All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Blood Rights

Born into a life of secrets and service, Chrysabelle’s body bears the telltale marks of a comarré—a special race of humans bred to feed vampire nobility. When her patron is murdered, she becomes the prime suspect, which sends her running into the mortal world…and into the arms of Malkolm, an outcast vampire cursed to kill every being from whom he drinks. 

Now Chrysabelle and Malkolm must work together to stop a plot to merge the mortal and supernatural worlds. If they fail, a chaos unlike anything anyone has ever seen will threaten to reign.

Bloß nicht noch ein Buch über Vampire könnte man denken, wenn man den Klappentext dieses Buches liest. Doch dieses hat mich schon beim Lesen der Zusammenfassung und vor allem durch das Cover überzeugt, dass es hier mal etwas Abwechslung gibt und ich wurde auch beim Lesen nicht enttäuscht.

Mir hat schon die Idee richtig gut gefallen, dass Vampire sich nicht einfach heimlich still und leise  nachts über Menschen her machen und ihnen das Blut aussaugen, sondern dass es sogenannte Comarré gibt, die sich von Menschen unterscheiden und dafür leben, den Vampiren als lebendes Vorratslager zu dienen.

Hinzu kommt, dass hier zwischen der Comarré Chrysabelle und dem Vampire Malkolm eine ganz andere Beziehung herrscht, als man sie sonst so kennt. Bisher habe ich nur Geschichten gelesen, in denen es immer zu einer Begegnung zwischen starkem, tollem Vampir und schwachem, hilfsbedürftigem Mädchen kommt. Hier aber sind Mann und Frau gleichgestellt, sie beide haben ihre Stärken und Schwächen und sind aufeinander angewiesen, brauchen die Hilfe des jeweils anderen. Und auch der oft vergessene riesige Altersunterschied, der sonst eigentlich jeder Beziehung zwischen Mensch und Vampir einen deutlichen Dämpfer verpassen sollte, ist hier durch besondere Umstände nicht gegeben.

Außerdem gibt es hier keine schnulzige Liebesgeschichte, ein weiterer Punkt, der für mich eine ordentliche Portion Abwechslung bringt (auch wenn sich hier und da zwischen verschiedenen Personen Gefühle anbahnen und sogar Beziehungen entstehen/bestehen, so spielen sich diese kaum merklich im Hintergrund ab und geben der Geschichte einen süßen Beigeschmack).

Dass Kristen Painter toll schreibt hat sich für mich auch dadurch gezeigt, dass der Anfang des Buches noch recht ereignislos ist und ich trotzdem gespannt und vertieft ins Buch war. Eine solche neue Idee erfordert natürlich auch die ein oder andere Erklärung, jedoch versucht Kristen auch viel mit dem Geschehen selbst dem Leser näher zu bringen und somit wird man zwar anfangs durch weniger spannende Handlungen geführt, langweilig war es jedoch für mich nie.
Das lag einfach daran, dass ich die neue Idee so extrem interessant fand. Es gab mal etwas ganz Neues zu entdecken und nach und nach ist man immer tiefer eingetaucht in die Welt der Comarré und hat immer mehr erfahren über sie.

Und ganz wichtig: auch die Charaktere mochte ich auf Anhieb. In letzter Zeit scheine ich immer wieder zu Büchern zu greifen, in denen mir Personen begegnen, die ich gleich auf Anhieb mag und dann fällt es mir meist auch nicht mehr schwer, die Geschichte zu mögen.

Wer Vampire mag, aber trotzdem mal etwas Abwechslung braucht, sollte sich auf jeden Fall mal mit Kristen Painters Büchern beschäftigen. Blood Rights ist der Auftakt einer neuen Reihe, die hoffentlich genauso toll weiter geht, wie sie schon angefangen hat.