Stadt der Schmerzen

Katharina begleitet ihren besten Freund Orlando nach Florenz, um die Beerdigung dessen Vater beizuwohnen. Jedoch ist nicht nur der Tod Orlandos Vaters Grund dafür, dass aus diesem Besuch kein Kurzurlaub in einer malerischen Stadt wird, sondern zusätzlich noch ein Mord innerhalb der Familie. Katharina ist auch gleich Feuer und Flamme und kann es mal wieder nicht lassen, sich in die Angelegenheit einzumischen und ihr guter Freund muss sie dabei natürlich unterstützen.

Bei dieser Geschichte muss man nicht lange warten, denn gleich zu Anfang spielt sich ein Mord ab, der auch gleich jede Mengen Fragen aufwirft, da man nicht nur den Täter nicht kennt, sondern auch das Opfer noch unbekannt ist.

Ereignisreich geht es danach auch weiter, denn Edith Kneifl schreckt nicht davor zurück, ausgerechnet eine Beerdigung für ihre einleitende Geschichte zu verwenden und sorgt auch hier für alles andere als Langeweile und zieht den Leser in den Bann der Geschichte mit einem aufregenden Mordfall.

Mit der fortfließenden Geschichte befindet man sich wie auf einer Rundführung durch Florenz. Eine Stadtführung der besonderen Art, verteilt auf mehrere Tage, während derer man die Stadt Florenz von allen seinen Seiten näher kennen lernen kann und dessen kunstvolle Sehenswürdigkeiten, sowie dessen Geschichte näher gebracht bekommt.

,,Krimilesen bildet, ich weiß”, sagte er kichernd. [S.80]

Leider konzentriert sich die Geschichte anfangs darauf so stark, dass der Mord selbst sehr in den Hintergrund rückt, was zu Folge hat, dass dem Buch die anfängliche Spannung genommen wird. Jedoch ist man irgendwann mit dieser scheinbaren Stadtführung fertig und ab dem Moment geht es dann auch wieder wirklich spannend weiter. Die Suche nach dem Täter ist dabei nicht gerade leicht. Man ist sich zwar sicher, dass es eine der schon bekannten Personen ist, jedoch gibt es ein ständiges Hin und Her, immer wieder neue Hinweise und Vermutungen, so dass man sich nie auf eine Person festlegen kann. Nur das Ende kam mir letztlich etwas zu abrupt und mir persönlich hat der ausklingende Teil gefehlt.

Mit dem Schreibstil kam ich sehr gut zurecht. Ich fand schnell in die Geschichte rein, sie ließ sich flüssig lesen und es gab keinen holprigen Formulierungen, die das Lesen erschwert hätten. Auch dass die Wahl der Perspektive auf Kafka gefallen ist, hat mir gut gefallen. Die ganzen Ereignisse aus ihrer Sicht zu betrachtet, erschwerte die Sache, die anderen Personen einschätzen zu können, was zu diesem Buch wunderbar gepasst hat.

Katharina, genannt Kafka, und Orlando geben ein wunderbar unterhaltsames Ermittlerpaar ab. Obwohl sie sich beide immer wieder fürchten und sich in manchen Situationen anstellen wie Kleinkinder, begeben sie sich trotzdem immer wieder in gefährliche Situationen und können es nicht lassen, sich einzumischen. Außerdem sind sie beide sehr sympathische Persönlichkeiten, die mit viel Witz und ihrer scharmanten und verrückten Art bestechen. Vor allem Orlando ist dabei sehr herausstechend, der sich gerne in Frauenkleidern zeigt, sich darum aber auch immer wieder beklagt, dass ihm die Füße wegen seiner Schuhe schmerzen.

Insgesamt ein gelungener Krimi, der vor allem für diejenigen interessant ist, die sich gerne mal mit Florenz beschäftigen möchten und eine durch amüsante Charaktere aufgelockerte Geschichte verfolgen möchten.


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