All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Me And Earl And The Dying Girl

Seventeen-year-old Greg has managed to become part of every social group at his Pittsburgh high school without having any friends, but his life changes when his mother forces him to befriend Rachel, a girl he once knew in Hebrew school who has leukemia.

Obwohl schon die Anmerkungen von Jesse Andrews im Voraus darauf hindeuten dass dieses Buch nicht das sein wird, was man nach dem Lesen des Klappentextes erwarten würde, war ich trotzdem vom Inhalt überrascht.
Denn eigentlich erzählt Jesse Andrews eine traurige, deprimierende, bedrückende und alles andere als glückliche  Geschichte. Man sollte sich aber auf eine Stimmung einstellen, die das Cover perfekt wiedergibt: chaotisch, farbenfroh und lustig.

Jesse Andrews hat mit seinem Charakter Greg und seiner Geschichte geschafft, auf verschiedene Weisen aus einer schmerzlichen, traurigen Geschichte ein amüsantes Lesevergnügen zu machen.

Dass es beim Lesen immer wieder was zu Lachen gibt und die bedrückenden Situationen so aufgelockert werden, liegt vor allem an Greg selbst, der auf witzige und sympathische Weise verpeilt ist. Mit ihm ist Jesse Andrews ein einzigartiger und besonderer Charakter gelungen, der mir gleich so sympathisch war, dass ich ihn zu gerne mal kennen lernen und seine mir seine selbstgemachten Filme ansehen würde.
Und wenn man glaubt mit Greg einen tollen, ungewöhnlichen Charakter getroffen zu haben, dann tritt plötzlich Earl auf, der dem ganzen noch die Krone aufsetzt und die Geschichte noch lustiger macht.

Das Buch ist komplett durchsetzt mit Handlungen von Gregs unglücklich verlaufenden Leben. Egal ob Gregs Alltag in der Highschool, den er auf so wunderbar ironisch, witzige Art erzählt, oder den Moment, in dem er von seiner Mutter die Nachricht bekommt, dass seine alte Schulfreundin sterbenskrank ist, es wird alles auf eine frische, unkomplizierte und witzige Weise beschrieben, die genau meinen Humor getroffen hat.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Erzählperspektive. Nicht nur dass die Geschichte aus der Sicht von Greg erzählt wird, sondern vor allem, dass dies so eingesetzt wird, dass man den Eindruck bekommt, Greg würde mit einem reden, stünde vor einem und erzähle einem gerade diese Geschichte.

Hinzu kommen Stellen die in Form einen Scripts geschrieben sind. Beim ersten Mal war ich darüber noch sehr verwundert, aber mit der Zeit mochte ich diese Stellen immer mehr, da sie mal etwas völlig anderes waren und die Geschichte zusätzlich aufpeppen.

Möchte man einen Eindruck bekommen, was für eine Geschichte in diesem Buch steckt, sollte man sich weniger auf den Klappentext verlassen, als auf die wunderbare Aufmachung dieses Buches.
Jesse Andrews hat mit seinem Humor bei mir eine Punktladung gemeistert und mich mit Greg, Earl und ihrer chaotischen und witzigen Geschichte vollauf begeistert.