All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Der Todesflüsterer

In einem Wald werden die rechten Arme von 6 Kindern gefunden. Die ermittlenden Beamten sind sich sicher: 5 der Arme gehören zu den bisher vermissten Mädchen. Doch wer ist das sechste Opfer? Um dies herauszufinden, wird Mila Vasquez zum Team geholt, denn sie ist darauf spezialisiert, vermisste Personen zu finden. Schnell wird ihr und und dem Profiler Goran Gavila klar, das es sich um einen genialen Serienkiller handelt, der dem Team immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Sie haben es mit einem extrem klugen Täter zu tun, der andere Personen nutzt und lenkt, um seinen grausamen Plan in die Tat umzusetzen.

Außerdem liest man immer wieder (kursiv gedruckt) über ein entführtes Mädchen, in den Fängen eines Mannes.
Besonders interessant wird die Geschichte dadurch, dass eine der Hauptpersonen ein Profiler ist und so viel erklärt wird über das Verhalten und die Entwicklung der Serienmörder. Man fühlt sich manchmal, wenn Goran Mila etwas zu diesem Thema erklärt, als würde er es einem selbst erklären, als säße man gerade in einer Unterrichtsstunde über Serienmörder.

Die verschiedenen Personen des Ermittlungsteams könnten unterschiedlicher nicht sein. Jeder ist eine ganz eigene Persönlichkeit, sie alle haben eine teilweise besondere und eine Rolle spielende Vergangenheit über die man nach und nach etwas erfährt. Mila hat anfangs Schwierigkeiten sich ins Team einzugliedern, doch nachdem sie ein paar deutlischte Treffer landet, wird auch sie angenommen.
Und somit ergibt sich ein erfolgreiches Team, das gegen einen starken Gegener zu kämpfen hat, von dem man sich mit jedem weitern Schritt nur noch weiter etfernen zu scheint.
Im Buch werden auch einige Andeutungen auf eine weitere Person gemacht, die meiner Meinung nach schon leicht etwas vermuten lassen. So war ich auch in der Mitte des Buches eher gelangweilt, weil nicht so viel Spannendes passierte und ich schon eine Vermutung hatte, was den Täter betraf. Auf den letzten hundert Seiten ging es dann aber plötzlich wieder richtig zur Sache. Ständige Richtungswechsel, man ist plötzlich völlig verwirrt, wem man noch trauen kann, wer der Täter sein könnte und was eigentlich hinter dem Ganzen steckt.

Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch. Umgehauen hat es mich nicht, aber es lässt sich super lesen und ich auch wenn ich nicht ganz überrascht vom letztlichen Ende war, erbegen sich einige Dinge, mit denen sicher keiner gerechnet hätte.