Until I Die wurde uns ein richtig fieses Ende geboten und ein Jahr musste man warten, bis endlich der erlösende letzte Teil der Trilogie um die Revenants erschien. Nun war es soweit, ich habe das Ende gelesen, aber irgendwie fühlte es sich nicht wie ein Ende an.
Dieses Jahr habe ich schon so einige letzte Teile gelesen und die meisten davon fühlte sich auch wirklich wie ein Abschied an, als müsste ich auf Nimmerwiedersehen zu geliebten Charaktere sagen. Doch so toll ich If I Should Die auch fand, dieses Gefühl kam dabei dieses Mal nicht auf. Bei dieser Reihe werde ich wohl für immer irgendwie in der Schwebe hängen.

Mal davon abgesehen, war dieses Buch aber wieder genauso toll, wie schon seine Vorgänger.
Toll fand ich vor allem, dass Amy Plum selbst nach zwei Bänden und so kurz vor dem Ende immer noch ganz neue Informationen zu den Revenants liefert und man hier manchmal nochmal genauso unwissend dasteht, wie noch im ersten Buch. Dadurch ist ist die Geschichte immer noch genauso frisch und neu, wie das erste Buch und wird nie langweilig.
Solche Geschichten wie der Revenants und vor allem die zwischen Kate und Vincent sind im groben ja doch recht voraussehbar, vor allem auch, weil eine andere Lösung einfach gar nicht möglich beziehungsweise einfach nur bescheuert gewesen wäre. Doch der Weg zum Ende war mal wieder mit Stolperfallen versehen, die mich teilweise doch mal schwer geschockt oder überrascht haben und den Puls rasen lassen haben. Insbesondere eine Situation hat mich doch kurz zweifeln lassen, ob Amy Plum uns jemals mit einem zumutbaren Ende versorgen wird.

Besonders gefreut habe ich mich natürlich wieder auf die Charaktere. Vincents Familie ist einfach die Tollste und ich könnte noch viele Bücher mehr über diese tollen Menschen lesen. Schade fand ich dabei nur, welchen Weg dabei einer meiner Lieblingscharaktere einschlägt, wodurch dieser viel zu selten anwesend war. Und bei so einem Finale muss man natürlich auch damit rechnen, dass jemand sterben könnte. Welche Wahl Amy Plum dafür hier getroffen hat, fand ich gelungen, auch wenn es so zu erwarten und doch auch traurig war.

If I Should Die ist ein gelungener Abschluss, der genauso wie seine Vorgänger tolle, witzige und total liebenswürdige Charaktere mit sich bringt und ein großes Finale bereithält, das es in sich hat. Der dritte Band war (mal abgesehen vom Ende des zweiten) wohl auch der, bei dem ich am meisten mit gefiebert und mitgelitten habe, da hier vor allem die Angst um manchen Charakter am größten war. Auch die Spannung kommt hier alles andere als zu kurz und außerdem nochmal einige interessante Details zu den Revenants, die ein paar glückliche Wendungen mit sich bringen.

Shadow Bound

Inhalt:

If you live in the dark long enough, you begin to forget the light… 

Kori Daniels is a shadow-walker, able to travel instantly from one shadow to another. After weeks of confinement for betraying her boss, she’s ready to break free of the Tower syndicate for good. But Jake Tower has one final job for Kori, one chance to secure freedom for herself and her sister, Kenley, even if it means taking it from someone else…. 

The job? Recruit Ian Holt-or kill him. 

Ian’s ability to manipulate the dark has drawn interest from every syndicate in the world, most notably an invitation from Jake Tower. Though he has no interest in organized crime, Ian accepts the invite, because he’s on a mission of his own. Ian has come to kill Tower’s top Binder: Kori’s little sister.

 Amid the tangle of lies, an unexpected thread of truth connecting Ian and Kori comes to light. But with opposing goals, they’ll have to choose between love and liberty….

