All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

City of Glass

Immer noch befindet sich Clarys Mom in einem Koma, aus dem sie einfach nicht mehr wieder zu erwachen scheint. Doch durch den Hinweis einer alten Freundin ihrer Mutter, glaubt Clary in Alicante, der Stadt aus Glas jemanden zu finden, der ihr und ihrer Mutter helfen kann. Doch nicht nur dass Jace sie dort nicht haben will und sich mit seiner Familie aber ohne sie auf den Weg dorthin machen will, sondern auf ihrem Weg in die Stadt aus Glas stehen ihr und auch Jace noch einige andere Probleme bevor. Während Valentine weiter seinen Plan verfolgt eine Armee aus Dämonen aufzubauen um so die Macht über alle Shadow Hunter zu erlangen, lernt Clary den mysteriösen Sebastian kennen, auf den Clary eine merkwürdige Anziehung auszuüben scheint. Doch wird er ihr helfen können, den Fremden zu finden, der ihre Mutter aus dem Koma heraus helfen kann?

Dieses Buch hat mich wirklich Nerven gekostet. Es hat mich nicht mal gestört, dass es nicht vor Spannung strotze, denn das tat es auf jeden Fall, sondern dass es eine Tatsache gab, die schon am Ende des zweiten Buches zur Sprache kam und somit ein ziemlich offensichtliches Geheimnis preis gegeben hat. Cassandra Clare hält seine Leser aber wohl für extrem dumm, und meinte dieses ‘Geheimnis‘ noch extrem lange hinauszögern zu müssen um somit die Hauptcharaktere weiterhin quälen zu können.

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Was mir ja vor allem sehr seltsam vorkam war, dass Clare ihre Charaktere so lange im Glauben lässt, Jace und Clary seinen Geschwister, dass doch für jemanden, dem gar nicht klar ist, dass dies gar nicht der Fall ist, diese ganze Liebesgeschichte zwischen den beiden etwas abartig sein müsste.

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Aber auch wenn ich von diesem Teil der Reihe so extrem genervt war, bis diese gewisse Sache endlich zur Sprache kam, so hat die Spannung auf jeden Fall alles wieder raus geholt. Schon auf den ersten Seiten war ich wieder vollkommen gefesselt und gebannt von der Geschichte und konnte das Buch kaum zur Seite legen. Ich konnte mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen und hab gespannt darauf gewartet, wie die Trilogie um die Shadow Hunter und ihrem Feind Valentine enden wird.

Leider konnte mich Cassandra Clare auch mit ihrer Schreibe nicht hundertprozentig überzeugen, da sie zwar eine wunderbare und vor allem spannende Geschichte geschaffen hat, aber ihr scheinen irgendwann die Formulierungen ausgegangen sein. Immer wieder muss man darüber lesen, was für tolle lange Wimpern Jace doch hat. Dies wurde wirklich jedes Mal beschrieben, wenn Clary ihm mal wieder etwas näher kam.

Außerdem war ich auch etwas von den Charakteren enttäuscht. Clary kam mir dieses Mal einfach sehr dumm vor. Es gab zu verschiedenen Dingen so viele offensichtliche Andeutungen, doch sie hat nicht eine davon verstanden. Außerdem hat mir bis auf bei Simon und Alec die Entwicklung gefehlt, die ich mir vor allem bei Clary mittlerweile mal gewünscht hätte. Allerdings konnte auch das extrem spannende Ende, das einen absolut gelungenen Abschluss der ersten drei Bände bildet, sowie immer wieder lustige und somit auflockernde Szenen, die sich vor allem immer wieder um Alec drehen, mich doch wieder von dem Buch überzeugen.

Insgesamt war ich von dem Buch doch ziemlich angetan, auch wenn ich einige Negativpunkte hatte. Die Geschichte selbst hat mich einfach so sehr in den Bann gezogen, dass versteckte, jedoch offensichtliche Tatsachen und manchmal nervende Charaktere eine weniger große Rolle gespielt haben und ich so mit einem guten und befriedigendem Gefühl das Buch zur Seite legen konnte. Jedoch bin ich alles andere als zuversichtlich was die nächsten drei Bände, sowie die zweite Trilogie von Cassandra Clare angeht, da für mich die Geschichte an dieser Stelle vollkommen abgeschlossen war.