The Enemy

They’ll chase you. They’ll rip you open. They’ll feed on you…When the sickness came, every parent, policeman, politician – every adult – fell ill. The lucky ones died. The others are crazed, confused and hungry. Only children under fourteen remain, and they’re fighting to survive. Now there are rumours of a safe place to hide. And so a gang of children begin their quest across London, where all through the city – down alleyways, in deserted houses, underground – the grown-ups lie in wait. But can they make it there – alive?

Würde man zu diesem Buch nicht den Klappentext lesen, würde man sich beim Lesen fühlen, als würde man ins eiskalte Wasser geschmissen. Denn mit einer Einleitung, die den Leser erst mal auf die Dinge vorbereitet und die aktuelle Situation erklärt, darf man hier nicht rechnen. Zack, landet man mitten im Geschehen und schon greift eine unsichtbare Hand aus dem Buch heraus, zieht einen in die Geschichte und lässt erst wieder los, wenn man das Buch nach beenden zuklappt.
Ein Bisschen was verrät der Klappentext ja schon: Eine Gruppe von Jugendlichen/Kindern die sich auf den Weg durch das Zombie bepackte London machen, in der Hoffnung auf eine sichere Unterkunft. Klingt jetzt nicht besonders ausgefallen und bereitet sicher nicht auf das vor, was in diesem Buch so alles drin steckt. Und das ist verdammt viel, verdammt viel angsteinflößendes, spannendes, nervenzerreißendes, packendes und teilweise knallhartes und grausames Zeug.

Man findet sich zu Anfang in der Geschichte in der Situation wider, dass die Jugendlichen schon ein Jahr lang unter diesen Bedingungen leben, sich also schon mit der Situation abgefunden und sich ein neues Leben aufgebaut haben. Somit sind sie dem Leser erst einmal weit voraus. Doch mit der Zeit und den verschiedenen Geschehnissen lernt man nicht nur die Charaktere kennen, sondern findet sich auch in der Idee der Geschichte und deren Gegebenheiten zurecht. Mir hat dies besonders gut gefallen, da so vom ersten Moment an Spannung aufkommt.

Angst, Panik und der Kampf um das nackte Überleben sind hier Dauerzustand. Man stolpert von gefährlicher Situation in nur noch Schlimmere und kommt gar nicht wirklich dazu mal Luft zu holen. Ein kurzes Aufschnappen und schon geht es weiter, bäm! folgt der nächste Schock, der nächste Kampf, die nächsten Verluste, die nächste nervenauftreibende Situation.
Und dabei stellen die Zombies noch lange nicht das einzige Problem dar…

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte so viele kleine Handlungsstränge hat. Denn sie bezieht sich nicht auf wenige Einzelpersonen, sondern auf eine riesige Personengruppe, von der man viele sehr genau kennen lernt. So viele unterschiedliche Charaktere ziehen sich durch dieses Buch, die geradezu real werden, denn sie stellen genau solche Personen dar, wie man sie sich in so einer großen Gruppe vorstellt: Der Anführer, die Schläger,  die Ängstlichen, die Kämpfer, die Klugen,… von jedem ist etwas dabei. Manchen kommt so nahe, findet sie sympathisch, dass der Schock umso größer wird, wenn plötzlich genau einer dieser Personen stirbt. Und das tun hier so einige und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise und so plötzlich und unerwartet, dass man erst einmal mit offenem Mund da sitzt und nicht ganz glauben kann, dass eine Person, die man eben erst lieb gewonnen hat, plötzlich schon wieder den Löffel abgibt.

Charlie Higson beschreibt wahnsinnig gut, wie sich die Jugendlichen fühlen, nun wo sie ganz ohne Erwachsene da stehen, selbst das Ruder in die Hand nehmen müssen und sich sogar selbst um kleinere Kinder kümmern müssen. Hier kommt wunderbar rüber, wie schwer es sein muss, nun die Verantwortung zu tragen, sich um sich selbst zu kümmern und ein Leben hart am Limit zu führen, mit der ständigen Angst, den nächsten Tag nicht mehr zu erleben, umzugehen. Ganz plötzlich müssen die Jugendlichen sich wie Erwachsene verhalten und dabei immer wieder aufs Neue mit dem Tod eines geliebten Menschen, eines Freundes klar kommen, dabei haben viele doch noch immer nicht den Verlust ihrer Eltern überwunden.
Besonders interessant ist es, wie unterschiedlich sich die Jugendlichen unter den gegebenen Umständen entwickelt haben, welche Positionen sie in der Gruppe eingenommen haben.

Die ganze Geschichte hindurch gibt es nicht eine Seite, die ich als langweilig oder weniger spannend empfunden habe. Wie die Jugendlichen selbst, wollte ich Seite um Seite ganz schnell hinter mich bringen und bin geradezu durch das Buch gerast und wollte nicht einmal eine Pause einlegen. Denn das ganze Buch ist durchsetzt von Angst. Man hat hier wirklich das Gefühl, dass die Jugendlichen um ihr Leben kämpfen. Es gibt nicht etwa ständig glückliche Umstände, die ihnen aus verschiedenen Situationen helfen, wodurch ihnen das Leben gerettet wird. Ganz im Gegenteil, man hat eher das Gefühl sie werden vom Pech verfolgt. So ist dieses Buch von der ersten Seite an spannend und diese Spannung nimmt auch bis zur letzten Seite nie ab. Ein ständiges Auf und Ab, der Puls rast und immer wieder wird man vom Verhalten mancher Leute überrascht als auch geschockt.

Charlie Higson hat mit The Enemy einen derart guten Serienauftakt hingelegt, dass ich mir am liebsten die zwei bisher erschienen Folgebände auf der Stelle bestellt hätte. Spannend durch und durch, nichts für schwache Nerven, teilweise furchterregende und abartige Handlungsstränge zusammen mit rundum gelungenen Charakteren, darf sich The Enemy nun in die Reihe meiner Favoriten einreihen.


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Comments:

  • Hmm… sieht so aus, als wärest Du derzeit auf einem Jugend-Grusel-Buch trip. ^^ Aber das macht mir gar nichts, denn das Buch klingt wirklich toll!

    Ab auf die Wunschliste! :D

  • Uhh, das klingt wirklich gruselig. Obwohl ich Krimis gerne lese, glaub ich nicht, dass ich mich sowas trauen könnte zu lesen…Albträume vorprogrammiert!

  • Jetzt hör doch mal auf, interessante Bücher zu lesen! Oder ich schau einfach nicht mehr auf dem Blog vorbei … aber das will ich auch nicht. xD

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