Fearless Fourteen

Inhalt:

Personal vendettas, hidden treasure, and a monkey named Carl will send bounty hunter Stephanie Plum on her most explosive adventure yet.

The Crime: Armed robbery to the tune of nine million dollars
Dom Rizzi robbed a bank, stashed the money, and did the time. His family couldn’t be more proud. He always was the smart one.

The Cousin: Joe Morelli
Joe Morelli, Dom Rizzi, and Dom’s sister, Loretta, are cousins. Morelli is a cop, Rizzi robs banks, and Loretta is a single mother waiting tables at the firehouse. The all-American family.

The Complications: Murder, kidnapping, destruction of personal property, and acid reflux
Less than a week after Dom’s release from prison, Joe Morelli has shadowy figures breaking into his house and dying in his basement. He’s getting threatening messages, Loretta is kidnapped, and Dom is missing.

The Catastrophe: Moonman
Morelli hires Walter “Mooner” Dunphy, stoner and “inventor” turned crime fighter, to protect his house. Morelli can’t afford a lot on a cop’s salary, and Mooner will work for potatoes.

The Cupcake: Stephanie Plum
Stephanie and Morelli have a long-standing relationship that involves sex, affection, and driving each other nuts. She’s a bond enforcement agent with more luck than talent, and she’s involved in this bank-robbery-gone-bad disaster from day one.

The Crisis: A favor for Ranger
Security expert Carlos Manoso, street name Ranger, has a job for Stephanie that will involve night work. Morelli has his own ideas regarding Stephanie’s evening activities.

The Conclusion: Only the fearless should read Fourteen.
Thrills, chills, and incontinence may result.

Meine Meinung:

Erst nach 50 Seiten zu merken, dass man ein Buch schon einmal gelesen hat kann einiges an Spaß mit sich bringen. Als ich dieses Buch anfing zu lesen, war ich davon überzeugt, ich würde beim richtigen Buch weiter machen. (Ich hatte bis vor zwei Jahren die Bücher auf Deutsch gelesen und keine Ahnung mehr, wo ich aufgehört hatte)
Besonders lustig fand ich, dass Dinge aufkamen und ich stolz wie Oskar war, weil ich direkt Vermutungen hatte, was es damit auf sich hat. Irgendwann waren die Sachen dann doch aber so offensichtlich und mein Gedächtnis schien doch wieder in die Gänge gekommen zu sein und ich wusste endlich, dass ich das Buch gerade zum zweiten Mal lese.

Davon abgehalten, weiter zu lesen, hat es mich aber nicht, denn von Stephanie Plum kann man einfach nicht genug bekommen und selbst wenn ich die Witze schon kannte, ich konnte auch dieses Mal wieder darüber lachen und habe mich einfach köstlich amüsiert.
Ich würde sogar glatt behaupten, dass dieser Band mit einer meiner liebsten ist, aber um das sagen zu können, sollte ich wohl lieber vorher nochmal alle anderen ein zweites Mal lesen.

In Fearless Fourteen hat Janet Evanovich wieder die verrücktesten Zutaten ausgepackt und die schmackhafteste Torte zusammengestellt, die mir dieses Jahr unter gekommen ist (mal abgesehen vom ReRead von One for The Money).
Nicht nur die bunte Mischung aus den altbekannten Chaoten und heißen Kerlen, sondern auch ein Affe namens Carl und eine Stephanie die aussieht wie ein Schlumpf brachten mich dieses Mal wieder so sehr zum Lachen, dass ich froh war, das Buch zu Hause auf der Couch und nicht in der Öffentlichkeit gelesen zu haben.

Die Charaktere aus Trenton sind mir schon vor zehn Jahren im ersten Band ans Herz gewachsen und ich liebe sie heute noch genauso wie damals auch. Diese verrückten Leute machen einfach Spaß.
Und das ich ganz besonders Stephanie so sehr mag, liegt wohl daran, dass ich mich immer wieder so super mit ihr identifizieren kann. Ich hab es zwar nicht ansatzweise so wie sie drauf, wenn es darum geht, dumme Sprüche raus zu klopfen, aber ich bin mindestens ein genauso großer Schisser wie sie und würde ihn jeder Situation genauso handeln wie sie auch.

