All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Numbers: Den Tod im Blick

Jem hat eine besondere Gabe. Wenn sie Menschen in die Augen blickt sieht sie eine Zahl. Aber nicht irgendeine Zahl, sondern deren Todesdatum. Jem belastet diese Gabe sehr, denn was die Zahlen bedeuten, erkannte sie erst, als ihre Mutter starb. Von da an kam sie von einer Pflegefamilie zur Nächsten und führte ein sehr zurückgezogenes Leben ohne Freunde. Bis heute, als sie den schlaksigen „Spinne“ kennenlernt und sie zu Freunden werden.  Und den beiden stehen ein paar wirklich anstrengende und abenteuerliche Tage bevor.

Auch wenn es sich hier um ein Jugendbuch handelt, hat mich die Idee, die hinter dieser Geschichte steckt, schnell begeistern können und ich war schon gespannt auf das Buch.
Leider nahm diese Begeisterung allerdings schnell wieder ab. Ich mochte zwar das Buch an sich, ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen und mich hat es auch immer wieder, nach einer Pause, dazu gedrängt, weiterlesen zu können, aber im Gesamten konnte mich das Buch nicht überzeugen.

Die Geschichte an sich war mir zu voraussehbar, ich konnte immer schon erahnen, worauf die jeweiligen Handlungen hinauslaufen würden und vor allem auch das Ende war mir schon weit im Voraus klar. Somit war das Buch für mich nur wenig bis gar nicht spannend.

Außerdem gab es Stellen, die ich etwas unrealistisch fand, die ich so nicht nachvollziehen konnte, worauf ich aber nicht weiter eingehen möchte, um nicht zu viel zu verraten.

Dass ich trotzdem Interesse an der Geschichte hatte, lag wohl zum einen an dem schönen Schreibstil. Ich kam sehr gut damit zurecht, fand mich schnell in die Geschichte ein und fand diesen vor allem passenden zum Erzählstil einer Jugendlichen.
Zum anderen fand ich die Charaktere, vor allem Spinne, total sympathisch. Ihn habe ich auf Anhieb in mein Herz geschlossen und hab mit viel Freude über ihn gelesen. Bei Jem dagegen hatte ich meine Schwierigkeiten, weil sie so extrem negativ eingestellt ist und eine sehr deprimierende Stimmung rüberbringt.

Bei diesem Buch fehlte mir einfach etwas Besonderes. Etwas, das es auszeichnet und aus der Menge herausstechen lässt und so im Gedächtnis bleibt. Die Story an sich war zwar mal etwas Neues für mich, aber das Thema wurde kaum aufgegriffen, es drehte sich vielmehr um einen anderen Aspekt der Geschichte.
Außerdem eröffnet das Ende schon die mögliche Story zum zweiten Band, der in mir allerdings absolut kein Interesse daran wecken konnte, da ich mir nur schwer vorstellen kann, dass es zu diesem Thema noch mehr zu sagen/schreiben gibt.