Der Frauenjäger

Ein Mörder hat es auf Frauen abgesehen. Verheiratete Frauen. Frauen, die sich seiner Meinung nach nur von ihren Männern aushalten lassen und deren hart verdientes Geld zum Fenster rausschmeißen.
Auch Marlene gehört zu dieser Sorte Frau. Sie ist verheiratet und Mutter zweier schon fast erwachsener Kinder. Ihr Mann verdient genug Geld, so dass sie nur für den Haushalt zuständig ist und so kaum weiß, was sie mit all ihrer Zeit anfangen soll. Und so kommt es, dass sie ins Blickfeld des Täters gerät…

Schon nach dem Lesen der Leseprobe ist mir aufgefallen, dass dieses Buch sehr viel Inhalt enthält, der sich kaum auf das bezieht, was im Klappentext angekündigt wurde. Doch bei den ersten Seiten hab ich dies noch darauf geschoben, dass es sich dabei einfach um eine Einleitung der Geschichte handelt und dass es notwendig ist, alle diese Personen so genau zu beschreiben, weil sie möglicherweise eine wichtige Rolle spielen.

Leider musste ich dann im Laufe des Buches feststellen, dass dies weiterhin so blieb. Die Geschichte konzentriert sich nur sehr wenig auf den Mörder und dessen Taten und stattdessen wird hier die Lebensgeschichte eines Freundeskreises ausgebreitet und von vorne bis hinten erläutert.
Die Idee dieser Geschichte war gut, jedoch steckten darin zu viele verzweigte Teile, die schließlich zum Täter führen sollte, so dass die Geschichte selbst zu langatmig wurde.

Zwar war der Schreibstil, wie man es von Petra Hammesfahr gewohnt ist, sehr gut. Man floss geradezu durch das Buch und detaillierte Beschreibungen der jeweiligen Situationen und Gefühle ließen zu, dass man sich leicht in die Geschehnisse reinfinden konnte und sie real vorstellbar wurden.
Auch in die verschiedenen Charaktere erhielt man einen sehr tiefen Einblick, da auf jeden Einzelnen sehr weit eingegangen wird, so dass der Leser ein ganz genaues Bild dieser vor sich hatte.
Jedoch waren deren Handlungen und Gedankengänge teilweise alles andere als nachvollziehbar, vor allem als es auf das Ende zuging.

Nach dieser langsam voran kommenden Geschichte, die sich für mich zu sehr in die Länge zog, kam es schließlich zu einem sehr abrupten Ende, bei dem kaum auf die Aufklärung des Falles selbst eingegangen wird. Die Opfer und die Personen in deren Umkreis standen stattdessen wieder im Vordergrund.

Hinzu kam außerdem, dass die Auswahl an Personen, die für den Täter in Frage kamen, nicht besonders groß war und so war es möglich, dass man ziemlich schnell erahnen konnte, wer dahinter steckte und aus welchen Gründen.

Ich habe mir durch den Klappentext einen wirklich spannendes Thriller erhofft, die Idee dafür war auf jeden Fall da und auch das erste Kapitel, sowie das Letzte hatten auch durchaus das beinhaltet, was ich mir erhofft hatte. Jedoch war das kurze Aufflammen von Spannung, was sich anfangs ergab, durch viel zu lange und ausführliche Schilderungen anschließend schnell wieder vergessen. Einzig und allein der Schreibstil ermunterte mich dazu, dieses Buch bis zum Schluss zu lesen und auf ein gelungenes und überraschendes Ende zu hoffen.


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