Hinzu kommt einfach das Beste an diesen Büchern: die Dialoge. Auf jeder Seite werden einem die Witze um die Ohren gehauen und man kann einfach nicht anders als die ganze Zeit zu lachen.

Spannend geht es auch hier wieder zu. Selbst wenn ich irgendwann wieder im Kopf hatte, wär der Täter ist, macht es einfach zu viel Spaß Stephanie dabei zu verfolgen, wie sie diesem auf die Schliche kommt, als dass es jemals langweilig werden könnte.

Janet Evanovich hat einfach einen köstlichen Humor so dass man sich mit ihren Büchern einfach wohl fühlt und das Lesen Spaß macht. Diese verrückten Leute versprühen mit ihrer chaotischen Art so viel gute Laune, so dass man einfach selbst gute Laune bekommt und mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht zurück bleibt.

Weitere Rezensionen:
+ One For The Money (Stephanie Plum #1) von Janet Evovich 

Love, Stargirl

Inhalt:

LOVE, STARGIRL picks up a year after Stargirl ends and reveals the new life of the beloved character who moved away so suddenly at the end ofStargirl. The novel takes the form of “the world’s longest letter,” in diary form, going from date to date through a little more than a year’s time. In her writing, Stargirl mixes memories of her bittersweet time in Mica, Arizona, with involvements with new people in her life.
In Love, Stargirl, we hear the voice of Stargirl herself as she reflects on time, life, Leo, and – of course – love.

Meine Meinung:

Wenn man gewisse Charaktere unheimlich gerne hat, dann freut man sich umso mehr, wenn man nicht nur ein Buch, sondern gleich auch noch ein zweites über sie lesen kann. Und wenn dieses dann im Gegensatz zum ersten auch noch aus deren Sicht ist, klingt das Ganze doch ganz vielversprechend. Klingt aber leider nur so, ist es aber nicht.
Stargirl ist ein Charakter den ich mit seiner faszinierenden und einzigartigen Art als was ganz besonderes bezeichnet würde und von dem man nach einem Buch sicher noch nicht genug hat, vor allem nachdem die erste Geschichte über sie so traurig enden musste.
Leider verlor Stargirl mit ihrer eigenen Geschichte aber plötzlich ihren Reiz und das zweite Buch konnte nicht mal ansatzweise mit dem ersten mithalten.

Ich fand die Geschichte aus ihrer Sicht einfach nicht mehr so aufregend, wie noch im ersten Band, aus Leos Sicht. Sie wirkte nicht mehr so wunderbar abgedreht und einzigartig und handelt auch nicht mehr ganz so extrem und auffällig wie sie es in ‘Stargirl’ gemacht hat. Dabei war aber gerade das der Reiz an der ganzen Geschichte.
Dies mag sicher damit zusammenhängen, dass im ersten Buch eine ganz anderer Ausgangsituation vorhanden war, aber gerade das war eben nötig, um eine tolle interessante und berührende Geschichte zu schaffen, die hier einfach so nicht mehr möglich war.

Hinzu kamen ein paar wirklich nervige unangenehme Charaktere, die mir leider schnell den Spaß am Lesen genommen haben. Dootsie mag ja einerseits ganz süß sein, hat aber spätestens an der Stelle, an der  sie etwas tut, dass Stargirl verletzt, für mich ausgesorgt gehabt und konnte mit ihrer nervigen aufdringlichen Art nur noch stören, aber sicher nichtmehr unterhalten.
Hinzu kommt, dass ich auch einfach die alten Charaktere aus ‘Stargirl’ vermisst habe, mindestens genauso sehr wie Stargirl Leo vermisst. Irgendwie war es ohne sie einfach nicht mehr das gleiche und da die neuen Charaktere zwar auch irgendwie besonders waren, aber mich nicht berühren konnten, konnten sie das Loch, dass die alten Fehlenden mit sich bringen, einfach nicht füllen.

