Burn Bright

In Ixion ist nur eines wichtig: Erlebe die Party deines Lebens!
Eine Welt in der sich alles nur darum dreht, den absoluten Spaß zu haben und Tag für Tag zu feiern.

“We have few rules but they are absolute . . .“

Doch Retra, die es gewohnt ist, ein Leben vom völligen Gegenteil zu führen, ein Leben ohne Spaß, ohne den Kontakt zu Jungs, ohne Körperkontakt, ohne alle die Dinge, die den Spaß im Leben bringen, findet an diesem Ort überhaupt keinen Gefallen. Doch es gibt einen Grund, der sie doch dorthin flüchten lässt: Ihr Bruder ist dorthin verschwunden und ohne ihn kann sie ihr Leben einfach nicht mehr ertragen. Doch dort erwartet sie etwas völlig anderes als gedacht, denn Ixion hält nicht nur Vergnügen beriet sondern verbirgt auch gefährliche Geheimnisse. Und irgendwer scheint Retra ins tiefe dunkle dieser Welt ziehen zu wollen.

 Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben fällt mir wirklich absolut schwer und ich glaube, dass sie einen ganz anderen Eindruck hinterlassen wird, als ich eigentlich hatte. Aber als ich angefangen hatte mir Notizen zu machen, sind mir irgendwie nur negative Dinge eingefallen, Sachen die mich gestört haben Aber trotzdem war ich an sich von der Geschichte total begeistert.

 Zwar handelt es sich bei der Geschichte mal wieder um eine Dystopie, aber diese hier ist ganz anders, als alles was ich bisher gelesen habe.

Es gibt natürlich wieder eine Gesellschaft, durch die die Protagonistin ein absolut unglückliches Leben führt und der sie entfliehen will.

Aber in diesem Buch hat sie nicht etwa genau damit zu kämpfen, sondern sie entflieht ihr schon gleich auf der ersten Seite und landet in einer ganz anderen und scheinbar aufregenden und völlig neuen Welt.

Über ihr altes Leben erfährt man daher nur nach und nach etwas und man weiß gar nicht so richtig, wieso ihr altes Leben eigentlich so schrecklich war dass sie die schwierige Suche nach ihrem Bruder auf sich nimmt, obwohl sie doch gar nicht Teil dieser von Partys beherrschten Welt werden will.

Und sobald Retra auf dem Weg zu Ixion ist, beginnt eine völlig abgefahrene Geschichte auf einer Insel, auf der nichts ist wie es scheint und in der es allen nur darum zu gehen scheint, sich bunte Pillen einzuschmeißen und die Party ihres Lebens zu feiern. Bis auf Retra, denn die ist nur auf der Suche nach ihrem Bruder. Doch genau dies wird ihr noch große Probleme machen. Und so kommt auch die Spannung in diesem Buch auf, denn Retra ist zwar ihrem alten Leben entflohen, doch auch in ihrem Neuen ist sie nicht sicher und muss sich ganz genau an die Regeln halten und versuchen, nicht aus der Reihe zu tanzen.

Zusätzliche Spannung kommt auch dadurch auf, dass Retra nicht weiß, wem sie trauen kann und wen sie um Hilfe bitten kann, ihren Bruder zu finden. Immer mit der Angst im Hinterkopf, dass man sie aus Ixion verbannt, muss sie ganz genau einschätzen, wie viel sie wem anvertrauen kann.

Diese Geschichte bietet außerdem einen bunten Genresmix an. Nicht nur, dass hier das Thema einer fiktiven und negativ behafteten Gesellschaft aufkommt, sondern hier wird man auch noch mit einem Schuss Fantasy bedient. Grauenhafte Kreaturen der Nacht und Menschen, die ungewöhnliche Fähigkeiten zu haben scheinen laufen einem dabei über den Weg.

Zwar hat mir die Idee, die hinter der Geschichte steckt wirklich gut gefallen, allerdings hatte ich teilweise auch große Schwierigkeiten damit.

Zum einen war ich anfangs etwas überfordert und irgendwie verwirrt und wusste nicht so recht wo oben und unten ist. Man wird auf wenigen Seiten mit so vielen Informationen überschüttet, da man gleichzeitig das Wissen zu zwei völlig verschiedenen Welten präsentiert bekommt, so dass es mir anfangs schwer viel, mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen.

Außerdem hatte ich große Schwierigkeiten mich in Retra hineinzuversetzen. Da sie aus einer Welt kommt, in der man kaum miteinander spricht, Jungs und Mädchen keinen Kontakt haben und es auch innerhalb der Familie keinen bis kaum körperlichen Kontakt gibt, fiel es mir ziemlich schwer nachzuvollziehen, wie sie sich in gewissen Momenten fühlen musst, wenn es zum Beispiel darum geht, sich vor anderen umzuziehen oder auch nur mit einem Jungen Hände zu halten.

Eigentlich schreibe ich in meinen Rezensionen ja nichts zum Cover, aber dieses Mal muss das einfach sein:

Nicht nur, dass ich das Buch sowieso schon auf Anhieb haben wollte, als ich diese extrem tolle Gestaltung gesehen hab, sondern ich hätte es auch so gerne behalten, als ich es dann mal in den Händen gehalten hab. Denn die Oberfläche ist der Hammer! Irgendwie ganz glatt, fast so wie Wachs. Beim ersten Mal anfassen war es noch irgendwie total komisch, aber mittlerweile find ich es ganz toll.

Alles in allem war ich von dieser völlig anderen Art der Dystopie, von diesem Dauerrausch total begeistert. Die Geschichte wurde so fesselnd geschildert, dass ich kaum aufhören wollte zu lesen und immer darauf gespannt war, was als nächstes passieren würde. Bis auf Retra haben mir auch die Charaktere wirklich gut gefallen, so dass ich jedem, der mal etwas völlig anderes miterleben möchte, dieses Buch empfehlen würde.


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Comments:

  • Schön eine Rezension zu dem Buch zu lesen :)
    Also ich fand man findet schon heraus, warum Retra es so schlecht hatte in ihrem alten Zuhause. Keine Freunde, keine Musik usw. und dann dieser Typ, der ihr die Fessel angelegt hat, ich befürchte der hat noch mehr getan als das.

    • crini • July 19th, 2011

      Vielleicht hab ich mich schlecht ausgedrückt:
      Ich meinte dass man am Anfang eben noch nicht weiß, wieso es da so schrechlich war. Das kommt ja alles erst so mit der Zeit raus..

  • Tolle Rezension! Das Buch klingt wirklich sehr interessant und das Cover finde ich auch überwältigend! Zu Schade das man es so schwer in die Finger bekommt :(

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