Bitten

Elena Michaels didn’t know that her lover Clay was a werewolf until he bit her, changing her life forever. Betrayed and furious, she cannot accept her transformation, and wants nothing to do with her Pack. A charismatic group of fellow werewolves who say they want to help. When a series of brutal murders threatens the Pack  and Clay, Elena is forced to make an impossible choice. Abandon the only people who truly understand her new nature, or help them to save the lover who ruined her life, and who still wants her back at any cost.

Rezensionen zu Büchern von Kelley Armstrong zu schreiben fällt mir immer wieder aufs Neue unheimlich schwer. Erstens habe ich immer das Gefühl, mich bloß zu wiederholen, da ich in jeder Rezension wieder darüber schwärmen muss, wie toll sie schreibt. Außerdem kann ich meist einfach nicht ausdrücken, wieso ich so von ihr begeistert bin.

Auch mit Bitten konnte mich Kelley wieder von der ersten bis zur letzten Seite begeistern, mich packen, in die Geschichte eintauchen, alles um mich rum vergessen lassen und in Gedanken nur noch bei ihren tollen Charakteren sein.

Man merkt schon deutlich, dass es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt. Es gibt für den Leser viel zu entdecken und zu lernen. Auf der einen Seite einige Dinge in Bezug auf die Wölfe und ihr Leben, auf der anderen Seite aber vor allem die vielen verschiedenen Personen, die hier und im weiteren Verlauf der Reihe eine Rolle spielen.
Daher gibt es hier im Großteil der Geschichte auch eher wenige aktionsgeladene Szenen, was das Buch aber keinen falls langweilig macht.

Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf Elena und ihr Umgang mit den Geschehnissen. Da das Buch aus ihrer Sicht erzählt wird, erhält man so einen sehr tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt und Kelley Armstrong vermittelt unheimlich gut, wie es sein muss, sich in Elenas Situation zu befinden, wie schwer es sein muss, die Entscheidung zu treffen, die sie zu treffen hat und sich den Personen stellen zu müssen, die sie eigentlich hinter sich lassen wollte.

Und hier liegt wieder der Aspekt, in dem Kelley Armstrong bisher immer bei mir punkten konnte: die Charaktere. Nur wenige Sätze zu ihnen und ich habe immer schon eine Art Verbindung zu ihnen, verliere mich in ihrer Geschichte und finde sie einfach durch und durch sympathisch.
Besonders hervorstechend ist, dass ihre Charaktere so real und fast schon zum anfassen gestaltet sind. Jeden für sich darf man nach und nach bis auf die Haut kennen und lieben lernen und letztlich ins Herz schließen, so dass man gar nicht mehr möchte, dass die Geschichte irgendwann mal aufhört (bei diesem Band ist das Ende der Geschichte noch nicht ganz so tragisch, schließlich stehen noch 12 weitere Bücher der Reihe an, die sich in dieser wunderbaren geschaffenen Welt abspielen). Ganz arg für Kelley spricht die Tatsache, dass sie ihre Charaktere so gestaltet, dass sie nachvollziehbar und bodenständig bleiben, dass sie ‘normal’ handeln und man sich gleich mit einer der Personen identifizieren kann und es keinen gibt, der irgendwie aus der Reihe tanzt und unrealistisch wirkt.

Vollkommen ohne Spannung kommt aber natürlich auch ein solches Buch nicht aus und so kommt auch diese frische, unterhaltsame und bodenständige Geschichte plötzlich einen deutlichen Spannungsanstieg, beschleunigt ein wenig den  Puls und lässt mit den Charakteren mit fiebern. Auch wenn der Spannungsanteil, die nervenauftreibenden Handlungen hier eher flach gehalten sind, so ist das Buch trotzdem durchgehend packend und interessant und kommt auch ohne diese wunderbar aus, ohne dabei langweilig zu werden.

Interessant mag sich bei dem Thema Wölfe unpassend anhören, da dies schließlich alles andere als ein neues Thema, eine neue Idee ist, aber trotzdem fand ich genau diesen Aspekt wunderbar von ihr umgesetzt und ich habe neugierig die Welt der Wölfe, wie sie und andere ihr Leben führen, wie sie sich unter die Menschen mischen, verfolgt und Detail für Detail geradezu aufgesaugt.

Gut gefallen hat mir auch die Liebesgeschichte, die sich hier am Rande abspielt, wobei die Liebenden hier mit genau den Problemen zu kämpfen haben, die man in einer solchen Situation erwarten würde und nicht stattdessen irgendwelche heraufbeschworene Probleme, die nur dazu dienen, die Handlung in eine bestimmte Richtung zu lenken. Auch hier wirkte einfach alles ‘echt’, weil nicht alles bloß darauf abzielt, auf ein Happy End hinauszulaufen, sondern genauso verläuft, wie man es im realen Leben erwarten würde.

Mit Bitten wurde mir wieder genau das geboten, was ich von Kelley Armstrong gewohnt bin und erwartet habe. Keine ausgefallene, aber frische , unterhaltsame Geschichte, mit einzigartigen, tollen und realitätsnahen Charakteren in einer Geschichte, die einen allein durch Kelleys wunderbaren, packenden Schreibstil in den Bann zieht.


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Comments:

  • Mega Rezension! Stimme dir vollkommen zu, aber das ist ja eigentlich klar, immerhin reden wir hier von Kelley Armstrong! *grins*

  • Da mir die Jugendbücher von Armstrong ja genauso gefallen haben wie Dir, denke ich mal sollte ich ihre Erwachsenen-Reihen auch mal in Angriff nehmen. ;)

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