So sehr ich mich auch darauf gefreut hatte eine Geschichte aus Stargirls Sicht zu lesen, so sicher bin ich mir jetzt, dass man die Geschichte auch gut hätte sein lassen können. Ich hatte auf viel mehr Verbindungen zum ersten Buch gehofft, mehr als Stargirls nicht enden wollenden Liebeskummer wegen Leo und war leider von der Geschichte die ich letztlich zu lesen bekam etwas enttäuscht.

Weitere Rezensionen:
+ Stargirl von Jerry Spinelli 

Kill You Twice

Inhalt:

Archie Sheridan should be recovering from his past run-ins with serial killer Gretchen Lowell, yet he’s just as haunted as the day she let him go. But when a cyclist comes across a corpse in Mount Tabor Park on the eastern side of Portland, Archie suddenly has to focus. Then comes a call from an unlikely source. After months of ignoring a doctor at the mental hospital where Gretchen is supposed to be locked away forever, Archie hears that she may have inside knowledge about the new investigation. But is she bluffing just to get close to him, and can he risk losing his only lead. One thing is for sure: Gretchen Lowell is back, and Archie must decide if catching a killer is worth facing his demons one more time.

Meine Meinung:

Und schon bereue ich es wieder ein klein wenig, dass ich mich bei diesem Buch nicht zurück halten konnte und nicht länger gewartet habe mit dem Lesen. Nicht dass das Ende SO schlimm gewesen wäre, aber doch schon so, dass ich jetzt unbedingt auf der Stelle das nächste Buch haben will, das aber leider wieder erst ein Jahr später raus kommt.

Mal abgesehen davon, war dieses Buch aber wieder genauso gut wie seine Vorgänger. Im vierten Teil hatte ich Gretchen sogar etwas vermisst, aber hier ist sie wieder voll dabei und so sehr ich Archie auch mag, mit ihr ist einfach jedes Buch nochmal einen Tick besser.

Aber hier setzt Chelsea Cain sogar noch eins oben drauf und versorgt uns endlich mal mit ein paar lang erwarteten Informationen zu Gretchen. Denn selbst nach vier Büchern wissen wir noch immer kaum etwas über diese zugleich grausame Killerin und faszinierende Person. Aber in diesem Band werden uns nun endlich mal ein paar Hintergrundinformationen zu ihrer Vergangenheit geliefert.

Und diese Informationen sind natürlich nicht einfach so zu bekommen sondern schleichen sich wieder durch Zufall in Archies Leben, in Verbindung mit einem Mordfall, wie kann es auch anders sein.

Ich liebe es wie Chelsea Cain diese winzig kleinen Verbindungen knüpft. dass sie aus scheinbar vollkommen unabhängigen Personen und Handlung plötzlich ein großes Ganzes macht. Und wenn Archie sowie man selbst als Leser plötzlich wieder einmal dahinter kommt, wo diese vielen kleinen Verbindungen liegen, ist man mal wieder völlig baff, dabei sollte man genau das ja mittlerweile mal von Chelsea Cain gewöhnt sein, denn das ist ihr Spezialgebiet, das hat sie drauf.

Super gefallen hat mir außerdem wieder, wohin Chelsea Cain ihre Charaktere weiter gehen lässt, wie sich deren Leben weiter entwickeln. Früher fand ich Susan noch als eher nervig, aber nach mittlerweile fünf Büchern mag ich sie doch ziemlich gern und sie hat sich zu einer Person entwickelt, die ich mit Spaß verfolgt habe.
Ganz vorne aber sind natürlich Archie und Gretchen auf der Beliebtheitsskala. Ich liebe es immer wieder darüber zu lesen, wie diese zwei miteinander umgehen, mit einander kommunizieren, ihre Spiele miteinander spielen und versuchen sich gegenseitig auszutricksen.

