All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

The Iron King

Meghan fühlte sich schon immer ausgeschlossen und als würde sie nicht richtig zu ihren Mitschülern passen. Und genau dies scheint sich an ihrem sechzehnten Geburtstag zu bestätigen: Angeblich soll ihr sonst so liebenswerter Hund ihren kleinen Bruder angegriffen haben,  ihr Bruder selbst verhält sich alles andere als normal, ihr bester Freund Robbie scheint plötzlich besonderen Wert auf ihren Schutz zu legen, aus der Ferne wird sie von einem mysteriösen Jungen beobachtet und sie scheint sich auch andere Dinge einzubilden. Doch was wirklich hinter allen diesen Dingen steckt, dass Meghan schon in kurzer Zeit Teil einer ganz besonderen und außergewöhnlichen Welt wird, scheint sie noch nicht zu ahnen…

Wer dieses Buch zur Hand nimmt, sollte damit rechnen, wie Alice im Wunderland ins Kaninchenloch zu fallen und daraus nicht mehr so schnell wieder hervor zu kommen. Man landet in einer völlig fremden und einzigartigen Welt und trifft auf die merkwürdigsten und außergewöhnlichsten Figuren und Wesen, die einen immer wieder durch ihre unerwarteten Absichten überraschen. So wie auch Alice im Wunderland trifft man hier auch auf ganz besonderes Wesen: Grimalkin erinnert zu sehr an die Grinsekatze und hat nicht nur vom Namen her sehr viel Ähnlichkeit.
Den Leser erwartet ein aufregendes Abenteuer in einem Wunderland mit den unterschiedlichsten Wesen, ob gut oder schlecht, und nichts ist, wie es scheint.

Da es sich hierbei um den Auftakt einer Reihe handelt, wird man hier allerdings erst einmal mit vielen verschiedenen Dingen konfrontiert und muss sich erst nach und nach einen Überblick verschaffen.
Dadurch konnte ich mich anfangs nur sehr schwer auf die Geschichte einlassen und hatte den Eindruck, dass sie zu zaghaft war, nicht so richtig in Gang kommt und noch nicht richtig durchdacht ist, als sei die Autorin sich während dem Schreiben selbst noch unsicher über die vielen unbekannten Gestalten gewesen.
Zwar war der Anfang etwas holprig und man muss sich erst einmal an die vielen verschiedenen Wesen gewöhnen und nach und nach einfinden, aber nach dem die ersten Hürden genommen sind, liest das Buch sich locker flockig und man kann gespannt verfolgen, wie die Geschichte ausgehen wird.

Einen sehr guten Eindruck vom Inhalt des Buches vermitteln, wie ich finde, der deutsche Titel und das Cover. Denn im Gesamten kam  mir die Geschichte leicht kindisch vor. Bei manchen Figuren kamen mir gleich Wörter wie knuffig und putzig in den Sinn und die Geschichte an sich war einfach nur süß.

Zwar fand ich den Großteil der Personen von Grund auf sympathisch und sehr gut gelungen, jedoch hatte ich teilweise auch meine Probleme mit Meghan. Einerseits war sie mir zu naiv und vermutet in allem das Gute. Außerdem ist sie viel zu leicht zu überzeugen. Innerhalb weniger Minuten erzählt Puck ihr die außergewöhnlichste und vor allem unglaubwürdigste Geschichte eines Märchenlandes und sie ist für meinen Geschmack viel zu schnell davon überzeugt und folgt ihm in diese unbekannte neue Welt.
Puck und Ash dagegen mochte ich wirklich auf Anhieb. Vor allem Robbie beziehungsweise Puck bringt mit seinen amüsanten Äußerungen immer wieder eine auflockernde Abwechslung in die angespannten Situationen.

“That’s what makes it fun. You can die in so many interesting ways- skewered on a glass sword, dragged underwater and eaten by a kelpie, turned into a spider or a rosebush for all time -” [S. 67]

In the confusion, the bird exploded, changing shape in midair. A body dropped between me and the redcaps, shedding black feathers and giving me a familiar grin. “Hi, princess. Sorry I’m late. Traffic was a bitch.” [S. 203]

“Oh, we’re playing nice now?” Puck remained seated, looking anything but compliant. “Shall we have tea first? Brew up a nice pot of kiss-my-ass?” [S. 227]

Dadurch, dass ich beide Kerle so mochte, entstand für mich jedoch auch wieder ein großer Negativpunkt. Ich habe an sich nichts gegen Dreiecksbeziehungen, da ich mich meist schnell auf einen der beiden Kerle eingeschossen habe. Hier jedoch mochte ich wirklich beide und wollte nicht, dass es zu einer Entscheidung kommt, sonder dass beide an Meghans Seite bleiben.

“That is Ash, prince of the Unseelie Court. He tried to kill Puck, and he might try to kill you, as well. He is not sexy. He’s not.”
But he was, extemely, and it was useless to deny it. [S. 229]

Leider hat die Autorin dazu eine für mich eher weniger befriedigende Lösung gesucht, die auch zum Ende hin einiges offen lässt, was mich extrem neugierig auf den zweiten Band gemacht hat.

Aber nicht nur das macht neugierig. Auch das Ende selbst beinhaltet nicht gerade einen extremen Cliffhanger, jedoch verspürt man trotzdem das Gefühl, unbedingt wissen zu müssen, wie es weiter geht.

Eine äußerst süße und phantastische Geschichte die jedem Fan von Alice im Wunderland gefallen sollte. Anfängliche Schwierigkeiten werden durch tolle Charaktere und einer an Spannung zunehmenden Geschichte wieder wett gemacht. Die Geschichte hat mir im Gesamten auf jeden Fall so sehr gefallen, dass ich in naher Zukunft den zweiten Band der Serie lesen möchte.

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Comments:

  • Ich bin leicht verwirrt?! Wolltest du am 01.07 nicht dein Gewinnspiel auslosen? Was ist denn daraus geworden? Konnte eben keinen Beitrag dazu finden?!

    LG
    —————————————————–
    http://www.ThrillerOnline.de
    Jeden Montag neuer Lesestoff

    • crini • July 8th, 2011

      Ich hab das Gewinnspiel schon ausgelost, steht im Beitrag ‘Dies und das…’. ;)