Meine Meinung:

Mit Blood Bound, dem ersten Band der Unbound Reihe und dem ersten Buch für Erwachsene, das ich von Rachel Vincent gelesen habe, hatte sie mich schon positiv überrascht. Mit Shadow Bound, dem zweiten Teil der Trilogie hat sie es tatsächlich geschafft mich nochmal auf andere Weise zu überraschen, nämlich damit, was sie ihrer Protagonistin zumutet.

Zwar ging es auch in Blood Bound nicht ohne zu und die Protagonisten mussten sich durch so einiges durch kämpfen, doch was Kori hier durchmachen muss, war wirklich nochmal ein ganzes Stück weit extremer. Irgendwie hatte ich Rachel Vincent nicht so eingeschätzt, dass sie zu solch extremen, heftigen Mitteln greifen würde. Und das hat mich positiv überrascht. Denn so heftig die Situation hier auch war, Rachel Vincent hat sie super umgesetzt und Kori als Charakter vor allem gut damit umgehen lassen.
Positiv daran fand ich vor allem, dass sie ihre Protagonistin auch mal Schwäche zeigen lassen hat und keine Heldin aus ihr macht, die so tough ist, dass sie mit allem klar kommt.

Auch hier hat mir wieder super gut gefallen, dass es zwei Perspektiven gibt und man sowohl die Sicht des Kerls auch der Frau liest. Dabei ist das zweite Buch aber absolut keine schnöde Wiederholung des ersten. Stattdessen gibt es gravierende Unterschiede, wie die beiden zueinander stehen, wie sich ihre Beziehung zueinander entwickelt. Auch wenn bei solchen Geschichten das Ende immer ziemlich vorhersehbar erscheint, so legt Rachel Vincent immer einen interessanten Weg dahin, weil ich mir selbst nie denken konnte, wie die Probleme zwischen den beiden je so gelöst werden sollten, dass es so enden könnte, wie ich es vermuten würde. Und genau dieser Weg, aber auch die Probleme, als auch das Ende weisen letztlich viele Unterschiede zu Liv und Cam, den Protagonisten aus Blood Bound auf, allein schon in der Ausgangssituation, was mich sehr begeistert hat.

Ein weiterer Unterschied ist vor allem, dass sich in diesem Band auf eine andere Art von Fähigkeiten konzentriert wird, was wieder jede Menge neue Informationen und somit ebenfalls Abwechslung mit sich bringt.

Begeistert war ich dann vor allem von der Situation, die das Buch zum ersten der Trilogie verknüpft. Lesen kann man die drei Bücher nämlich völlig unabhängig, also auch nur einzeln, da sie jeweils von verschiedenen Personen handeln. Da es jedoch einen zeitlichen Verlauf gibt und die Protagonisten des ersten Buches irgendwann auch hier auftauchen, wäre es schon geraten, sie zusammen und in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Jedenfalls hat es mich riesig gefreut, den Protagonisten des ersten Buches wieder zu begegnen, auch wenn es komisch war, sie dieses Mal aus einer anderen Perspektive, statt ihrer eigenen zu lesen.

Shadow Bound hat mich wieder genauso begeistert wie schon Blood Bound, wenn nicht sogar noch ein wenig mehr, weil die Situation noch extremer und aussichtsloser erschien, als die des ersten Bandes. Dadurch war die Spannung größer und der Drang dazu, zum Ende des Buches zu kommen, höher, um endlich zu wissen, wie sich diese Probleme je lösen lassen sollen. Wunderbare Charaktere, die zusammen eine interessante Mischung ergeben und nochmal ein paar neue Einblicke in diese ausgefallene Welt und ihre Charaktere und ihre Fähigkeiten ergeben einen gelungene zweiten Band, der Lust auf mehr macht.

Doll Bones

Inhalt:

Twelve-year-old Zach is too old to play with toys. Or at least, that’s what his father thinks.

But even though he stops hanging out with Poppy and Alice, stops playing with his action figures, it’s no good. There’s one toy that still wants to play with him. A doll that’s made from the bones of a dead girl.

The only way to end the game is to lay the doll to rest forever. It’s time for a journey to Spring Grove cemetery. It’s time to grow up.

