Boy 7

Er wacht ganz allein auf einer Wiese auf und kann sich weder daran erinnern, wie er dort hin kam, noch wer er selbst ist. Bei sich trägt er einen Rucksack, welcher ein Handy enthält, doch statt gleich Hilfe zu rufen, warnt ihn seine eigene Stimme auf der Mailbox: Ruf auf keinen Fall die Polizei.

Doch was tun, wenn man keinerlei Erinnerungen hat und nicht weiß, an wen man sich wenden kann?

Was mich vor einem halben Jahr so begeistert hat, als ich endlich auch mal (wieder) angefangen habe, Jugendbücher zu lesen, war, dass man sie selbst als Erwachsener lesen kann und dabei trotz der teilweise viel jüngeren Charaktere noch total mitgerissen wird.

Leider hab ich mit Boy 7 zu einem Buch gegriffen, bei dem ich den Eindruck hatte, dass es für Jugendliche vielleicht super spannend sein könnte, für meine Verhältnisse aber leider nichts ist.

Schon von Anfang an hatte ich große Schwierigkeiten überhaupt in das Buch rein zu kommen. Ich kam nicht wirklich mit dem Schreibstil klar, fand ihn viel zu holprig und die Beschreibungen ließen die Handlung nur so dahin plätschern ohne dass mich die Geschichte in irgendeiner Weise gepackt hat.

Hinzu kommt, dass die Spannung der Geschichte darauf aufbaut, dass man wissen möchte, wer Boy 7 ist und wieso er sich an nichts erinnern kann. Das Geheimnis dazu war mir dann aber viel zu schnell gelüftet und danach war dann wirklich der letzte Rest Lust auf die Geschichte verflogen und ich habe das Buch nach 120 Seiten abgebrochen.

Eine Situation, die mich auch ganz arg gestört hat war, dass der Junge sich anderen als Boy Seven vorstellt. Also Boy als Vor- und Seven als Nachname. Hallo? Wenn ich hier jemandem begegnen würde, der sich mir so vorstellen würde, würde ich ihn erst mal fragen, ob er sie noch alle hat.

Insgesamt kam ich daher auch nicht wirklich mit dem Charakter des Jungen klar. Ich konnte mich absolut nicht in ihn hineinversetzen, fand, dass er teilweise total abwegig handelt und stellenweise war er auch etwas schwer von Begriff. Manche Dinge waren einfach so offensichtlich, doch er braucht immer einer Weile, bis er dahinter kommt.

Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich schon zu viele nervenaufreibende Thriller gelesen habe, dass diese schon richtig in die Trickkiste greifen müssen um mich an das Buch zu fesseln, oder am Alter,  so dass mir die Geschichte nicht zugesagt hat. Aber ganz egal was: da mir auch Schreibstil und die Charaktere nicht gefallen haben, würde ich dieses Buch nicht weiter empfehlen.


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Comments:

  • Ich krieg auch immer zuviel, wenn die Charaktere absichtlich dumm dargestellt werden und ewig brauchen, bis sie etwas begreifen -.-
    Die Kurzinfo erinnert mich ja so ein bisschen an The Maze Runner…
    Aber ich glaube, ich lasse das Buch doch noch nen Weilchen auf dem SuB ruhen :D

    • crini • July 20th, 2011

      Ich finds immer wieder schrecklich. Nur weil die Charaktere nicht hinter die Sachen kommen, kommt der Leser ja trotzdem selbst drauf und Langeweile ist vorprogrammiert!
      Das hat mich ja auch an City Of Glass so extrem gestört ^^

  • Hallo Crini,

    deine Rezension hat mich echt neugierig gemacht. Ich werde “Boy 7” (dank Bücherei) auf jeden Fall lesen und natürlich berichten.

    Liebe Grüße,
    Sabine

  • Hallo Carina!
    Das Buch steht schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste. Und da ich nicht so viele Thriller lese, könnte es wohl trotzdem etwas für mich sein. Und “Boy” ist übrigens offiziell ein Jungenname im Friesischen Raum. Ich hatte schon einmal ein Jugendbuch, dass an der See gespielt hat und wo der Junge Boy hieß.

    liebe Grüße,
    Cara

  • Unreadable ist ein ganz schön hartes Urteil :-) Aber ich kann es auch nicht leiden, wenn sich Charaktere fürchterlich dämlich benehmen.

    • crini • July 22nd, 2011

      naja, ich unterscheide halt nur zwischen readable und unreadable und wenn ich ein Buch für Zeitverschwendung halte, dann gibts halt auch mal ien unreadable ;)

  • Paula • October 12th, 2015

    Wir mussten das Bcuh in Deutsch lesen, weil unsere Deutschlehrerin das Buch so toll findet. Sie hat aber selbst nicht mal das ganze Buch durch. Es zieht sich auch so quälend, dass man aufhören will. Auf der ersten Seit so erst über irgendwas auf einmal dann seine Hose, dann wieder irgendwas und dann das erste Thema oder so. Ich bin voll froh, dass ich es schon durch hab, nur die dummen Aufgaben bleiben einem nicht ersparrt. Charakterisireung der Boys…

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