All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Delirium

Before scientists found the cure, people thought love was a good thing. They didn’t understand that once love — the deliria — blooms in your blood, there is no escaping its hold. Things are different now. Scientists are able to eradicate love, and the governments demands that all citizens receive the cure upon turning eighteen. Lena Holoway has always looked forward to the day when she’ll be cured. A life without love is a life without pain: safe, measured, predictable, and happy. 

But with ninety-five days left until her treatment, Lena does the unthinkable: She falls in love.

Wenn ich jetzt wieder an das Buch zurück denke, werd ich schon wieder ganz traurig und bekomme wieder dieses ungute Gefühl im Bauch. Denn dieses Buch, und vor allem das Ende, hat mich einfach total umgehauen. Ich  hab jetzt schon Angst und werd schon wieder ganz nervös und hibbelig, wenn ich daran denke, was im nächsten Band der Trilogie so alles passieren könnte.

Wenn ich eine Dystopie anfange zu lesen, dann erwarte ich meist einen super spannenden Roman, der mir an den Nerven geht, weil er so spannungsgeladen ist. Mit dem gleichen habe ich daher auch wieder bei Delirum gerechnet, aber falsch gedacht!

Lauren Oliver wartet nicht mit einem unheimlich spannenden Kampf gegen die Gesellschaft auf, sondern mit einer extrem schönen Geschichte die in einem wunderbaren Schreibstil verfasst ist.

Anfangs plätschert so die Handlung erst einmal dahin und man lernt eine Menge Dinge über die Gesellschaft und wie es mit der Heilung gegen Gefühle wie Liebe und Hass abläuft.

Das Buch baut anfangs nur wenig auf Spannung auf, dafür beschreibt es aber eine wunderschöne Geschichte. Ich hatte vor allem kaum das Gefühl, dass Lena sich je in irgendeiner Gefahr befand. Situationen, in denen Lena sich wirklich mal in Gefahr begibt, sind eher selten und sind meist genauso schnell wieder vorbei, wie sie gekommen sind.

Dagegen hat mich die sich entwickelnde Liebesgeschichte voll und ganz überzeugt. Sie wird nicht vollkommen in den Vordergrund gedrängt, sondern schlängelt sich um die alltäglichen Ereignisse, entwickelt sich erst ganz langsam und wird von Ereignis zu Ereignis immer schöner, was vor allem durch Lauren Olivers besonderen Schreibstil geschieht. Sie beschreibt vor allem die Gefühle der Personen so toll, dass man sich voll und ganz in die Personen hineinversetzen kann und mit ihnen mitfühlt.

“I press my hands against my chest, wishing I could somehow be even closer to him. I hate skin; I hate bones and bodies. I want to curl up inside of him and be carried there forever.”

Hinzu kommen die tollsten Charaktere. Ist Lena noch genau der Charaktere wie man es mal wieder erwartet. Das eher stillere Mädchen, das sich selbst nicht hübsch findet, bis es in den Armen eines Kerls landet  Dagegen waren die anderen dafür umso beeindruckender. Ich hatte nur zwei Seiten gelesen auf denen Alex eine Rolle spielte und wusste sofort: den Kerl mag ich! Und je mehr ich über ihn gelesen hab, desto mehr hab ich ihn ins Herz geschlossen. Besonders toll war auch Lenas beste Freundin Hana, die für mich immer wieder die Situationen etwas aufgelockert hat und die eine wichtige Rolle spielt, geradezu die Geschehnisse lenkt, denn ohne sie wäre so einiges nicht passiert.

Das Ende hat mein Herz einfach nur zum Rasen gebracht. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, ich hab immer schneller und schneller gelesen, die Seiten wurden weniger und weniger und dabei konnte doch nicht schon Schluss sein? Nicht an DER Stelle! Ich war einfach geschockt, mit was man plötzlich zurückgelassen wird. Sprachlos!

Auch wenn das Buch anfangs noch so ‘langweilig’ war, mit den abschließenden Ereignissen zeigt Lauren Oliver dass sie auch noch ganz anders kann. Wie heißt es doch so schön: Stille Wasser sind tief” und hier fällt man ganz schön tief!

Ein Buch, in dem Liebe verboten ist und das doch über und über voll davon ist. Herzzerreißend schön!