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A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Catching Fire

Sie haben es Geschafft. Zum Trotz des Kapitols haben sie die Hunger Games zu zweit verlassen. Doch statt einem glücklichen Leben, mit Reichtum und gefülltem Magen, stehen Katniss und Peeta weit schlimmere Zeiten bevor. Denn nun geht es darum, alle anderen davon zu überzeugen, dass sie wirklich aus Liebe gehandelt haben und dass es sich bei ihrer letzten Tat nicht um eine Auflehnung gegen die Gesellschaft handelt. Dabei wird nicht nur ihr eigenes Leben bedroht, sonder auch das, ihrer Familien. Ob sie es schaffen, ihre Liebe überzeugend darstellen zu können, oder ob sie sich und viele andere in Gefahr bringen werden?

Leider konnte mich der zweite Band der Reihe nicht ganz so überzeugen wie der erste. Beim Ersten war man irgendwie gleich mitten drin im Geschehen, es dauerte nicht lange und die Hunger Games fingen an und die Geschichte strotzte nur so vor Spannung.
Dieses Mal war das alles ganz anderes. Fast zwei Drittel des Buches ist für mich einfach nichts Besonderes und Interessantes passiert. Katniss und Peeta reisen durch die verschiedenen Bezirke und müssen ihre Liebe vor der Kamera überzeugend darstellen, was letztlich zu Problemen führt in der Beziehung zwischen Gale und Katniss, sowie das Leben ihrer Familien als auch ihr eigenes bedroht.
Mir drehte es sich dabei einfach zu sehr um dieses ganze Liebesdreieck und die damit verbundenen Probleme. Spannend war das absolut nicht.
Der letzte Teil nimmt dann allerdings nochmal richtig an Fahrt zu, hat jedoch auch so seine Nachteile.

[spoiler title=”Spoiler”]

Da die beiden schon wieder in die Arena müssen, liest man noch einmal die gleichen Vorbereitungen und die gleichen Abläufe bis hin zum Eintritt in die Arena, was ich leider sehr langweilig fand. Es ist zwar nötig gewesen für die Geschichte, aber ich hätte auch an sich nicht damit gerechnet, dass es überhaupt nochmal dazu kommt, dass sich etwas in der Arena abspielt. Ich hätte schon im zweiten Band mit der Auflehnung gegen die Gesellschaftsform gerechnet.[/spoiler]

Was ich leider auch schon am ersten Band nicht sonderlich gut fand, ist der Aspekt, dass ich nie wirklich den Eindruck hatte, dass sie nun wirklich um ihr Leben kämpfen, dass sie oder ihre Familie in Gefahr schweben.  Ihnen fällt es immer zu leicht, ihre Probleme zu lösen Durch  glückliche Zufälle kommt alles oft zum Guten ohne dass sie groß etwas dafür tun müssen, weil es doch immer wieder irgendwelche Menschen gibt, die ihnen zur Seite stehen und ihnen helfen.

Und trotz der vielen Kritikpunkte hat das Buch ein ‚readable‘ absolut verdient, denn es gab immer noch genügen Oh-mein-Gott-Momente und Gänsehaut-Situationen, vor allem auf den letzten 150 Seiten, so dass das Buch trotzdem irgendwie total fesselnd war und ich nicht aufhören wollte zu lesen.

Vor allem der Schreibstil der Autoren hat mich wohl sehr gepackt, denn Suzanne Collins macht selbst aus unbedeutenden Situationen durch ihre ausführlichen und bildlichen Beschreibungen plötzlich atemraubende Momente und setzt den Leser vollkommen unter Spannung. Vor allem dass man von einem auf den anderen Moment mit etwas völlig Unerwartetem konfrontiert wird, sei es was Gutes oder Schlechtes, verhilft der Geschichte deutlich zur Spannung.

Was mich wiederum sehr gestört hat, war, dass es oft innerhalb eines Absatzes Sprünge in der Zeit gab, was mich anfangs sehr verwirrt hat. Außerdem werden manche Erlebnisse extrem knapp dargestellt. Zwar würde deren detaillierte Beschreibungen das Geschehen langweiliger machen, aber mir kam die Geschichte teilweise zu abgehackt vor. Und dass sich Katniss mittendrin plötzlich an etwas zurück erinnert und dieses Geschehen beschrieben wird, hat bei mir anfangs auch für einiges an Verwirrung gesorgt. Da hätte ich mir eine bessere Aufteilung der Geschichte und mehr Absätze gewünscht.

Zusammenfassend würde ich sagen, handelt es sich bei Catching Fire leider um eine etwas weniger spannende Wiederholung von The Hunger Games und kann nicht mit dem ersten Teil mithalten. Dabei sollte man aber bedenken, dass der erste Band wirklich extrem gut und spannend war und somit auch der Zweite nicht von schlechten Eltern ist, allerdings seine Schwächen hat, was die Handlung betrifft.