All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

This Is Not a Test

It’s the end of the world. Six students have taken cover in Cortege High but shelter is little comfort when the dead outside won’t stop pounding on the doors. One bite is all it takes to kill a person and bring them back as a monstrous version of their former self.
To Sloane Price, that doesn’t sound so bad. Six months ago, her world collapsed and since then, she’s failed to find a reason to keep going. Now seems like the perfect time to give up. As Sloane eagerly waits for the barricades to fall, she’s forced to witness the apocalypse through the eyes of five people who actually want to live.
But as the days crawl by, the motivations for survival change in startling ways and soon the group’s fate is determined less and less by what’s happening outside and more and more by the unpredictable and violent bids for life—and death—inside. 
When everything is gone, what do you hold on to?

Wow! Courtney Summers ist mit This Is Not a Test ein Buch gelungen, das ein weiterer Beweis dafür ist, dass es in Büchern über Zombies nicht immer um spannungsgeladene, actiongebalte und düstere Geschichten gehen muss.

Das plötzliche Ausbrechen einer Zombie-Epedemie stellt hier nur das Grundgerüst einer Geschichte bereit, die weit mehr enthält als man anfänglich denkt. Lässt man einmal die Zombies weg, hat man es mit einer gefühlsgeladenen Contemporary Geschichte zu tun.

This Is Not a Test ist ein Buch, dass sehr stark auf seine Charaktere setzt. Plötzlich diese Gefahr ausgesetzt zu sein und um sein Leben rennen und kämpfen zu müssen, hat bei verschiedenen Charakteren die unterschiedlichsten Folgen. Und genau diese mitzuerleben, nach und nach dahinter zu kommen, was für Menschen sie sind, wie sie in Extremsituationen handeln, ob sie dabei nur an sich denken oder nur an andere, all dies sind Dinge, die besonders spannend zu verfolgen waren und die Courtney Summers auf gelungene Weise darstellt.
Besonders die Gedanken darüber, ob es sich überhaupt noch zu kämpfen lohnt, oder ob es nicht sowieso einfacher wäre einfach aufzugeben, wenn es nichts mehr gibt, für dass es sich zu kämpfen lohnt, waren die, die mich teilweise sehr berührt und vor allem bedrückt haben.
Sloane, aus deren Sicht die Dinge beschrieben werden, hinterlässt dabei einen besonders bedrückenden Eindruck, den man auf der einen Seite mehr als nachempfinden kann und gegen den man auf der anderen Seite am liebsten ganz schnell was unternehmen möchte.

Und auch wenn sich der Großteil der Geschichte sehr stark auf die Charaktere, ihre Vergangenheit, ihre Entwicklung unter den Gegebenheiten und deren Miteinander konzentriert, so gibt es trotzdem auch die ein oder andere Szene, die einem Gänsehaut bereitet, denn so einfach sind die Zombies natürlich nicht zu ignorieren.

Sehr gespannt war ich vor allem auch auf das Ende des Buches, zu dem ich schon recht früh zwei Vermutungen hatte, in welche Richtung dieses gehen würde. Eine davon bestätigte sich dann als die richtige und es ist vor allem auch die bessere Variante gewesen, so dass ich umso begeisterter von der gesamten Geschichte war.

Courtney Summer ist ein ganz besonderer Zombieroman gelungen, den ich jedem ans Herz legen würde, der gerne Contemporary liest. Eine wunderbare charakterstarke Geschichte, die sich mit dem Wert des Lebens befasst und einige interessante, berührende Erzählungen zu bieten hat, einem das ein oder andere Mal sogar feuchte Augen bescheren kann, aber auch die Spannung bietet, die man von einem gewöhnlichen Zombieroman erwartet.