Ein klein wenig hatte ich allerdings auch meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Es gibt wieder extrem viele Rückblicke auf Ereignisse aus den vorherigen Büchern, vor allem zum vierten Buch, an dessen Ereignisse ich mich nur noch im Groben erinnern konnte. Bei diesem Buch sollte man wirklich die Vorgänger gelesen haben, denn diese Rückblicke sind nicht etwa so gestaltet, dass nochmal die Ereignisse aufgerollt werden, so dass man wieder genau Bescheid weiß, was passiert ist. Es sind eher solche Sachen wie ‘Du hast mir damals das Leben gerettet’ und man muss sich selbst wieder daran erinnern, wie, wann  und warum da jemandem von einer anderen Person das Leben gerettet wurde.

Es hat mich gefreut, endlich wieder etwas über meine heißgeliebten Charaktere lesen zu können und Chelsea Cain hat mir vor allem durch ihre vielen Referenzen auf alte Ereignisse richtig Lust auf einen ReRead gemacht. Dieser Band war wieder genauso extrem blutig, extrem heftig und extrem spannend wie auch seine Vorgänger, so dass ich von dem Fall, den Archie zu bearbeiten hat, von vornherein gefesselt war. Außerdem gibt es ein paar wirklich tolle, freudige als auch schockierende und packende Entwicklungen in den Leben der verschiedenen Charaktere, die noch so einige schöne als auch spannende Handlungen in mindestens einem weiteren Buch versprechen.

Weitere Rezensionen:
+ Heartsick (Archie Sheridan & Gretchen Lowell #1) von Chelsea Cain
+ Sweetheart (Archie Sheridan & Gretchen Lowell #2) von Chelsea Cain
+ Evil at Heart (Archie Sheridan & Gretchen Lowell #3) von Chelsea Cain
+ The Night Season (Archie Sheridan & Gretchen Lowell #4) von Chelsea Cain 

Fearscape

Inhalt:

It’s been a year since Reggie first discovered the Vours, and the winter solstice is approaching once again. It will be another night of unspeakable horror for those unlucky enough to be taken by the Vours, because this time, she won’t be able to stop them. The Vours have imprisoned Reggie in a psychiatric hospital, where she is subjected to a daily routine of unfathomably sadistic experiments. Her life is a living hell, but she won’t give up. They attacked her brother. They killed her friend. And Reggie will never stop fighting back.

Meine Meinung:

Fearscape war ein wirklich super Ende für eine tolle Trilogie und ich würde sogar fast sagen, es war mein Lieblingsbuch von allen drei.
Das zweite Buch hatte so einen kleinen Cliffhanger, weshalb ich das dritte direkt danach lesen musste, weil ich unbedingt wissen musste, was als nächstes passiert und wie Reggie ihr großes Problem lösen würde.

Ich bin immer noch sehr vom Thema der Vours und der Fearscapes begeistert und fand es deshalb super, dass man selbst im dritten Buch noch ein paar neue Informationen dazu bekommt. Ich dachte nach zwei Büchern wüsste man jetzt schon alles was es zu wissen gibt, aber es gab immer noch ein paar zusätzliche Details.
Außerdem fand ich, dass das dritte Buch das Spannendste war von allen drei. Zwar hat es immer noch kein Buch geschafft, mich wirklich zu gruseln, aber hier machten mich dann doch ein paar Szenen ganz schön hibbelig und nervös.

Was ich am dritten Buch richtig toll fand war, dass man einiges aus der Sicht von Aaron zu lesen bekommt, da Reggie anderweitig beschäftigt ist. Ich mag es immer, wenn ich aus der Sicht eines Kerls zu lesen bekomme und besonders Aaron hat sehr viel Spaß gemacht, weil ich seinen Charakter so mag. Er liebt es zu lesen, interessiert sich für Serienkiller und Ähnliches und ist wohl der beste Freund den man sich an seiner Seite wünschen kann. Er ist zwar ein Kerl, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, viel mit ihm gemeinsam zu haben. Reggie kann sich wirklich glücklich schätzen, in ihrer Situation einen Freund wie Aaron zu haben.

