All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

Erebos

When 16-year-old Nick receives a package containing the mysterious computer game Erebos, he wonders if it will explain the behavior of his classmates, who have been secretive lately. Players of the game must obey strict rules: always play alone, never talk about the game, and never tell anyone your nickname. 

Curious, Nick joins the game and quickly becomes addicted. But Erebos knows a lot about the players and begins to manipulate their lives. When it sends Nick on a deadly assignment, he refuses and is banished from the game. 

Now unable to play, Nick turns to a friend for help in finding out who controls the game. The two set off on a dangerous mission in which the border between reality and the virtual world begins to blur.

Erebos zu bewerten fällt mir wirklich verdammt schwer. Denn einerseits habe ich die letzte Seite, den letzten Satz gelesen und gedacht: Wow, das war richtig gut. Aber andererseits war bis zu dieser letzten Seite zu kommen auch ein hartes Stück Arbeit. Immer wieder musste ich mich zum Lesen animieren und war sogar kurz davor abzubrechen.

Ich fing an das Buch zu lesen und hatte ziemlich hohe Erwartungen, weil erstens schon viele Leute so begeistert von dem Buch waren und zweitens die Idee hinter der Geschichte ziemlich interessant klang.
Leider bin ich dann erst einmal in einer Geschichte gelandet, die ich als sehr langweilig empfunden habe.
Schnell kommt Nick in Besitz einer CD zum Spielen von Erebos und beginnt zu spielen. Und genau da war der große Haken: ich fand man hätte bei Nicks ersten Spielzügen nicht so sehr ins Detail gehen müssen und diesen Teil interessanter gestalten können. Wie er seine erste Schritte im Spiel macht, wie er sich seinen Charakter erstellt, all das konnte mich nur wenig fesseln.
Jedoch hatte ich die Hoffnung, dass das Buch damit einfach nur eine kleine Weile braucht, bis es dann möglichst bald in Schwung kommt und so richtig packend wird.

Leider war das dann bei mir auch nicht der Fall. Seite um Seite darüber zu lesen, wie Nick sich in dem Spiel fortbewegt empfand ich mehr als zäh und leider nur wenig interessant oder spannend.
Ich konnte einfach den Reiz, den dieses Spiel auf all die Jugendlichen ausübt, überhaupt nicht nachvollziehen. Hier ein Bisschen durch die Gegen laufen und da ein wenig Kämpfen und das war es dann schon. Von solchen Spielen gibt es sicher mehr als genug und vor allem auch solche, die einem nicht verbieten, mit seinen Freunden darüber zu reden.
Doch Erebos hat natürlich schon etwas Besonderes an sich. Aber gerade dieser Aspekt hätte die Jugendlich meiner Meinung nach eher vom Spielen abschrecken sollen, statt sie so eine Sucht danach entwickeln zu lassen.

Somit brauchte es dann leider auch mehr als die Hälfte des Buches bis es mich endlich packen konnte. Erst ab dem Moment, in dem man nicht mehr ständig Nicks Spielepisoden zu lesen bekommt und statt dessen das Spiel in sein Leben eingreift und die Suche nach den Hintergründen des Spiels beginnt, begann für mich der Teil, der interessant und spannend zu verfolgen war, mich sogar so neugierig machte, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen.

Nach und nach aufzudecken, was hinter dem Spiel steckt, welche Bewegründe, welche Absichten und wer diese zu verantworten hat wurden für mich zu einem richtigen Nervenkitzel. Vor allem der Aspekt der künstlichen Intelligenz der mehr und mehr in den Vordergrund trat, hat mich die Geschehnisse besonders neugierig verfolgen lassen.

Die Auflösung des Ganzen war auch sehr gelungen und war so tiefgehend, mit so etwas hätte zu Anfang sicher nicht gerechnet.

Alles in allem würde ich wohl sagen, das Buch war gutes Mittelmaß. Ich hatte große Probleme mit den ersten 60% des Buches, habe mich gelangweilt und war kurz davor abzubrechen. Plötzlich machte das Buch dann eine völlige Kehrtwendung und hat mich vollauf gepackt und begeistert und einen richtig schönen Abschluss bereit gehalten. Eine tolle Idee mit einem interessanten Thema. Ich bin froh, dass ich das Buch letztlich doch nicht abgebrochen habe und bin gespannt auf die weiteren Bücher der Autorin.