All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Looking for Alaska

Miles macht sich auf den Weg in ein neues Abenteuer, weg von seinen alten Schulfreunden, mit denen er nie wirklich befreundet war, wagt er einen Neuanfang auf einem Internat.
Dort braucht es auch nicht lange und er findet durch seinen Mitbewohner schnell eine kleine Gruppe von Leuten, die er bald seine Freunde nennen kann.
Darunter ist auch die ungewöhnliche Alaska, in die sich Miles auf Anhieb verliebt. Doch da gibt es ein großes Problem: Sie ist bereits vergeben.
Ein aufregendes neues Jahr mit vielen bunten Abenteuern erwartet Miles in seinem ersten Jahr am Internat….

Diese Geschichte ist so wunderbar geschrieben, enthält in sich so viele kleine schöne Geschichten, dass man das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen kann.
Eine Geschichte über die erste große Liebe, über das Erwachsenwerden und mit den ersten wirklichen Problemen im Leben klarzukommen.
Besonders interessant wird es in dieser Geschichte deshalb, weil die Kapitelüberschriften die Zeit bis zu einem ganz bestimmten Ereignis hin runter zählen. Immer wieder passieren die außergewöhnlichsten Dinge und man stellt sich immer wieder die Frage: wenn das noch nicht der große Moment war, was kommt dann noch? Und dann kommt man schließlich an diese Stelle und es trifft einen wie ein Schlag, völlig unvorbereitet.
Unterschwellig gibt es zwar immer wieder Andeutungen dazu, jedoch sind diese so geschickt in die Geschichte eingebaut, das man gar nicht darauf kommen könnte, dass sie etwas mit dem Geschehen selbst zu tun haben.
Eine Geschichte, die mich durch und durch gefesselt hat und auch danach nicht gleich wieder losgelassen hat.

John Green hat einen super tollen Schreibstil. Er hat eine Art, die Dinge zu beschreiben, dem Leser ein Bild in den Kopf zu setzen und es dort zum Leben zu erwecken. Ein locker, frischer Schreibstil, so dass die Geschichte leicht zu lesen ist und man sich sehr schnell in die Geschehnisse einfinden kann und fast schon selbst mittendrin dabei ist.

Sollte ich nach dem Lesen dieser Geschichte einen Charakter nennen, der mir am besten gefallen hat, ich könnte keinen nennen. Sie waren alle so verschieden und einzigartig auf ihre Weise, ich mochte sie alle. Schon nach kurzen knappen Erläuterungen wusste ich gleich, würde ich dieser Person begegnen, ich würde sie auf Anhieb mögen. Besonders hervorstechend ist dabei natürlich Miles, da aus seiner Sicht die Ereignisse geschildert werden. Ein schüchterne Junge, dem es nicht einfach fällt, neue Freunde zu finden, der schnell ins Stottern gerät,  ein Kerl, den man einfach mögen muss. Und wie kann man als Bücherliebhaber Alaska nicht mögen, wo so doch meterhohe Stapel an Büchern in ihrem Zimmer beherbergt. Auch die anderen des Freundeskreises haben alle diesen einen ganz bestimmten Charakterzug, der sie auszeichnet, zu etwas besonderem und vor allem liebenswert macht.

Eine Geschichte über die erste große Liebe, über das Leben und die Freundschaft. Ich war vollkommen mitgerissen und freue mich jetzt schon riesig auf das nächste Buch von John Green.