All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Hexenkind

In einem abgelegenen Bauernhaus in der Toskana findet ein Pilzsammler die Leiche einer Frau. Ihr und ihrem Hund wurde die Kehle durchgeschnitten. Es ist die Frau von Romano. Die beiden zogen nach einer schwierigen Zeit aus Deutschland in die Toskana um ein neues Leben aufzubauen.

Die Geschichte beginnt gleich mit dem Auffinden der Leiche und schon bevor die Ermittlungen beginnen, wird man erst einmal in die Vergangenheit der Personen geführt. Ständige Wechsel der Zeiten, nicht nur vor dem Tod und nach dem Tod, sondern wild durcheinander werden verschiedenen Lebensabschnitte geschildert, die mich völlig durcheinander brachten.

Außerdem hat das Buch meiner Meinung nach absolut nicht die Bezeichnung eines Thrillers verdient, da hier von dem Mord selbst und dessen Aufklärung nur wenig zu lesen ist. Selbst wenn man sich gerade beim Lesen in der Gegenwart befand, wurde darüber nur wenig beschrieben und der, meiner Meinung nach sehr unrealistisch beschriebene, Kommissar tut dazu noch sein übriges. Es handelt sich dabei um den Ermittler Neri, der mir auch in Sabine Thieslers Buch ‚Die Totengräberin‘ sehr negativ aufgefallen ist. Er scheint einfach immer die Falschen zu verdächtigen, wobei es sich eigentlich immer um den Ehepartner zu handeln scheint,  und auch von dieser Meinung meist nicht abzubringen. Seine Frau scheint dagegen immer ganz gescheit zu sein und weiß weit mehr Bescheid  als er, obwohl sie kaum über die Ermittlungen Bescheid weiß. Auch die anderen Personen handelten für mich meist nicht nachvollziehbar und so habe ich nach ca. 330 Seiten dieses Buch abgebrochen. Es war absolut keine Spannung vorhanden, es handelt sich einfach nur im die tragische Lebensgeschichte dieser Familie, in der es plötzlich zu einem Mord kommt.

Letztlich habe ich noch die letzten Seiten des Buches gelesen um die Identität des Täters zu erfahren, wurde dann aber noch weit mehr enttäuscht, als ich las, wer es denn letztlich war. Meiner Meinung nach ebenfalls völlig unrealistisch und sinnlos, also eigentlich durchaus zu erwarten.
Dies wird für mich das letzte Buch von Sabine Thiesler gewesen sein,  durch ein drittes werde ich mich nicht mehr quälen.