Zusätzlich dazu mag ich allgemein sehr, wie sich die Geschichte sehr auf die Themen Familie, Freundschaft und ein wenig Liebe konzentriert. Ich bevorzuge ja immer eine gute Freundschaft zwischen den Protagonisten, statt einer Liebesgeschichte und die damit verbundenen Probleme. Aber Simon Holt hat eine Mischung aus beidem geschaffen, die mir super gefallen hat. Die Freundschaft zwischen Reggie und Aaron ist wirklich bemerkenswert und beneidenswert. Ich liebe wie sie sich immer wieder gegenseitig aushelfen, sich aber schwierigen Situationen alleine stellen wollen, um den anderen nicht in Gefahr zu bringen. In Bezug darauf war es toll zu verfolgen, wie sie sich selbst und auch deren Beziehung sich mit den Büchern entwickelt und mit den erlebten Ereignissen wächst. Besonders Aarons Entwicklung mochte ich sehr und ich mochte ihn von Buch zu Buch mehr.
Es gibt zwar auch so etwas wie ein Liebes-Dreieck, aber nicht eines von der wirklich schlechten Sorte. Ich mochte es hier irgendwie, selbst wenn das ‘Ergebnis’ nicht wirklich das war, was ich mir gewünscht hätte, war es genau das, was zu erwarten war und nicht anders hätte sein sollen.

Ich weiß allerdings nicht, was ich über das Ende denken soll. Auf der einen Seite mochte ich es sehr. Es fasst die Dinge auf die einzig mögliche Art zusammen und machte  einfach Sinn. Außerdem mag ich offene Enden, nach denen man sich selbst denken kann, wie es danach für die Charaktere weiter geht. Allerdings hat mir auf der anderen Seite auch ein Bisschen was gefehlt, als hätte noch etwas mehr kommen müssen. Mir hat da doch so eine Art Lösung für das Problem gefehlt, wodurch die Geschichte den Eindruck machte, als könnte danach noch ein Buch kommen.

Alles in allem mochte ich nicht nur dieses Buch, sondern die komplette Trilogie wirklich sehr. Simon Holts Idee der Vour und des Fearscapes war toll, selbst wenn es mich nicht  gruseln konnte, hat es Spaß gemacht, darüber zu lesen. Seine Charaktere sind einfach nur total liebenswert und ich liebe es, wie sehr er sich nebenbei auf die Themen wie Familie und Freundschaft konzentriert hat.
Diese Reihe werde ich auf jeden Fall nochmal lesen, vielleicht nächstes Jahr an Halloween.

Weitere Rezensionen:
+ The Devouring (The Devouring #1) von Simon Holt
+ Soulstice (The Devouring #2) von Simon Holt 

Untot: Lauf, solange du noch kannst

Inhalt:

Auf keinen Fall wird sie aus diesem Bus aussteigen. Bobby hasst ihre neuen Mitschüler und der Skiausflug war die totale Vollkatastrophe. Da wartet sie lieber mit Bad Boy Smitty, bis die anderen aus dem Café zurückkommen. Aber die anderen kommen nicht. Die anderen sind tot – Alice hat es genau gesehen und dreht vollkommen durch. Schöne Scheiße! Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus. Doch draußen ist es einsam und dunkel, der Schneesturm tobt und die Handys funktionieren auch nicht. Und eigentlich weiß man aus jedem guten Horrorfilm, dass man sich niemals in so eine Situation begeben darf …

Meine Meinung:

Untot, Lauf solange du noch kannst hat mich mit gemischten Gefühlen zurück gelesen. Es gab einiges das mir super gefallen hat, leider aber auch das ein oder andere, das mir nicht zugesagt hat. Insgesamt hat es mir aber auf jeden Fall so gut gefallen, dass ich gespannt auf den zweiten Teil dieser neuen Zombie Reihe bin.