Meine Meinung:

Seit Holly Black mich letztes Jahr mit ihrer Curse Worker Reihe vollauf begeistert hat, bin ich großer Fan von ihr und jedes ihrer neuen Bücher ist für mich ein Sofort-Kauf. Dass Doll Bones dann auch noch ein Middle Grade Buch in Richtung Horror sein sollte, hat mich nur noch neugieriger auf das Buch gemacht.

Doll Bones war dann allerdings doch ganz anders als ich erwartet hatte. Ich hatte mir eine ganz andere Stimmung vorgestellt, als wie sie hier letztlich war. Und auch das Hauptaugenmerk, auf den sich das Buch konzentriert, war ein ganz anderes, als ich vor dem Lesen gedacht hatte.
Das bedeutet aber wiederrum nur, dass Holly Black mich positiv überrascht und letztlich auch wie erwartet begeistert hat.

Die Schwierigkeit die Autoren für mich in Middle Grade Bücher meistern müssen ist, dass ich mich oft nur schwer in 12-Jährige hineinversetzen kann. Ich glaube oft traue ich diesen einfach zu wenig zu oder stelle sie mir umgekehrt viel älter vor. Doch Holly Black ist es hier hundertprozentig gelungen, dass ich mich ohne Probleme in die drei Kinder hineinversetzen konnte. Alle drei sind dabei ganz unterschiedlich, aber jeder von ihnen hatte etwas an sich, bei dem ich mich ein Stück weit an meine Kindheit erinnert fühlte. Besonders aber Zachs Gefühlswelt war mir sehr einleuchtend und ich konnte ihn richtig gut nachvollziehen.

Zusammen ergeben die drei Kids eine bunte, lustige kleine Truppe, deren kleines Abenteuer eigentlich nur spannend werden konnte. Super gefallen hat mir dabei vor allem, wie die drei mit ihren Erlebnissen wachsen und sich mit dem Erwachsen werden beschäftigen. Für alle drei stellt dies ganz unterschiedliche Dinge in Aussicht.

Von Geistergeschichten für Kinder erwarte ich zwar nicht, dass sie mich gruseln, das hat bisher leider noch kein Buch geschafft, aber sie sollen trotzdem die Stimmung einer Horrorgeschichte rüber bringen können. Und das hat Holly Black durchaus geschafft. Die Geschichte dieser besonderen Puppe bringt allein deshalb schon für mich einen gewissen Reiz mit sich, da ich solchen Porzellanpuppe noch nie etwas abgewinnen konnte. Diese Puppe bringt aber auch den ein oder anderen schaurigen Moment mit sich und lässt einen vor allem immer wieder daran zweifeln, ob man innerhalb dieser Geschichte an Geister glauben soll, oder sich die Geschehnisse anderweitig weg erklären möchte.

Holly Black hat mit Doll Bones wieder bewundernswert tolle Charaktere geschaffen, deren Geschichte ich gespannt verfolgt habe und auf deren Aufdeckung zum Geheimnis über diese gruselige Puppe ich neugierig gewartet habe. Holly Black bringt hier noch einen für mich unerwarteten Aspekt ganz stark in der Vordergrund, der mir total gut gefallen hat und der die Geschichte noch interessanter macht und die Charaktere noch liebenswerter und echter.

Requiem

(Hinweis: Rezension enthält keine Spoiler zu den anderen Bänden! Nur die Inhaltsangabe enthält welche!)

Inhalt:

Now an active member of the resistance, Lena has been transformed. The nascent rebellion that was under way in Pandemonium has ignited into an all-out revolution in Requiem, and Lena is at the center of the fight.

After rescuing Julian from a death sentence, Lena and her friends fled to the Wilds. But the Wilds are no longer a safe haven—pockets of rebellion have opened throughout the country, and the government cannot deny the existence of Invalids. Regulators now infiltrate the borderlands to stamp out the rebels, and as Lena navigates the increasingly dangerous terrain, her best friend, Hana, lives a safe, loveless life in Portland as the fiancée of the young mayor.

