Blackbirds

Miriam Black knows when you will die.
Still in her early twenties, she’s foreseen hundreds of car crashes, heart attacks, strokes, suicides, and slow deaths by cancer. But when Miriam hitches a ride with truck driver Louis Darling and shakes his hand, she sees that in thirty days Louis will be gruesomely murdered while he calls her name.
Miriam has given up trying to save people; that only makes their deaths happen. But Louis will die because he met her, and she will be the next victim. No matter what she does she can’t save Louis. But if she wants to stay alive, she’ll have to try.

Beim Lesen von Blackbirds wird zu Beginn schnell klar: Miriam ist alles andere als die nette junge Frau von nebenan, die ein glückliches Leben führt und aus der Not heraus zu einem Trucker in den Wagen steigt. Stattdessen hat man es mit einem knallharten Mädel zu tun, die ihr Leben auf den Highways verbringt und durch dies und ihre Gabe mehr als abgehärtet ist.

Blackbirds ist nicht das erste Buch dass ich lese, in dem es um eine Frau geht, die ihr Leben so verbringt und mir war schnell klar: Das hier wird keine nette paranormale Geschichte, über ein Mädchen und ihre besondere Gabe, sondern ein knallharter Thriller, einer von Gewalt strotzenden Erzählung, in der geflucht, getrunken und geschlagen wird, was das Zeug hält.

Der Klappentext vermittelt da meiner Meinung nach einen viel zu netten Eindruck und gibt nicht mal ansatzweise wieder, auf was man sich mit diesem Buch einlässt. Miriam ist gerade mal Anfang 20 und so könnte man meinen dass dieses Buch was für all diejenigen ist, die gerne YA lesen, aber doch auch gerne mal mit etwas leicht älteren Charakteren zu tun haben wollen. Lasst euch gesagt sein: so ist es nicht! Nach dem Lesen würde ich das Buch sofort in die Dark Fiction Sparte einordnen.
Und genau das ist auch das was mich an dem Buch so begeistert hat. Ich liebe Dark Fiction, habe kein Problem mit Gewalt, Rumgefluche und einer richtig düsteren bedrückenden Atmosphäre, ganz im Gegenteil. Und dass ich genau so etwas von einem Buch geboten bekommen habe, von dem ich es gar nicht erwartet hatte, hat mich positiv überrascht.

Miriam hat mir als Charakter gleich auf Anhieb gefallen. Mit ihrer negativen Art ist sie eigentlich jemand, den man im wahren Leben sicher nicht als Freund haben wollen würde und keinesfalls als sympathisch bezeichnen würde und trotzdem war sie genau das in meinen Augen.
Aber vor allem war sie mit dieser Art realistisch. Sie hat perfekt in dieses Setting gepasst und wirkte mit der Zeit, in der man immer mehr Details über ihre Vergangenheit, ihr Leben seit ihrer Gabe, erfährt, immer realer und greifbarer. Es war schnell und einfach nachzuvollziehen wieso sie so ist wie sie ist, nachdem man so einige Dinge erfahren hat die ihr widerfahren sind.
Dass mich so ein von Gewalt durchsetztes Buch teilweise dann auch noch zum Lachen bringen konnte, lag ebenfalls an Miriam. Ihre Kommentare bringen eine Schlagkraft und einen Humor mit sich, der genau meine Kragenweite getroffen hat. selbst in Situationen, in denen sie jederzeit den Löffel abgeben könnte, verliert sie nicht ihren Humor. Sie haut Dinger raus, genauso wie Lorelei von den Gilmore Girls…nur eben voll von Flüchen und Drohungen, durch und durch negativ.

Hinzu kommt, dass mich die Geschichte selbst vollauf begeistert hat. Zwar dreht sich schon vorrangig alles um ihre Gabe, jedoch dient diese hauptsächlich dazu, gewisse Dinge und Reaktionen auszulösen. Durch diese kommen so viele verzwickte und gefährliche Situationen zustanden, die im Großen und Ganzen irgendwie zusammenhängen und für jede Menge Spannung sorgen.

So begeistert ich auch von diesem Buch bin, ich würde wohl vielen anderen von diesem Buch abraten, denn man muss dieses Düstere und Brutale schon sehr mögen. Lasst euch weder vom tollen Cover oder des netten Klappentextes in die Irre führen, denn hier steckt etwas weit Düstereres hinter.

Lieblingszitate:

“Congratulations. Most of you douchebags and assholes are going to live your shitty lives well into your golden years.”

“You realize, all of life is written in a book, and we all get one book, and when that book is over, so are we. Worse, some of us get shorter books than others.”


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Comments:

  • Wow, das klingt nach einem Buch für mich!
    Danke für die Rezi :)

  • Hm, dann lass ich in nächster Zeit wohl erstmal die Finger davon, bin grad nicht so in Stimmung für solche düsteren Bücher.
    Hast du übrigens schon “Die toten Frauen von Juarez” gelesen? Wenn du Brutalität und Gewalt sucht, bist du da genau richtig :-) Mir hat es jedenfalls richtig gut gefallen, es war eine sehr packende, wenn auch schwer verdauliche Geschichte.
    Liebe Grüße

  • Erinnert mich ein bisschen an die Downside Ghosts Reihe von Stacia Kane. Und da ich die Serie genial finde, landet auch dieses auf meine Wunschliste…

  • Puuh. Also, für so ein Buch muss man wirklich in “auf-die-Schnauze-hau” Stimmung sein.
    Ist aber definitiv interessant für mich. Und wird mal auf meiner WL höher rutschen. :)

    Find es auch gut, dass du nicht spoilerst sondern einfach deine Eindrücke schilderst. Darum lese ich vieler deiner Rezensionen ganz.

    • aaaaw, danke :-*
      Manchmal hab ich das Gefühl,kein Mensch liest die und frag mich immer, ob ich vll doch anders schreiben sollte^^

      • Doch ich lese halt ‘vorsichtig’ Rezensionen, weil man nie weiß wieviel verraten wird. Aber bei dir riskiere ich es immer. Deshalb hüpfen ja so viele Bücher auf meine Wunschliste. XD
        Was ändern würde ich nicht. Aber wie wäre es eigentlich, wenn du wirklich die Rezensionen die du auf englisch schreibst, parallel verlinkst? So sprichst du auch auf deinem Blog engl. sprachige Leser an.
        Das Gefühl kenne ich aber natürlich auch. Es frustriert mich oft. Vor allem wenn ich auf anderen Blogs sehe, wie viele Leute Rezensionen lesen UND dann auch darauf kommentieren. :(
        Da mache ich wohl grundlegend was falsch. Habe auch kein Bewertungssystem, was wohl auch nicht bei allen gut ankommt.

        • Geht mir genauso. Ich leg hier jedes Mal nen Freudentanz hin und flipp aus,wenn ich mal ne Rezension kommentiert bekomme :D
          Also ich mag deine Rezensionen so wie sie sind! ;) Auch wenn ich selbst wohl viel zu selten kommentieren (ich nehme es mir immer wieder vor und manchmal klappts auch,aber dann…)

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