All About Books

A book blog, mostly touring foreign worlds of fantasy novels with occasional detours into space and explorations of magical realism, featuring book reviews, random bookish thoughts and hand lettered quotes.

A Game Of Thrones

Long ago, in a time forgotten, a preternatural event threw the seasons out of balance. In a land where summers can last decades and winters a lifetime, trouble is brewing. The cold is returning, and in the frozen wastes to the north of Winterfell, sinister and supernatural forces are massing beyond the kingdom’s protective Wall. At the center of the conflict lie the Starks of Winterfell, a family as harsh and unyielding as the land they were born to. Sweeping from a land of brutal cold to a distant summertime kingdom of epicurean plenty, here is a tale of lords and ladies, soldiers and sorcerers, assassins and bastards, who come together in a time of grim omens. 
Here an enigmatic band of warriors bear swords of no human metal; a tribe of fierce wildlings carry men off into madness; a cruel young dragon prince barters his sister to win back his throne; and a determined woman undertakes the most treacherous of journeys. Amid plots and counterplots, tragedy and betrayal, victory and terror, the fate of the Starks, their allies, and their enemies hangs perilously in the balance, as each endeavors to win that deadliest of conflicts: the game of thrones.

Seit Oktober schon hat das eBook zu A Game of Thrones auf meinem Kindle geschlummert und ich war mir bis vor Kurzem noch ziemlich sicher, dass es das auch noch eine ganze Weile länger tun würde. Da aber in den letzten 2-3 Monaten plötzlich ‘jeder’ anfing das Buch zu lesen und vor allem auch davon zu schwärmen, war ich nach ein paar kurzen Einblicken in die Verfilmung so neugierig, dass ich es auch endlich angefangen habe.

So toll und spannend ich auch die ersten Folgen der Serie fand, ich war davon überzeugt, dass mich das Buch nicht packen würde. Geschichten über Politik und Krieg sind keine, die ich sonst so lese und auch High Fantasy gehört selten zu meinem Beuteschema. Dann auch noch so ein fetter Wälzer, in dem einen die Namen der vielen verschiedenen Personen nur so um die Ohren fliegen waren für mich die perfekte Grundlage für ein Buch, das ich nie und nimmer beenden würde.
Und dann kam alles anders…

Ich bin schon immer ein Fan von wechselnden Erzählperspektiven gewesen, wenn man eine Geschichte nicht nur von einer Person erzählt bekommt und so auf deren Aufenthaltsort beschränkt ist, sondern wenn man viele kleine Teilgeschichten durcheinander lesen kann. Ich hatte zwar anfangs die Befürchtung dass mich in A Game Of Thrones die Menge dann doch etwas überfordern und verwirren würde, aber das war überhaupt nicht der Fall.
Stattdessen hat genau das für mich den Großteil der Spannung ausgemacht, da gerne mal die Erzählung einer Person an einer spannenden Stelle abbricht und man erst einmal wieder eine Weile warten/lesen muss, bis man wieder zu genau dieser Person gelangt.
Manchmal fand ich genau das zwar wiederum auch eher schlecht, da das Warten sich manchmal so sehr in die Länge zog, dass ich das, worauf ich so hin gefiebert habe, schon fast wieder vergessen hatte, meistens sorgte es aber dafür, dass ich immer schneller lesen wollte und das Buch kaum aus den Händen legen wollte.

Überrascht war ich auch von den Charakteren selbst. Zwar ist auf solch einer Menge Seiten sicher viel Platz für Charakterentwicklung und Tiefgang ihrer Charakterzüge, aber bei einer solchen Menge an Personen, die man alle im Detail kennen lernt, war ich doch überrascht, an wie viele man so nah heran kommt.
Gefreut hab ich mich auch darüber, dass es eigentlich nur eine Person gab, deren Erzählstränge ich nicht mochte und die mich durch und durch genervt hat. Dagegen war ich ein wenig enttäuscht, dass meine zwei Lieblingscharaktere eher weniger oft zu Wort kamen.

Da ich noch immer nicht wirklich sagen kann, was mich genau eigentlich so sehr an diesem Buch gefesselt hat, da es sich mit einem Thema befasst, dass mich sonst so gar nicht interessiert, schiebe ich das mal zum Großteil auf den Schreibstil von George R.R. Martin. Es gibt Stellen in diesem Buch, die man gut und gerne kürzen hätte können oder zumindest nicht in solchen Details hätte schildern müssen, doch wie er sie vermittelt und beschreibt, so fand ich selbst diese nicht langweilig oder überflüssig und konnte einfach nicht genug bekommen.
Überrascht war ich dann auch von dem Ende, denn ich hatte mich lange gefragt, wie er das nun auf die Reihe bekommen will, ohne den Leser so völlig in der Schwebe zu lassen. Ich hätte zwar am liebsten gleich auch zum zweiten Band gegriffen, das lag aber weniger an einem fiesen Ende, als an der kompletten Geschichte, von der ich nicht genug bekommen konnte.

George R.R. Martin hat mich mit dieser fesselnden Geschichte nicht nur an sich sehr gepackt und große Lust auf die weiteren Bände gemacht, er hat mir vor allem auch wieder Lust auf High Fantasy gemacht, einem Genre, dem ich viel zu wenig Aufmerksamkeit schenke.

Lieblinszitate:

“When you play the game of thrones, you win or you die. There is no middle ground.”

“Death is so terribly final, while life if full of possibilities”

“The common people pray for rain, healthy children, and summer that never ends. It’s no matter to them if the high lords play their game of thrones, so long as they are left in peace.”