Was mich gleich auf Anhieb begeistert hat war das Setting. Schottland ist an sich ein super Handlungsort, aber vor allem die Tatsache einen Zombieausbruch im Schnee zu erleben, bringt mal völlig frischen Wind ins Genre. Die Wetterumstände bieten hier ganz neue Möglichkeiten und so werden Snowboards schnell mal zu Waffen umfunktioniert. Mir hat es gefallen, dass die Jugendlichen nicht nur mit den Zombies selbst zu kämpfen haben, sondern an einem ihnen fremden Ort ausgesetzt sind und sich im kalten Wetter zu Recht finden und um ihr Leben bangen müssen.
Auch neu war hier die Erklärung für die Zombies. Nachdem ich schon einige solcher Bücher gelesen habe, hat oft eine detaillierte Erklärung gefehlt, beziehungsweise waren diese sich oft sehr ähnlich. Die Autorin hat mit Untot mir neue Hintergründe geliefert, die ebenfalls für ein wenig Abwechslung sorgen, wenn man schon mehrere Zombieromane gelesen hat.

Hinzu kommt ein Schreibstil den man nicht ganz so oft geboten bekommt. Dieser hatte jedoch seine guten und schlechten Seiten. Eigentlich mag ich es sehr, wenn der Erzählstil den Eindruck vermittelt, als säße die Protagonistin mir gleich gegenüber und würde mir von ihren Erlebnissen erzählen. Genau dieses Feeling bekommt man bei Untot vor allem dadurch, dass die Geschichte mit vielen Jugendlichen Ausdrücken gespickt ist und die Umgangssprache verwendet wird. Allerdings haperte es manchmal an der Umsetzung. Vielleicht sprechen Jugendlich heute so, mir kamen jedoch manche Formulierungen merkwürdig oder unpassend vor. Dass zum Beispiel mitten im Satz ein très statt einem sehr auftaucht, hörte sich für mich komisch an. Auch die immer wiederkehrende Verwendung von ‘schick’ statt ‘gut’ kenne ich so gar nicht, könnte bei Jugendlich jedoch natürlich ganz anders ankommen. Den Ausdruck ‘schlachteplatten-hungrige Monster’ musste ich allerdings mehrmals lesen, bis ich verstand, was dies ausdrücken sollte. Manchmal hatte ich einfach den Eindruck, dass dieses Problem nicht mal direkt beim Schreibstil der Autorin liegt, sondern dass mir die Übersetzung einfach nur nicht zugesagt hat.

Zusätzlich sind die Geschichte und vor allem deren Charaktere sehr klischeebeladen. Anfangs hatte ich auch damit meine Schwierigkeiten, aber nach einer Weile hatte ich mich dann doch daran gewöhnt und es verleiht der Geschichte auch einen gewissen Touch von Humor. Allgemein ist dieser Zombieroman den bisher von mir gelesenen sehr unähnlich, da es weniger gruselig ist und dafür mehr zum Schmunzeln.
Trotzdem gibt es natürlich auch einige richtig spannende Stellen, die für den nötigen Nervenkitzel sorgen. Schließlich handelt es sich hier immer noch um die guten alten Zombies, auch wenn der Begriff aus mir unerfindlichen Gründen nur selten genutzt und stattdessen auf ‘Viecher’ zurück gegriffen wird.

Einen kleinen Abzug gibt es außerdem für die Charaktere, die mich leider zu oft mit ihrem Verhalten genervt haben. Mir viel es relativ schwer, deren Alter einzuschätzen, da sie mir oft sehr kindisch vorkamen. Dies ist jedoch auch wieder eine Sache über die man mit der Zeit hinwegsehen kann und zum Humor des Buches beiträgt. Eine Sache die mir bei den Charakteren jedoch eher bitter aufgestoßen ist, ist deren allgemeine Einstellung. Ständig wird gemoppt und die Protagonistin scheint selbst nicht viel von sich zu halten, bezeichnet sich selbst als uncool, weil sie eine gewisse Band nicht kennt. Ein solches Bild in einem Jugendbuch zu vermitteln gefällt mir leider weniger.

Alles in allem konnte mich Untot nicht vollkommen vom Hocker hauen, hat aber seine guten Seiten, so dass ich ohne mich jemals zu langweilen schnell durch die Seiten gerauscht und nun auch gespannt auf mehr bin. Vor allem die neuen Idee beziehungsweise das ungewohnte Setting bringen frischen Wind mit sich und auch genügend Spannung ist vorhanden, auch wenn hier der Gruselfaktor ein wenig fehlt.

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