All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

The Summoning

After years of frequent moves following her mother’s death, Chloe Saunders’s life is finally settling down. She is attending art school, pursuing her dreams of becoming a director, making friends, meeting boys. Her biggest concern is that she’s not developing as fast as her friends are. But when puberty does hit, it brings more than hormone surges. Chloe starts seeing ghosts–everywhere, demanding her attention. After she suffers a breakdown, her devoted aunt Lauren gets her into a highly recommended group home.

At first, Lyle House seems a pretty okay place, except for Chloe’s small problem of fearing she might be facing a lifetime of mental illness. But as she gradually gets to know the other kids at the home–charming Simon and his ominous, unsmiling brother Derek, obnoxious Tori, and Rae, who has a “thing” for fire–Chloe begins to realize that there is something that binds them all together, and it isn’t your usual “problem kid” behaviour. And together they discover that Lyle House is not your usual group home either…

Tolle und liebenswerte Charaktere sind bei mir ja schon die halbe Miete. Wenn ich die Charaktere total mag und mich super in sie hineinversetzen kann, dann darf die Handlung auch mal etwas langweiliger sein und ich hab trotzdem Spaß beim Lesen.

Und genau das ist Kelley Armstrong mehr als gut gelungen. Chloe war mir ungelogen schon nach dem Lesen der ersten zwei Seiten total sympathisch. Irgendwie hatte ich sofort einen Draht zu ihr und mochte sie von Seite zu Seite immer mehr.

Aber besonders beeindruckt hat  mich, dass es im Buch eine Person gab, die als eher unsympathisch, zurückhaltend und eher etwas grummelig rüber kommt, die zu meinem Lieblingscharakter wurde. Damit sticht sie  mit The Summoning definitiv aus der Menge der ya Bücher hervor, denn hier gibt es weder ein super, sexy Arschloch, noch einen liebenswerten, süßen Nerd-Typen. Stattdessen hat man es mit Charakteren zu tun, die einfach ‘normal’ und so noch viel liebenswerter sind.

Hinzu kommt aber auch, dass ich die Geschichte an sich wirklich mochte. Anfangs ist sie zwar sehr vorhersehbar, so dass man sich einiges schon denken kann (Titel und Name der Trilogie verraten da ja schon ein wenig), aber mich hat das in keiner Weise gestört. Ich hatte sogar eher Schwierigkeiten, das Buch mal aus der Hand zu legen, so begeistert war ich.

Irgendwann zieht die Geschichte aber auch deutlich an und es wird richtig ordentlich spannend, bis zur letzten Seite. Die Ereignisse überschlagen sich, es gibt schockierende und überraschende Momente und man wird Gepackt von der Angst, die Chloe empfinden muss und  ich bin letztlich regelrecht durch die Seiten geflogen und habe immer schneller gelesen.

Kelley Armstrong hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und mich mit ihrer Geschichte und den tollen Charakteren völlig eingelullt. Dabei hat sie sich ja eigentlich nicht mal viel Neues ausgedacht, das Thema an sich ist in der Grundstruktur sicher schon mal dem ein oder anderen über den Weg gelaufen, aber was sie daraus macht, ist absolut lesenswert.

Aus einer simplen Idee macht sie eine wahnsinnig gute Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.

Anmerkung: Diese Rezension fasst nicht mal ansatzweise in Worte, wie toll ich das Buch finde! Es gehört auf jeden Fall zu meinen Highlights 2011 und ich könnte es jetzt direkt schon wieder aufs Neue lesen.