Meine Meinung:

Gegen Ende von Pandemonium hatte ich es schon befürchtet und in Requiem war es nun soweit: Lauren Oliver hat sich tatsächlich an dieser einen Sache vergriffen, die ich 1. nicht wollte und die ich 2. von ihr auch eigentlich nie erwartet hätte. Wegen dieser Vorahnung hatte ich auch ziemlich lange gar keine Lust auf Requiem, bis ich mich dann schließlich doch dazu aufgerafft habe. Und leider muss ich auch sagen: wären die letzten 50 Seiten nicht gewesen, hätte ich das Buch als Zeitverschwendung abgestempelt. Und dabei tut es mir fast schon weh, ein Buch von Lauren Oliver so zu bewerten.

Was diese Situation am Ende von Pandemonium in Requiem so schlecht macht, sind zwei Dinge:
1. Lena ist zwar nie ein Charakter gewesen, den ich als super sympathisch bezeichnen würde, aber auf irgendeine Weise mochte ich sie immer. Aber was Lauren Oliver aus ihr in diesem Band gemacht hat, war einfach unausstehlich. Ich war richtig sauer auf Lena, für das was sie hier treibt und dadurch auch einfach nur die ganze zeit total frustriert und fassungslos, dass aus einem so schönen ersten Band nun so ein Abschluss geworden ist. Außerdem hatte ich aber auch das Gefühl, dass die ganze Entwicklung die sie in Pandemonium durchgemacht hat, plötzlich wieder zurück gegangen ist.
2. Ich hatte das Gefühl die ganze Geschichte beschäftigt sich nur noch mit diesem einen dummen Konflikt, der einfach nur unnötig ist. Alles rundherum, was viel wichtiger hätte sein müssen, erscheint total nebensächlich. Dass sie täglich um ihr Leben kämpfen und unter ihren Lebensbedingungen leiden kam bei mir überhaupt nicht an. Diese ganze Aussichtslosigkeit wird nicht mal ansatzweise rüber gebracht.

Als Lichtblick sah ich dann die Sichtweise von Hana an, die mich dann aber auch eher enttäuscht hat. Verständlicherweise ist Hana nicht mehr so, wie man sie noch vom Anfang kennt, aber auch ihre Sichtweise war mir lange zu träge und hatte einfach nicht den Charme, den ich mir von ihr erhofft hatte.

Hinzu kommt, dass das ganze Buch viel zu träge ist. Zwar ist man von Lauren Oliver keine spannungsgeladenen Geschichten gewohnt, die voll gepackt sind mit Action, aber hier war es das erst Mal, dass sich dies für meinen Geschmack negativ ausgewirkt hat. Ich musste mich immer wieder zum Weiterlesen aufraffen und sowohl Handlung als auch Charaktere konnten mein Interesse einfach nicht wecken. Selbst wenn man endlich mal etwas von Charakteren zu lesen bekam, auf die man lange Zeit warten musste, war die Handlung im sie rum so nichtssagend, dass selbst diese bei mir nicht für Begeisterung sorgen konnte.

Letztlich brachten die letzten Seiten für mich nochmal einen gelungene Umschwung mit sich. Endlich wurde was getan, Spannung kam auf und ich hatte wieder das Gefühl, mit den alten Charakteren aus den vorherigen Büchern zu tun zu haben, und nicht mit ihre todlangweiligen, unsympathischen Klonen. Auch in Sachen Stimmung kam endlich mal was bei mir an und ich hab mich im Buch wieder wohl gefühlt. Zu schade, dass dies nur so ein kleiner Anteil des Buches war.
Das große Finale hat mir letztlich auch gefallen. Alles kommt so zu einem Ende, wie es sein soll, auch wenn der Weg dahin einfach nur unnötig und mehr als enttäuschend war. Ich, die kein Fan von Epilogen ist, fand, dass Lauren Oliver genau an der richtigen Stelle aufhört, so dass man sich als Leser selbst denken kann, wie es für die Charaktere in Zukunft weiter geht.

Wirklich schade dass die Reihe von Buch zu Buch schlechter wurde. Ich werde wohl in nicht allzu weiter Ferne nochmal Delirium lesen um die richtig schönen Momente nochmal zu erleben, um den Mist aus diesem Band hier schleunigst zu vergessen.

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